Freising Black Bears gehen in Bad Aibling chancenlos 3:9 unter„Jetzt brennt der Baum schon so langsam“

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Bei den Freisingern fehlten mit Manuel Kühnl, André Oesterreich, Martin Dürr, Bernhard Weinzierl, Dominik Schulz und Armin Dünzl sechs wichtige Stammspieler. Bei einem Gegner wie Bad Aibling, der sich seit Beginn der Playdowns ohne personelle Verstärkungen, außer einem anderen Trainer, von Spiel zu Spiel immer mehr gesteigert hat, waren das natürlich keine guten Vorzeichen. Die Aibdogs führen jetzt die Tabelle mit drei Siegen aus vier Spielen an, haben dabei 25 Tore geschossen, Freising gerade Mal acht. Und die schlimmen Befürchtungen wurden dann auch leider voll erfüllt.

Bad Aibling war von der ersten Sekunde hellwach und gab sofort Vollgas, was man von den Bears nicht behaupten konnte. 1:0 nach der sechsten Minute, 2:0 nach der 15. und 3:0 zur ersten Pausensirene. Davon schienen zwei Treffer nicht unhaltbar und so machte Johannes Sedlmeier Platz im Tor für Manuel Hanisch. Prompt begann auch der zweite Spielabschnitt mit einer Drangphase der Freisinger Gäste, die zuvor 20 Minuten lang eigentlich keine echte Torchance hatten. Anton Münzhuber schnappte sich die Scheibe an der Mittellinie, überspielte zwei Aibdogs-Verteidiger und schlenzte sie hoch über die Schulter des Aiblinger Goalies Fischer ins Netz. Eine wirklich sehenswerte Einzelleistung, leider blieb es dabei. Denn sehr schnell übernahmen wieder die Hausherren das Kommando und erhöhten in der 26. Minute auf 4:1. Freising konnte dann endlich einmal aus einer Powerplay-Situation Kapital schlagen, Fabien Ferron wurde von Kevin Rentsch schön bedient und verkürzte auf 2:4. Was gutes Überzahlspiel bedeutet, das zeigten die Aiblinger, die vier ihrer insgesamt neun Tore mit einem Spieler mehr auf dem Eis erzielten. 5:2 in der 30. Minute und 6:2 in der 32., bereits jetzt war klar, dass er kein Aufbäumen der Black Bears mehr geben würde, die hatten sich mit der dritten Niederlage im vierten Abstiegsspiel abgefunden.

Im Schlussabschnitt spielten dann nur noch die Gastgeber, Torwart Hanisch musste ein ums andere Mal in höchster Not retten, war aber weitere drei Mal machtlos. Der dritte Freisinger Treffer durch Marcus Mooseder, erneut in Überzahl, war nur noch minimale Ergebniskorrektur. „Jetzt brennt der Baum aber schon so langsam, wer es bis jetzt noch nicht gemerkt hat, der sah es heute: Wir stecken voll im tiefsten Abstiegskampf“, fasste es Betreuer Lorenz Häuslmeir zusammen. Für das nächste Spiel am 8. Februar zu Hause gegen Selb will er sich einen speziellen Pausentee überlegen, dass die Bären auch wieder zu Raubtieren werden.

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