Freising Black Bears besiegen schwache Bad AiblingerStarke Leistung gegen den Abstieg

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Trainer Markus Knallinger war vor dem Spiel sehr zuversichtlich. „Wir haben diese Woche klasse trainiert, das Lazarett lichtet sich, meine Jungs sind heiß und wollen heute gewinnen.“ Und Knallinger sollte Recht behalten, gegen krankheits- und verletzungsbedingt dezimierte Aibdogs, die kaum Gegenwehr zeigten, waren die Black Bears das eindeutig bessere Team, das verdient gewann. Zu bemängeln war nur das wieder einmal schwache Überzahl-Spiel, fünf Mal hatten die Bears einen Spieler mehr auf dem Eis und konnten daraus kein zählbares Kapital in Form von Toren erzielen.

Die Bears spielten in Bestbesetzung und zeigten vom ersten Bully an, wer der Herr an diesem Abend war. Die wenigen Zuschauer bekamen schöne Spielzüge, viele Torschüsse und eine sehr stabile Abwehr um Armin Dünzl und den hervorragend aufgelegten Goalie Manuel Hanisch präsentiert. Folgerichtig das 1:0 für Freising durch Johannes Weyer, zunächst hatte Dennis Berndt noch freistehend vor dem Bad Aiblinger Tor vergeben, den Abpraller versenkte Weyer. In einem fast körperlosen Spiel ohne große Fouls blieben die Gastgeber am Drücker, in der zehnten Minute das 2:0 durch Fabien Ferron, der einen herrlichen Spielzug über Berndt und Weyer mit einem Tor abschloss. Nur 30 Sekunden später das 3:0, dieses Mal war das Trio Manuel Kühnl, Christian Birk und schließlich Martin Dürr erfolgreich, Freising in dieser Phase drückend überlegen mit tollem Power-Hockey. Eine Unachtsamkeit in der Abwehr führte zum Ehrentreffer der Aibdogs, die danach zwar etwas stärker wurden, aber ihre tollen Resultate aus den Vorwochen nicht rechtfertigten konnten.

Auch im zweiten Drittel blieben die Black Bears das dominierende Team, leider konnten drei Powerplay-Situationen nicht genutzt werden. Dafür traf Birk, dieses Mal wurde er von Kühnl und Dürr perfekt in Szene gesetzt zum 4:1. Auch Felix Kammermeier konnte endlich seine lange Durststrecke ohne Treffer beenden. Birk hatte ihn zum 5:1 bedient. Danach übertrieben es die Bears mit dem „schönen“ Spiel, anstatt zu schießen wurde lieber noch zwei Mal quergelegt, bis die Scheibe weg war. Oder man wollte durch Solos vom eigenen Drittel bis zum Aibdogs-Kasten glänzen und gab gar nicht mehr ab. Auf Grund der Harmlosigkeit der Aiblinger wurde die sträfliche Chancenverwertung aber nicht bestraft, mit vier Toren Vorsprung für Freising wurde zum zweiten Mal die Seiten gewechselt.

Im Schlussabschnitt schlug noch einmal Birk zu: Bernhard Weinzierl hatte ihn von der Mittellinie aus angespielt, Birk fuhr zunächst direkt auf den Kasten der Aiblinger – die mittlerweile den Torwart gewechselt hatten – zu. Als er sah, dass ihm dieser Weg verwehrt war, setzte er mit einer schnellen Bewegung zum alten Bauerntrick an, zog dynamisch hinter dem Tor herum und drückte die Scheibe ins kurze Eck - so schnell konnte der Goalie nicht reagieren. Beim 6:1 blieb es auch, Freising musste nicht mehr zeigen, Bad Aibling konnte nicht.

Mit acht Punkten haben die Black Bears den letzten Tabellenplatz der Abstiegsrunde nun wieder an Trostberg zurückgegeben, aus den verbleibenden beiden Spielen gegen Waldkirchen sowie dem Saisonabschluss in Selb muss noch mindestens ein Sieg her. Mit der gleichen Leistung wie gegen Bad Aibling sollte dies aber möglich sein.