Freibeuter starten mit Heimderby in die RückrundeESV Buchloe empfängt Landsberg – zuvor Gastspiel in Pegnitz

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„Wir haben eine ordentliche Hinrunde gespielt, aber wir dürfen natürlich noch lange nicht die Füße hochlegen“, bilanzierte Trainer Topias Dollhofer nach dem Heimsieg am letzten Sonntag gegen Peißenberg die erste Hälfte der Saison. Und in der Tat ist die Tabelle in Bayerns höchster Spielklasse so eng wie schon lange nicht mehr. Denn nach der Hinrunde sind die Abstände zwischen den einzelnen Plätzen fast ausnahmslos hauchdünn. Dementsprechend hat sich hinter dem bislang souveränen Spitzenreiter Miesbach ein breitgefächertes Verfolgerfeld gebildet. Und mitten drin sind dabei auch die Buchloer Piraten, die nach den sechs Punkten vom vergangenen Wochenende derzeit auf Rang sechs stehen. Davor liegen allerdings mit nur zwei Zählern Vorsprung die zweitplatzierten Memminger gefolgt vom ESC Dorfen und den Teams aus Peißenberg und Landsberg, die allerdings bereits punktgleich mit dem ESV sind. Ein wenig trügt der Schein aber dennoch, da Platz acht (Moosburg) auch nur drei Punkte entfernt ist. Eine ganz knappe Kiste also zumal die erste Mannschaft, die derzeit auf Platz neun – und somit unter dem Strich liegt – auch ausgerechnet der Freitagsgegner Pegnitz ist. Momentan beträgt das Punktepolster auf die Oberfranken acht Zähler. Ein Sieg bei den Icedogs wäre für die Buchloer somit Gold, wert um den Abstand weiter auszubauen.

Ganz einfach wird dieses Unterfangen allerdings vermutlich nicht werden. Einerseits haben die Pegnitzer in den letzten Partien einen echten Lauf gestartet. Vier der letzten fünf Duelle konnte man gewinnen, nur gegen den Tabellenführer Miesbach setzte es eine 3:6 Niederlage. Andererseits steht auch hinter der personellen Lage durch die fast 270 Kilometer lange Anreise ein Fragezeichen. „Die Jungs arbeiten natürlich alle oder haben Uni, sodass wir schauen müssen, dass wir möglichst alle gesunden Spieler mit dabei haben“, meint auch Dollhofer. Und nicht zuletzt ist das offene Pegnitzer Stadion auf Grund der ungewohnten äußeren Bedingungen für so manches Team bereits zum Stolperstein geworden, da die Hausherren mit dieser Situation doch meist besser zurecht kommen als so mancher Gast. Ganz besonders aufpassen müssen die Buchloer außerdem auf Markus Schwindl und Aleksandrs Kercs, die beiden mit Abstand gefährlichsten Angreifer der Pegnitzer. Der mittlerweile 41-jährige Schwindl erlebt derzeit nämlich seinen zweiten Frühling und ist mit zwölf Tore und zwölf Assists bester Scorer. Ihm folgt der vor der Saison neu gekommene Lette Aleksandrs Kercs, der mit 17 Treffern ligaweit der zweitbeste Torjäger ist.

Mit Sicherheit gut besetzte Ränge dürfte es dann am Sonntag geben, wenn der Nachbar vom Lech in Buchloe zu Gast ist. Je nach Ausgangslage könnten die Buchloer die Landsberger sogar mit einem Sieg in der Tabelle überholen. Die Riverkings wurden vor der Saison, auf Grund von mehreren hochwertigen Neuzugängen, von vielen als ein Kandidat für die vorderen Plätze gesehen. Und nach einem kleinen Durchhänger haben sich die Blau-Weißen zuletzt auch wieder gefangen und erwartungsgemäß oben festgespielt. Mit dafür verantwortlich ist sicherlich auch der zweitligaerfahrene Neuzugang Daniel Menge, der im Sommer aus Kaufbeuren kam und immer besser in Fahrt zu kommen scheint. Und auch Ex-Pirat Sven Curmann ist derzeit in guter Verfassung. Nach elf Spielzeiten im ESV-Dress läuft der Abwehrmann heuer am Lech auf und traf vergangenes Wochenende gleich doppelt. Und auch die beiden Trainer haben schon einmal für die jeweils andere Seite gespielt. Riverking-Coach Andreas Zeck gehörte unter anderem 2008 zu den Buchloer Aufstiegshelden, während Piraten-Trainer Dollhofer 2009 als erster Spielertrainer beim damals neugegründeten HCL aktiv war. Nicht nur deswegen dürfte also für einen heißen Tanz vor stimmungsvoller Kulisse gesorgt sein.

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