Freibeuter bleiben erneut ohne PunkteZweite Niederlage am Wochenende

Freibeuter bleiben erneut ohne PunkteFreibeuter bleiben erneut ohne Punkte
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Aufopferungsvoll gekämpft und am Ende doch wieder verloren. So lässt sich der Auftritt des ESV Buchloe am Sonntag beim TEV Miesbach recht gut zusammenfassen. Denn nach der knappen 2:3 Niederlage am Freitag in Pegnitz unterlagen die Gennachstädter auch am Sonntag mit genau demselben Resultat. 2:3 (1:1, 0:2, 1:0) hieß es nach 60 spannenden und hart umkämpften Minuten, doch wie schon am Freitag belohnten sich die Buchloer nicht für ihre leidenschaftliche Leistung. „Kämpferisch kann ich unseren Jungs keinen Vorwurf machen, aber heute haben die Kleinigkeiten entschieden. Und genau diese Kleinigkeiten machen wir zur Zeit eben nicht ganz richtig“, meinte der verletzte Sven Curmann nach der Partie, der an diesem Abend den beruflich verhinderten ESV-Coach Norbert Zabel an der Bande vertrat.

Vom Start weg bekamen die 280 Zuschauer einen intensiven und temporeichen Schlagabtausch geboten. Und so dauerte es nicht einmal drei Minuten, ehe der erste Treffer fiel. Zum Leidwesen der Piraten erzielten diesen aber die Gastgeber, die durch Andreas Baumer – nach perfekter Vorarbeit von Tobias Sterba - somit früh in Front gingen. Doch wie so oft in dieser Saison zeigten sich die Buchloer durch den Rückschlag nicht wirklich geschockt und konterten die Führung des TEV umgehend wieder. Für die passende Antwort sorgte Mathias Strodel, der nur 28 Sekunden nach dem Rückstand den 1:1 Ausgleich herstellte. Auch danach blieb die Begegnung recht unterhaltsam, doch weitere Tore sollten bis zur ersten Pause nicht mehr folgen, wobei beide Kontrahenten durchaus ihre Möglichkeiten hatten. Daniel Huhn scheiterte allerdings freistehend vor TEV-Keeper Anian Geratsdorfer (7.). Auf der Gegenseite klärte ESV-Schlussmann Michael Bernthaler gut gegen Josef Kottmair, nachdem er zuvor bei einem Pfostenschuss von Stephan Stiebinger auch das nötige Glück auf seiner Seite hatte (13.).

Nach dem rassigen Auftaktdrittel hatten im zweiten Durchgang zunächst die Piraten die ersten beiden Chancen, doch sowohl Tobias Riefler als auch Christoph Heckelsmüller vergaben (22.). Effektiver zeigten sich da die Hausherren, die gleich die erste Gelegenheit zur neuerlichen Führung nutzten. Nachdem die Buchloer die Scheibe nicht aus der Gefahrenzone brachten, netzte Florian Feuerreiter zum 1:2 ein (24.). In der Folge wurden die Miesbacher nun zusehends druckvoller, auch weil sich der ESV mehrfach selbst durch Strafzeiten unnötig in Bedrängnis brachte. Und so rückte immer wieder der erneut sehr sicher wirkende Michael Bernthaler in den Mittelpunkt. Während er gegen Stephan Stiebingers Direktschuss noch reaktionsschnell zur Stelle war (34.), klingelte es kurz drauf doch im ESV-Gehäuse. Gerade als die Pirates nach einer Unterzahlsituation wieder komplett waren erhöhte Felix Feuerreiter auf 1:3 (35.). Da kurz vor dem zweiten Pausentee Tobias Kastenmeier noch eine riesen Chance liegen ließ, mussten die Buchloer mit einem zwei Tore Rückstand ins letzte Drittel gehen.

Dort aber gelang den Mannen um Kapitän Daniel Huhn direkt nach Wiederbeginn der Anschluss. Christopher Lerchner hatte mit einem satten Schuss im Powerplay auf 2:3 verkürzt (44.). Durch diesen Treffer war die Partie nun wieder völlig offen und es entwickelte sich fortan ein Ritt auf der Rasierklinge. Denn die Buchloer hatten mehrfach den Ausgleich auf dem Schläger, aber auch die Miesbacher verpassten ihrerseits mehrmals die mögliche Vorentscheidung, da sie immer wieder am starken Bernthaler oder an ihrer eigenen Ungenauigkeit im Abschluss scheiterten. Die beste Chance hatte dann jedoch Tobias Kastenmeier, der mit seinem Alleingang aber an Geratsdorfer verzweifelte (55.). Schlussendlich setzten die Piraten alles auf eine Karte und nahmen sogar den Torwart vom Eis. Doch wie schon am Freitag wollte der erlösende Ausgleich einfach nicht gelingen. Und so mussten die Rot-Weißen die zweite denkbar knappe Niederlage binnen kürzester Zeit hinnehmen und rutschen dadurch erst einmal auf Tabellenrang zwölf ab.

Am nächsten Wochenende müssen die Mannen von Norbert Zabel am Freitag zunächst nach Peißenberg reisen (19.30 Uhr), ehe am Sonntag dann ab 17 Uhr das große Derby gegen den HC Landsberg in der heimischen Sparkassenarena auf dem Programm steht.

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