Frauen technisch stark, Männer läuferisch stark: Spannendes Freiluft-Derby„Winter Classic“ in Planegg

Einen spannenden Kampf boten sich die Frauen vom Bundesligisten ESC Planegg und die Männer vom EC Planegg-Geisenbrunn. Im Bild von links: Michael Pisula, Sonja Pleyer und Stefan Matzke. (Foto: ESC Planegg)Einen spannenden Kampf boten sich die Frauen vom Bundesligisten ESC Planegg und die Männer vom EC Planegg-Geisenbrunn. Im Bild von links: Michael Pisula, Sonja Pleyer und Stefan Matzke. (Foto: ESC Planegg)
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Zufriedene Gesichter gab es nach dem zweiten Aufeinandertreffen beider Mannschaften unter Spielern und Zuschauern auf dem „Eiswunder Planegg“. Für das Freiluftspiel auf einer kleinen Eisfläche wurden einige Regeln geändert. Gespielt wurde mit einer Torfrau beziehungsweise einem sowie jeweils vier Vorderleuten. Die Eisfläche hatte keine Linien, somit gab es keine unerlaubten Weitschüsse. Anstelle von Strafzeiten wurden Penaltyschüsse zugesprochen.

Übrigens stand mit Corinna Lenz auch beim EC Planegg-Geisenbrunn eine Frau im Team. Den symbolischen Einwurf übernahm Planeggs 1. Bürgermeister Heinrich Hofmann, der zusammen mit mehreren Gemeinderäten beim Spiel zugegen war. Der Deutsche Eishockey-Bund war mit dem stellvertretenden Generalsekretär Robert Schütt vertreten.

Das Spiel entwickelte sich mehr und mehr zum Duell auf Augenhöhe mit läuferischer Überlegenheit der Männer gegen technische Überlegenheit der Frauen, was den Zuschauern einen interessanten Vergleich unterschiedlicher Eishockey-Philosophien ermöglichte. Eine Verlängerung sahen die 120 Zuschauer nicht, weil Philipp Hartl eine Sekunde vor Schluss zum 7:6 für die Männer erfolgreich war machte. Die Tore erzielten Kathrin Lehmann, Sonka Pleyer, Theresa Wagner, Kerstin Spielberger, Franziska Feldmeier und Celina Haider für die ESC-Frauen sowie Dominik Lenz (3), Philipp Hartl (2), Andreas Loibl und Thomas Günther für die EC-Männer.

„Ich hatte heute viel Spaß! Es ist immer schön unter freiem Himmel zu spielen, und ich glaube auch, dass die Zuschauer schönes Eishockey zu sehen bekommen haben. Die Männer hauen mit ihren Torschüssen schon manchmal ordentlich drauf, aber ich mag das“, sagte Dominique Quint, die Torhüterin des ESC Planegg.  

Marissa Redmond, Stürmerin des Frauen-Eishockey-Bundesligisten, erklärte: „Es war interessant, mal gegen eine Männermannschaft zu spielen. Sie sind in jedem Fall größer, ich würde sagen technisch nicht ganz so versiert, aber sie nutzen dafür ihre Größe. So war es ein Spiel Größe gegen technisches Können. Und es war sehr schön, statt wie sonst in Grafing diesmal in Planegg für den Heimatort unseres Teams zu spielen, sich der Planegger Bevölkerung zu zeigen und von ihr unterstützt zu werden.“

„Die Mädels waren gut vorbereitet. Ich glaube, dass sie mehr vorgehabt haben, und sie haben uns ziemlich im Griff gehabt. Technisch waren sie besser als wir, dem haben wir unsere Körpergröße entgegengesetzt. Die Veranstaltung repräsentiert Planegg genauso gut wie Geisenbrunn, und es ist ein tolles Spiel, welches jedes Jahr stattfinden und publik gemacht werden sollte“, sagte Sieg-Torschütze Philipp Hartl.

Corinna Lenz, die Verteidigerin im Männerteam des EC Planegg-Geisenbrunn sagte: „Die ESC-Spielerinnen sind ein eingespieltes Team gewesen, und sie haben alle zusammengearbeitet. Ich habe eine Zeitlang parallel bei den Frauen und Männern gespielt. Aber mit meinem Job ist es nicht vereinbar, so häufig wie die ESC-Spielerinnen zu trainieren. Hinzu kommt, dass ich in Germering wohne und dort spielen kann, was mir zeitlich entgegenkommt. Durch meine Brüder und die Mitspieler, mit denen ich groß geworden bin, bin ich immer beim EC dabeigeblieben und finde mich auch in der Mannschaft wieder.“

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