EVL vor dem nächsten Derby beim ESV BuchloeEV Lindau

EVL vor dem nächsten Derby beim ESV BuchloeEVL vor dem nächsten Derby beim ESV Buchloe
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So überschwänglich die Lindauer ihren 2:1 Sieg gegen Memmingen feierten, so schnell sind sie auch dazu übergegangen, sich auf diese nächste schwierige Aufgabe zu konzentrieren. „Die Mannschaft trainiert sehr seriös und ist auf das nächste Spiel fokussiert. Wir gehen unseren Weg konsequent weiter“, sagt Spielertrainer Martin Masak. Dies ist eine Strategie, mit der die Islanders bisher gut gefahren sind, zu viele ungewisse Faktoren lauern in der aktuellen Tabellensituation. Kleinigkeiten entscheiden aktuell die Spiele, gerade wenn der Sechste auf den Fünften trifft. Etwa Über- und Unterzahlspiel. Hier sind die Lindauer im Soll. Zwar ist das Powerplay nicht mehr so unwiderstehlich effektiv wie zu Saisonbeginn, mit 22 Prozent Erfolgsquote gehört man aber auch hier zu den Top Acht Teams. In Unterzahl dagegen haben sich die Lindauer gesteigert. 77 Prozent Quote lassen als Zehnter zwar immer noch Luft nach oben. Gemeinhin gilt aber die Formel, dass beide Zahlen zusammen 100 Prozent ergeben sollen und alles ist in Ordnung. An diesem Wert sind die Islanders sehr nah dran. Zum Vergleich: Buchloe kommt mit Powerplay (19%) und Unterzahl (82%) auf einen ähnlichen, knapp besseren Wert.

Die sogenannten Special Teams könnten auch heute einen Unterschied ausmachen, denn es treffen zwei der Abwehrstärksten Teams der Bayernliga aufeinander. Nur Sonthofen hat weniger Tore als der EVL kassiert, Buchloe kommt sofort dahinter. Die Gründe dafür sind schnell ausgemacht: Sie heißen hauptsächlich Varian Kirst und Stefan Horneber und stehen bei beiden Teams zwischen den Pfosten. Zwei herausragende Torhüter, die in ihren persönlichen Werten nur von Sonthofens Thomas Zellhuber übertroffen werden. Zwar lässt sich eine Prognose schwer treffen, da gerade Derbys losgelöst von solchen Zahlen eine Eigendynamik entwickeln. Dennoch sollte niemand über ein weiteres „Fußballresultat“ wie am Sonntag überrascht sein.

Dennoch haben beide Teams natürlich auch offensiv genug zu bieten. Der ESV Buchloe hat sich unter anderem auch deshalb in den letzten Wochen auf den sechsten Platz vorgearbeitet, weil die Zwillinge Marc und Patrick Weigant in glänzender Form sind. Patrick Weigant stieg wegen einer Verletzung später in die Saison ein, hat aber nun schon in 20 Spielen 19 Tore erzielt. Marc ist mit 35 Punkten (18 Tore) Topscorer der Pirates, gefolgt von Kapitän Daniel Huhn (29 Scorerpunkte). Eine große Stärke der Allgäuer ist auch ihr jugendlicher Elan. Die 22-jährigen Tobias Riefler, Michael Strobel und Andreas Morhardt (23) sind schon in jungen Jahren Leistungsträger. „Man sollte auch bedenken, dass Buchloe als einziger Verein ohne Ausländer spielt. Das zeigt wie stark hier das Teamwork ist“, sagt EVL- Team-Manager Sebastian Schwarzbart. Zudem hat der ESV in regulärer Spielzeit nur einmal zuhause verloren, könnte mit einem weiteren Sieg (das Hinspiel endete 3:2 nach Penaltyschießen für die Pirates) den direkten Vergleich für sich entscheiden und an den Islanders vorbeiziehen. Keine Frage, sowohl die Lindauer als auch Buchloe stehen vor einem Schlüsselspiel im Hinblick auf die Play-off-Qualifikation.


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