EVL verliert in Sonthofen nur knappEV Lindau

EVL verliert in Sonthofen nur knappEVL verliert in Sonthofen nur knapp
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Dabei musste der EVL personell erneut herbe Rückschläge erleiden. Spielertrainer Martin Masak, fehlte erkrankt, Michal Mlynek verletzt und Zdenek Cech musste noch ein zweites Spiel Sperre absitzen, nachdem die unberechtigte Spieldauer- Disziplinarstrafe aus dem Spiel gegen Peißenberg die dritte der Saison für ihn war. Eine Situation, die die Mannschaft offenbar weiter zusammenschweißte. Denn der diesmal allein verantwortliche Team- Manager war nach der Partie voll des Lobes. „Wir können erhobenen Hauptes nach Hause fahren, denn wir haben uns über die kompletten 60 Minuten super verkauft.“

Die Islanders waren etwas defensiver eingestellt und spielten diesen Part sehr diszipliniert, gestützt auf eine überragende Torwartleistung von Beppi Meyer. Basierend auf dieser Grundlage hielten die Lindauer vor 1096 Zuschauern dieses Derby ausgeglichen und begegneten dem Topfavoriten sogar auf Augenhöhe. Etwas unglücklich war, dass Sonthofens Führung durch Markus Vaitl in der 10. Minute fiel, als die Gäste gerade eine Strafe überstanden hatten und noch ihre Ordnung suchten. Noch im ersten Drittel kamen die Lindauer aber durch eine sehenswerte Einzelaktion von Sascha Paul zurück ins Spiel: Über Daniel Pfeiffer und Philip Haug kam die Scheibe an der Mittellinie zu Paul, der noch einen Gegenspieler versetzte, zum Tor zog und Sonthofens guten Keeper Thomas Zellhuber mit der Rückhand überwand.

Allein schon von der individuellen Qualität der Einzelspieler her, war logisch, dass die Bulls im Lauf des Spieles mehr Druck ausüben konnten. Häufig biss sich der Ligafavorit aber die Zähne an der starken Defensive der Islanders aus. So dauerte es auch bis zur 31. Minute, ehe die Oberallgäuer eine Überzahlchance durch Janne Kujala nutzen konnten. Wer gedacht hatte, damit würde das Spiel endgültig zu Gunsten des ERC kippen, sah sich getäuscht. „Wir haben unsere Linie durchgezogen und weitergekämpft. Dafür sind wir fast belohnt worden. Zweimal hatten die Islanders noch den Ausgleich auf dem Schläger. So scheiterte Michael Wellenberger mit einem Schlagschuss am Fanghandreflex von Thomas Zelhuber, Marco Miller traf aus spitzem Winkel sogar noch das Lattenkreuz.

Bis ins letzte Drittel blieben die Islanders am Gegner dran und machten Sonthofen das Leben schwer. Sie machten nicht den Fehler, zu sehr aufzumachen. Dennoch gerieten sie in der 46. Minute weiter in Rückstand. Ryan Martens hatte die Scheibe nach einem Zuordnungsfehler des EVL zum Tor gebracht, wo sie unhaltbar, weil verdeckt für Meyer nicht zu sehen, zum 3:1 einschlug. Danach versuchten die Lindauer alles, um ins Spiel zurück zu kommen, hatten dabei aber wenig Fortune. Etwa, als Timo Krohnfoth die Scheibe in Überzahl gefährlich abfälschte, der Puck aber am Tor vorbei ging. Sonthofen verwaltete seine Führung dann auch souverän und sicherte sich hart erarbeitete drei Punkte. Die Islanders nahmen dafür ein Stück Zuversicht für das Rück-Derby am Sonntag mit an den Bodensee.

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