EVL verliert in PeißenbergEV Lindau

EVL verliert in PeißenbergEVL verliert in Peißenberg
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Im Vergleich zum ersten Spiel gegen den selben Gegner am Freitag erwischten die Lindauer den besseren Start – obwohl Spielertrainer Martin Masak einiges umstellen musste. Angesichts der Ausfälle von Nikolas Oppenberger, Daniel Pfeiffer und Andre Martini lief Masak selbst als Stürmer auf und ließ den lange verletzten Stefan Wissenbach von Anfang verteidigen. Dazu gab im Lindauer Tor Beppi Mayer sein Debüt für die Islanders. „Varian Kirst hatte im Samstagstraining wieder Beschwerden an der Leiste, gleichzeitig hat Beppi diese Woche überzeugt. So war es dann eine Bauchentscheidung ihn von Anfang an hineinzuwerfen“, sagte Masak. Mayer war die fehlende Spielpraxis kaum anzumerken, er war im Gegenteil ein großer Rückhalt für den EVL. „Bei fünf gegen fünf habe ich Vorteile bei uns gesehen“, sagte Team-Manager Sebastian Schwarzbart über den Spielverlauf. So lagen die Lindauer auch folgerichtig nach den ersten 20 Minuten in Führung.

Schon nach fünf Minuten hatte Philipp Haug von der blauen Linie aus mit einem verdeckten Schuss das 0:1 besorgt. 392 Zuschauer sahen ein Spiel zweier gleichwertiger Teams, in dem es die Islanders versäumten, nachzulegen. Ähnlich war es auch im zweiten Durchgang. Die „Eishackler“ kamen zwar nach 25 Minuten durch Florian Barth zum Ausgleich, danach zeigte sich der EVL speziell bei einer fünfminütigen Überzahl im Anschluss zu wenig abschlussstark. Peißenbergs Matthias Müller hatte in der neutralen Zone EVL- Verteidiger Stefan Wissenbach mit einem Kniecheck niedergestreckt. Für Wissenbach, eben erst von einer Knieverletzung genesen, war das Spiel zuende, ihm droht erneut ein längerer Ausfall. „Dazu haben wir den einen oder anderen gesundheitlich angeschlagenen Spieler, dem die letzte Kraft fehlt. Das merkt man dann irgendwann“, sagte Schwarzbart. Einer davon, Patrick Prell, musste grippegeschwächt nach einer halben Stunde ebenfalls aufgeben, so dass die Islanders danach mit nur noch vier Verteidigern weiterspielten. Dennoch gingen sie erneut in Führung, da sie dann doch ein Powerplay nutzten: Wieder war es ein Fernschuss, diesmal von Lubos Sekula, der genau traf. Ein weiteres EVL- Tor verhinderte das Lattenkreuz bei einem Schuss von Bernhard Leiprecht. Das dritte Tor hätten die Islanders diesmal dringend gebraucht, um zu punkten. So waren es die Gastgeber, die 57 Sekunden vor Ende des Drittels ein Powerplay durch den starken Daniel Lenz zum Ausgleich nutzten. „Natürlich ein blöder Zeitpunkt. Aber wir müssen uns auch über uns selbst ärgern, dass wir nicht mehr aus unseren Möglichkeiten gemacht haben“, sagte Masak.

Die Vorentscheidung fiel aus einem Konter der Gastgeber, die im letzten Drittel mehr zuzusetzen hatten. Wieder war es Lenz, der mit einem platzierten Schuss in die kurze Ecke eine Zwei gegen Eins Situation in der 46. Minute zur erstmaligen Führung der Oberbayern nutzte. Danach waren die Lindauer um den Ausgleich bemüht, aber es fehlte eben das letzte Quäntchen im Abschluss. Zudem schwächten sich die Lindauer selbst. „Einerseits waren wir verständlicherweise einen Schritt zu spät, weil die Kräfte ausgingen, andererseits ist eine Strafe in der gegnerischen Zone immer absolut unnötig“, sagte Schwarzbart. Diese brachte Peißenberg neun Minuten vor Schluss in Überzahl, daraus entstand das 4:2 durch Barth. Auch die Gelegenheit, den Torhüter in der Schlussphase herauszunehmen, um noch zu Toren zu kommen, verstrich angesichts einer weiteren Strafe. Auch diese nutzten die Hausherren zu ihrem dritten Überzahltreffer und entschieden das Spiel in der Schlussminute endgültig mit dem abgefälschten 5:2 von Martin Hinterstocker. So blieb es bei den nur zwei Punkten für die Islanders an diesem Wochenende, bei denen jetzt in dieser Woche laut  Schwarzbart vor allem zwei Dinge im Vordergrund stehen: „Regeneration und gesund werden. Denn das kommende Wochenende wird schwer.“

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