EVL verkauft sich trotz Niederlage in Sonthofen gutEV Lindau

EVL verkauft sich trotz Niederlage in Sonthofen gutEVL verkauft sich trotz Niederlage in Sonthofen gut
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Vor der stimmungsvollen Kulisse von 1600 Zuschauern drückten die Gastgeber vom ersten Bully an auf das Tempo. Deutlich war zu sehen, dass der Oberliga-Aspirant sich für die Hinspiel Niederlage revanchieren wollte und die Aufgabe hochmotiviert anging. „Wir sind trotzdem aber gut ins Spiel gekommen und konnten mithalten“, wertete Team-Manager Sebastian Schwarzbart den Auftritt der Islanders. Ebenso wie die offensivstarken Allgäuer hatten die Lindauer ihre Chancen. Einmal mehr sorgte die Reihe um den starken Ex-Sonthofener Zdenek Cech für Torgefahr. Sie konnte die Nationaltorhüterin Jennifer Harß im ERC-Kasten aber ebensowenig überwinden, wie Timo Krohnfoth, der mit einem Alleingang scheiterte. Auf der anderen Seite wurde der Druck des ERC immer dann riesig, wenn die Hausherren in Überzahl agierten. Fast zwangsläufig fiel der einzige Treffer im ersten Durchgang im Powerplay. Sonthofen schaffte es immer wieder, den schussgewaltigen Neuzugang Nicholas Wong an der blauen Linie freizuspielen. In der 15. Minute konnten die Islanders dies nicht mehr verteidigen – Ron Newhook verwertete den Abpraller zum 1:0.

Mit der Führung im Rücken kontrollierte der Tabellenzweite fortan das Geschehen. Die Lindauer taten sich schwer, weitere Chancen zu kreieren. Gleichzeitig hatten sie selbst Pech und legten dem Gegner den zweiten Treffer auf. Varian Kirst hatte sein Tor verlassen und die Scheibe in die Rundung gespielt, als Verteidiger Philip Haug im Zweikampf mit einem Gegenspieler ins Straucheln kam und ausgerechnet in Kirst hineinrutschte. Sonthofens Marc Sill reagierte am Schnellsten und passte die Scheibe vor das leere Tor, in das erneut Newhook mühelos zum 2:0 einschieben konnte. „Kein Vorwurf an meine Spieler. Das war eine unglückliche Situation. So etwas kann passieren“, sagte Spielertrainer Martin Masak. Seine Mannschaft gab sich danach weiter nicht auf und hielt dagegen, zum Anschlusstreffer reichte es allerdings nicht.

Auch im Schlussabschnitt ging das erste Tor an die Bulls. Nach 46 Minuten machte Michael Grimm die Hoffnungen des EVL auf eine erneute Überraschung mit dem 3:0 zunichte. „Danach haben wir die Ordnung verloren und zu viel zugelassen“, sagte Masak. Die Folge war ein vierter Gegentreffer, den Pavel Vit acht Minuten vor Schluss in Überzahl erzielte. „Aber wir haben uns dann wieder gewehrt und nicht abschlachten lassen.“ Dafür wurden die Islanders in der 56. Minute mit dem Ehrentreffer belohnt. Bernhard Leiprecht beendete die torlose Zeit nach einer schönen Kombination über Michal Mlynek und Zdenek Cech zum 4:1, das die Kräfteverhältnisse an diesem Abend korrekt wiedergab. Die Islanders wussten allerdings schon vorher, dass sie ihre Punkte gegen andere Teams werden holen müssen.

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