EVL punktet gegen Buchloe wieder in letzter MinuteEV Lindau

EVL punktet gegen Buchloe wieder in letzter MinuteEVL punktet gegen Buchloe wieder in letzter Minute
Lesedauer: ca. 2 Minuten

595 Zuschauer sahen von Anfang an ein schnelles und intensives Spiel, in dem die Gastgeber leichte Vorteile und die besseren Chancen hatten, zumal sie wesentlich häufiger zum Abschluss kamen. Bester Buchloer war Torhüter Stefan Horneber, der mit einigen Glanztaten eine Führung des EVL verhinderte. Michal Mlynek, der von den Fans zum Spieler des Monats Oktober gewählt wurde und dafür ausgezeichnet wurde, hatte die größte Lindauer Chance, als er mit einem Break an Horneber scheiterte. „Wenn wir diese Möglichkeiten im ersten Drittel gleich nutzen, geht sicher manches einfacher“, sagte Team-Manager Sebastian Schwarzbart. So wurde es ein Spiel in dem der Gegner erwartet stark auf Augenhöhe agierte und auch selbst zu gefährlichen Situationen kam. Die Lindauer Defensive, in der aufgrund der Personalnot Pavel Mojtek sich in den Dienst der Mannschaft stellte und als Verteidiger auflief, musste jedenfalls immer auf der Hut sein.

Weil beide Torhüter auch bei den trotzdem vorkommenden Alleingängen ihre Klasse zeigten – Varian Kirst rettete zunächst gegen Marc Weigant, während Marco Miller auf der anderen Seite an Horneber scheiterte – blieb die Partie lange Zeit torlos. Und als die Scheibe einmal über der Linie des Lindauer Tores war, erkannte das Schiedsrichtergespann korrekt auf Schlittschuhtor.

Letztlich war es dann ein Überzahltreffer, der spät im zweiten Drittel den Bann brach. Bernhard Leiprechts Schuss von der blauen Linie wurde abgefälscht, und prallte vor dem Tor vor den Schläger des einschussbereiten Zdenek Cech, der zum zehnten Mal in dieser Saison traf. Diese Führung nach 37 Minuten war aber alles andere als eine Vorentscheidung. Der ESV kam stark aus der Kabine, die Partie nahm im Schlussabschnitt noch einmal an Dramatik zu. „Leider haben wir in dieser Phase einen entscheidenden Fehler gemacht, der in dieser Liga bestraft wird“, sagte Spielertrainer Martin Masak, der ebenso wie Manuel Merk wegen einer Sperre nicht aktiv auf dem Eis ins Geschehen eingreifen konnte. Den Scheibenverlust des EVL nutzten die Pirates zu einem Konter.

Kirst konnte Patrick Weigants Schuss zunächst noch abwehren, aber Moritz Lieb brachte den Abpraller dann doch im Lindauer Tor unter (45.). Durch diesen Treffer bekamen die Gäste Oberwasser und nutzten auch sofort den personellen Vorteil eines Überzahlspiels. Nur drei Minuten nach dem Ausgleich drehte Sven Curmann die Partie mit seinem seitlich verdeckten Schuss zum 1:2. In der spannenden Schlussphase war dann noch einmal alles möglich. Die Islanders erhöhten die Schlagzahl und berannten das Buchloer Tor, während der ESV die Räume zu Kontern nutzte. Hätte Marc Weigant zwei Minuten vor dem Ende freistehend vor Kirst die Nerven behalten, wären die Islanders erstmals seit dem ersten Spieltag ohne Punkt geblieben. So gab es noch einmal die Möglichkeit für den EVL bei vier gegen vier auf dem Eis den Torhüter durch einen weiteren Feldspieler zu ersetzen. Ein Risiko, das sich auszahlte: 75 Sekunden vor Schluss erzielte Marco Miller mit einem satten Handgelenkschuss sein erstes Bayernliga- Tor und rettete den Islanders einen Punkt. In der letzten Minute war sogar noch einmal der Siegtreffer möglich, was erneut Horneber verhinderte. Der Torhüter der Allgäuer wurde dann auch im Penaltyschießen zur zentralen Figur und war nur durch Cech zu überwinden, während auf der anderen Seite Strodel und Westerkamp trafen und damit den Zusatzpunkt ins Allgäu entführten. Dennoch war man im Lindauer Lager froh, nicht punktlos geblieben zu sein.