EVL landet wichtigen Derbysieg in BuchloeEV Lindau

EVL landet wichtigen Derbysieg in BuchloeEVL landet wichtigen Derbysieg in Buchloe
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Glückwünsche wollte Spielertrainer Martin Masak aber nur für das Spiel entgegen nehmen. „Das war eine Superleistung der ganzen Mannschaft. Trotzdem müssen wir weiter von Spiel zu Spiel gehen.  Wir sind noch nicht durch.“ Warum sah man in Buchloe besonders im ersten Durchgang, als die Gastgeber viel Tempo und Druck machten und die Lindauer Abwehr häufig beschäftigten. Zwar hatten auch die Islanders ihre Möglichkeiten – die beste nach 14 Minuten nach einem Solo von Marco Miller, der an ESV Keeper Stefan Horneber scheiterte. Weitaus häufiger musste aber Varian Kirst eingreifen. Die größte Tat vollbrachte er vier Minuten vor der Pause, als er Schuss und Nachschuss des freistehenden Christian Warkus abwehrte. Wenig später blieb er auch gegen Tobias Riefler Sieger. Weil die Torhüter und auch die Abwehrreihen ihre aktuell gute Form bestätigten, war das 0:0 nach 20 Minuten also keine Überraschung. „Allerdings waren wir mit der Laufbereitschaft und dem Zug zum Tor nicht zufrieden. Das haben wir angemahnt“, sagte Team-Manager Sebastian Schwarzbart.

Dies setze die Mannschaft sofort um. Und zwar gründlich. Der Führungstreffer für die Islanders in der 24. Minute war ein Musterbeispiel dafür, wie man sich Tore in engen Spielen erarbeiten muss. Die dritte Reihe der Islanders mit Marco Miller, Sascha Paul und André Martini setzte sich mit großem Einsatz im gegnerischen Drittel fest, brachte den Puck zum Tor und zwang die Scheibe förmlich zum 1:0 ins Tor. Martini durfte sich vor der Lindauer Fankurve als Torschütze feiern lassen. Die knapp 100 Lindauer unter den 551 Zuschauern sahen in einem intensiven, aber fairen Derby danach einen abgezockt agierenden EVL der erst nach einer halben Stunde wieder in Gefahr geriet, als Buchloes Kapitän Daniel Huhn aus aussichtsreicher Position verpasste. Die Pirates hatten den Druck erhöht und drängten in Überzahl auf den Ausgleich, den Gästen gelang aber der Befreiungsschlag. Lubos Sekula erkämpfte sich die Scheibe und passte auf Michal Mlynek, der auf und davon zog und Horneber mit einem Schuss unter die Latte keine Chance ließ. Von diesem. Unterzahltor in der 33. Minute erholte sich die Gastgeber nicht mehr. Zumal sie wenig später auch noch Stürmer Andreas Morhardt verloren, der nach einem Check gegen den Kopf von Bernhard Leiprecht zurecht eine Spieldauer- Disziplinarstrafe erhielt. Die Islanders nutzten die Situation noch im zweiten Drittel aus. Bei vier gegen drei zog Philip Haug von der blauen Linie ab und traf 27 Sekunden vor der Pause zum 3:0 in den Winkel. „Für ihn hat es mich besonders gefreut, dass er sich für seine Leistung so belohnt hat. Es ist unfassbar, was er in der Defensive alles abräumt und wie viele Angriffe des Gegners bei ihm enden. Das wird leider nicht so sehr von der Öffentlichkeit wahrgenommen wie ein Tor - ist aber genau so wichtig“, sagte EVL- Vorsitzender Marc Hindelang.

Ohnehin lag der Schlüssel für den Erfolg der Islanders in der konsequenten und disziplinierten Defensivarbeit. „Wenn da nicht alle mitmachen, spielt man gerade auswärts nicht zu Null“, sagte Masak. Dazu spielten alle drei. Blöcke auf demselben Niveau. Diese Intensität machte gegenüber Buchloe den Unterschied letztlich aus. Je länger die Partie dauerte, desto souveräner beherrschten die Lindauer Spiel und Gegner. Bernhard Leiprechts Hammer von der blauen Linie in den Winkel nur 58 Sekunden nach Wiederbeginn – das 100. Saisontor der Islanders – sorgte für noch klarere Verhältnisse. Den Rest spielten die Gäste souverän herunter und schafften es diesmal, die gute Abwehrarbeit bis zum Schluss durchzuziehen, so dass Varian Kirst ein verdientes Zu-Null-Spiel bekam.


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