EVL auswärts beim TabellenviertenEV Lindau

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Ein guter Grund für die Lindauer, weiterhin nur auf sich selbst zu schauen – und das von Spieltag zu Spieltag, vor allem solange der Platz unter den ersten Acht auch rechnerisch noch nicht gesichert ist. „Bis Platz zehn hinunter kann uns jedes Team nach Punkten noch überholen. Da ist uns ziemlich egal, wie viele Zähler in der Vergangenheit gereicht haben. Die Gegenwart zählt“, sagt Vorsitzender Marc Hindelang. Drei Teams können noch auf 57 Punkte kommen, eines sogar auf 60, eines auf 54 – alles mehr als die aktuell 52 Punkte der Islanders, die mit einem weiteren Sieg aber einen Riesenschritt machen würden.

In Waldkraiburg wird dieser dem EVL allerdings schwer fallen. Der EHC spielt eine außerordentlich gute Saison und hat zuletzt auch personell dezimiert gepunktet. „Sie haben aufgrund ihrer  finanziellen Möglichkeiten heuer sehr viel Qualität verpflichtet. Das sieht man in jedem Spiel“, sagt EVL- Teammanager Sebastian Schwarzbart, der seine Mannschaft gerade auswärts beim Vierten nicht gerade in der Favoritenrolle sieht.

Die Löwen haben offensiv wie defensiv jeweils die drittbeste Ausbeute der Liga und erst vier Partien in regulärer Spielzeit verloren. Eine davon im Hinspiel in Lindau, als der EVL Mitte November mit 4:1 gewann. „Trotz der Siege gegen Sonthofen und Memmingen war das unsere beste Saisonleistung“, sagt Schwarzbart. „Da hat bei uns alles gestimmt gegen den EHC, der damals in Topform zu uns gekommen ist.“ Was die Aufgabe umgekehrt schwieriger macht. Die Oberbayern werden das Ergebnis gerade rücken wollen und wissen auch genau, dass bei einer weiteren Niederlage nicht nur Platz Vier, sondern auch der direkte Vergleich gegenüber dem EVL weg ist.

Obwohl beim EHC Ergebnisse und Leistungen stimmen, haben die Waldkraiburger personell noch einmal nachgelegt. Für heute ist der Einsatz eines noch nicht bekannten Neuzugangs angekündigt worden. Es wäre der zweite in kurzer Zeit, nachdem der langjährige Trostberger Torjäger Martin Hagemeister am vergangenen Wochenende erstmals zum Einsatz kam – und auch schon traf. In der Landesliga kam der 35jährige auf den Durchschnitt von einem Tor pro Spiel, ist also ein klassischer Knipser. Das bedeutet auch eine weitere Entlastung für die stärksten Stürmer des EHC wie Bayernliga-Topscorer Lukas Miculka (60 Scorerpunkte, 21 Tore) und den an Acht geführten Max Kaltenhauser (47 Punkte, 16 Tore). „Man kann hier noch einige Spieler mehr aufzählen. Das ist eine sehr ausgeglichen und gut besetzte Mannschaft, gegen die vor allem in der Defensive wieder alle mitarbeiten müssen“, fordert EVL- Spielertrainer Martin Masak. Hier haben die Islanders in den vergangenen Spielen gezeigt, dass sie wissen, welche Art Eishockey in dieser Phase der Saison gefragt ist: Defensiv kompakt und offensiv schnörkellos. So gewannen die Lindauer drei Spiele in Folge bei nur drei Gegentreffern. Wenn sie diese Disziplin beibehalten, könnten sie schon an diesem Wochenende, an dem noch das Heimspiel gegen Haßfurt auf dem Programm steht, einen weiteren entscheidenden Schritt machen.


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