EVF mit drei Punkten am Wochenende weiter im SollVier Füssener Siege in sechs Spielen

(Foto: EV Füssen)(Foto: EV Füssen)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Buchloe begann die Partie sehr druckvoll, und Füssens Torhüter Andi Jorde musste bereits in der Anfangsphase einen Big Save mit der Fanghand auspacken. Nach dem anschließenden Bully fiel im Nachschuss aber doch das 0:1. Konnten die Gäste zunächst fast noch ein zweites Tor nachlegen, musste die Partie nach fünf Minuten unterbrochen werden, da ESV-Verteidiger Maximilian Dropmann den Puck ins Gesicht bekam und verletzt ausscheiden musste. An dieser Stelle gute Besserung. Danach kam der EVF besser in die Partie und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit großen Möglichkeiten auf beiden Seiten. Nach einem schnellen Angriff traf Marvin Schmid schließlich zum Ausgleich.

Im zweiten Drittel mehrten sich die Chancen für die Lechstädter, doch Newhook, Besl, Schorer und Keller scheiterten knapp. Die Pirates blieben dabei aber ebenfalls stets gefährlich. Nach schöner Zuarbeit gelang Veit Holzmann kurz vor Ende des Abschnitts die mittlerweile verdiente EVF-Führung, die Zahora in der letzten Sekunde beinahe wieder egalisiert hätte.

Als in der 45. Minute durch einen abgefälschten Schuss der dritte Füssener Treffer fiel, war das bereits eine Vorentscheidung, denn die Gäste konnten nicht mehr den großen Druck aufbauen, daran änderte auch eine Auszeit nichts. Die größte Möglichkeit kam in der 55. Minute bei einem Unterzahlbreak, aber der starke Jorde im EVF-Tor war nicht mehr zu bezwingen. Am Ende siegte Füssen in einem spannenden und sehr fairen Spiel knapp aber verdient, die Gäste bestätigten dennoch ihre gute Form und dass mit ihnen in dieser Spielzeit zu rechnen sein wird.

Mit einer deutlichen 2:6 (1:3, 1:3, 0:0)-Niederlage im Gepäck musste der EV Füssen die Heimreise aus Dorfen antreten. Der Tabellendritte war über die gesamte Spielzeit die überlegene Mannschaft, dem die Füssener nur phasenweise zusetzen konnten.

Dass es keine leichte Auswärtsaufgabe werden würde, war von vornherein klar. Der ESC war im Vorjahr Vierter der Bayernliga, und scheiterte erst im Viertelfinale am Oberligisten Waldkraiburg. Zudem überraschten die Eispiraten vor der Saison, weil sie sich neben ihrem tschechischen Stürmerstar Lukas Miculka mit dem US-Amerikaner Trevor Hills noch einen weiteren Kontingentspieler aus der NCAA III holen konnten. Beim EVF fehlten neben Nikolas Oppenberger diesmal auch die DNL2-Spieler, welche sich mit zwei Auswärtssiegen in Weißwasser die sportliche Qualifikation für die DNL sicherten, gesonderter Bericht folgt. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch.

Trotz des starken Gegners und der personellen Widrigkeiten war das, was der EVF mit den neu formierten drei Blöcken bot, aber von Anfang an zu wenig. Zu sorglos in der Defensive und ungenau im Kombinationsspiel lag man schon nach elf Spielminuten mit 0:3 hinten. Bis dahin hatte lediglich Veit Holzmann eine EVF-Chance. Der Wechsel von Benedikt Hötzinger auf Andreas Jorde brachte kurzfristig mehr Stabilität, vor allem weil er sich mit einigen Glanzparaden auszeichnen konnte, der EVF aber auch eine seiner wenigen Chancen zum ersten eigenen Treffer nutzte.

Der zweite Abschnitt begann dann wieder denkbar schlecht. Zu weit aufgerückte Verteidigung, nach 54 Sekunden der vierte gegnerische Treffer. Bezeichnend für das Spiel die erste Füssener Unterzahl. Bei einem aussichtsreichen Konter wurde ein schlampiger Pass gespielt, im Gegenzug fiel der fünfte Treffer. Auch beim sechsten Tor wurde dem Gegner der Abschluss viel zu leicht gemacht, gespielt waren gerade einmal knapp 29 Minuten, es drohte ein Schützenfest. Für die Moral des EVF spricht, dass man sich danach nochmals aufrappelte, und nach dem zweiten Treffer die beste Phase des gesamten Spiels hatte. Dorfen schwamm nun gehörig, und mit etwas Glück wären weitere Tore möglich gewesen. Allerdings bei einem Break auch der siebte Treffer der Gastgeber.

So ging es aber mit 6:2 in den letzten Abschnitt, und hier hatten beide Teams gleich eine Großchance. Danach war der Druck auf beiden Seiten raus, zwar gab es durchaus Möglichkeiten, aber beide Torhüter ließen sich nicht mehr bezwingen.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!