EV Füssen setzt erneut ein Ausrufezeichen6:3 gegen den Höchstadter EC

(Foto: EV Füssen)(Foto: EV Füssen)
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Vor fast 1000 Zuschauern spielten die Füssener erstmals in ihren neuen Retro-Trikots, wurden von den favorisierten Gästen aber erst mal kalt erwischt. Nach nur 47 Sekunden nutzten die Alligators einen Abwehrfehler zum 0:1 durch Michal Petrak. Im Gegenzug hatte Marc Besl gleich die große Ausgleichschance. Mit dem nächsten Angriff setzte Ales Kreuzer aber die Scheibe zum 0:2 ins Netz, gespielt waren noch keine zwei Minuten.

Ein Überzahlspiel für den EVF war nach nur sechs Sekunden schon wieder beendet, auch Nadeau musste auf die Strafbank. Doch beim Spiel 4 gegen 4 schlug Nikolas Oppenberger zum Anschluss zu. Nach einer weiteren Strafe gegen die Gäste hieß es 4 gegen 3, und diesen Platz nutzte Lubos Velebny, indem er bestens angespielt die Scheibe zum Ausgleich in die Maschen hämmerte. Höchstadt war nun sichtlich überrascht, und zog gegen die schnellen Füssener weitere Strafen. Kavanagh und Holzmann scheiterten, auf der Gegenseite verfehlte Kreuzer nur knapp. Es war wieder im Powerplay, als Ron Newhook einen Abpraller zum 3:2 verwertete, die Halle kochte, das Spiel war gedreht. Im Anschluss vergaben Nadeau und Holzmann zwei weitere Hochkaräter

Im zweiten Drittel probierten die Gäste alles, Leidtragender war Oppenberger, der nach einer Beschwerde selbst für zehn Minuten auf die Strafbank musste. Füssen zeigte sich mit seinen vier Reihen läuferisch überlegen, während der HEC mehr mit Einzelaktionen glänzte. Nach einigen starken Wechseln der Schwarz-Gelben war es dann erneut ein Powerplay, in welchem Eric Nadeau seine Routine zum 4:2 ausspielte. Höchstadt hatte aber auch einen Überzahltreffer auf Lager, in der letzten Minute des Abschnitts markierte Ales Kreuzer den Anschluss.

Das Schlussdrittel versprach somit Spannung pur. Die Alligators warfen zunächst alles nach vorne, hatten bei einem Pfostentreffer von Kreuzer sowie einem vergebenen Konter von A. Lenk Pech. Nach der Hälfte des Abschnitts war aber der große Offensivsturm vorbei, Füssen verwaltete sehr geschickt, hatte durch Schmid sogar eine große Möglichkeit. Diese kam für Höchstadt dann auch noch, als fünf Minuten vor Spielende innerhalb weniger Sekunden Simon und Velebny auf die Strafbank geschickt wurden. Mit großem Einsatz und Leidenschaft sowie einer Großtat von Andi Jorde wurde diese brenzlige Situation aber überstanden, und als die Mittelfranken ihren Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis nahmen, traf Sean Kavanagh zum entscheidenden 5:3. Achtzehn Sekunden später stellte Fabian Platzer bei einem Konter den Endstand in dieser hart umkämpften Partie her.

Spielertrainer Daniel Jun (Höchstadt): „Schon vor sechs Wochen haben wir hier verloren, das war kein Zufall. Man sieht bei Füssen eine Entwicklung, sie spielen zudem mit viel Einsatz und Leidenschaft. Wir hatten eigentlich einen Traumstart für ein Auswärtsspiel und nach einer langen Busfahrt, waren dann aber zu undiszipliniert. Der Anschlusstreffer Ende des zweiten Drittels hat uns im Spiel gehalten, am Ende war die vergebene doppelte Überzahl entscheidend, wenn man so eine Chance nicht nutzt, wird man im Eishockey immer bestraft. Ich bin heute insgesamt nicht unzufrieden, wir müssen jetzt weiter hart arbeiten.“

Trainer Thomas Zellhuber (EVF): „Vielleicht sind die zwei Tore für Höchstadt zu schnell gefallen, das ist manchmal gar nicht so gut. Wir konnten das Momentum dann wieder auf unsere Seite zurück holen. Für mich war heute unsere läuferische Klasse entscheidend. Höchstadt hat zwei sehr starke Reihen, die mussten wir beschäftigen. Das 4:3 fiel für uns unglücklich, das hätte nochmals ein Knackpunkt werden können. Am Ende hatte Andi Jorde einen Megasave bei der doppelten Unterzahl. Jetzt kommen für uns erst die ganz wichtigen Spiele. Gegen Geretsried und Peißenberg müssen wir Gas geben, da sahen wir in der Hauptrunde nicht so gut aus.“

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