EV Füssen schlägt den EHC KlosterseeDeutliche Niederlage beim EC Bad Kissingen

(Foto: EV Füssen)(Foto: EV Füssen)
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Nach verhaltenem Beginn überstand der EVF die erste Strafzeit unbeschadet, ehe Samuel Payeur die erste Möglichkeit gleich zur Führung verwandelte. Die Freude im heimischen Lager währte darüber aber nicht lange. Eine halbe Minute später Strafzeit gegen Füssen, und nur 14 Sekunden später nutzte Grafing das Powerplay bereits zum Ausgleich. In der Folge hatte der EVF ein Chancenplus, versäumte es in dieser Phase aber, erneut in Führung zu gehen,

Im zweiten Abschnitt ging es weiter Richtung Gäste-Tor, doch vor allem in Überzahl ließ das Team um Kapitän Eric Nadeau nach wie vor viele gute Möglichkeiten liegen. Erst Tyler Wood brach im Powerplay den Bann und erhöhte auf 2:1. Danach lag mehrmals der dritte Treffer in der Luft, am Ende machte aber auch Grafing nochmals Druck und drängte auf das zweite Tor.

Mit der knappen Führung ging es in das letzte Drittel. Hier kam der EVF schnell in Unterzahl, doch ausgerechnet hier gelang Tobias Meier mit einem Shorthander das 3:1. Die Strafzeit sollte aber auch noch negative Folgen haben, denn drei Sekunden nach Ablauf traf Klostersee zum Anschluss, der fünfte Füssener Spieler konnte nicht mehr eingreifen. Die Antwort hatte nur 34 Sekunden später Markus Vaitl parat, der mit dem schönsten Tor des Tages den Zwei-Tore-Abstand wieder herstellte. Der EVF spielte darauf hin sehr kontrolliert, trotzdem kam der Gegner durch vereinzelte Abwehrfehler noch zu Torchancen, die Maxi Meier allesamt vereitelte. In der Offensive war das Heimteam aber auch mehrmals am fünften Treffer dran, diesen erzielte schließlich Vincent Wiedemann in der Schlussminute, nachdem der EHC seinen Torhüter vom Eis genommen hatte.

Nach vier Siegen in Folge gegen den EC Bad Kissingen setzte es für den EVF erstmals eine Niederlage gegen die Wölfe. Dass diese mit 2:7 recht empfindlich ausfiel, war dem völlig verschlafenen Anfangsdrittel geschuldet. 0:5 stand es da bereits, und die Partie war eigentlich gelaufen. Im zweiten Abschnitt kam dann im Tor Benedikt Hötzinger für Maximilian Meier, dem man keinen Vorwurf machen kann, und dieses Drittel entschied der EVF durch Tore von Maximilian Dropmann und Marc Besl verdient für sich, bei zwei Stangentreffern wäre sogar noch mehr drin gewesen. Im letzten Abschnitt nutzte Bad Kissingen die Angriffsbemühungen der Füssener und den sich bietenden Platz zum sechsten Treffer, der siebte fiel in der Schlussphase ins leere Tor, nachdem man beim EVF nochmals alles auf eine Karte gesetzt hatte.

EVF-Trainer Andreas Becherer: „Wenn man zwei Drittel lang gut spielt hat man sich normalerweise einen Punkt verdient, aber heute nach dem ersten Abschnitt nicht. 0:5 ist auswärts ein ganz weiter Weg. Das Positive, was ich heute herausheben kann, ist, dass wir nicht aufgesteckt haben. Unter dem Strich ein verdienter Sieg für Bad Kissingen, für uns aber sehr ärgerlich. Wenn man gedanklich noch im Bus sitzt, tut man sich gegen jeden Gegner schwer. Für uns war wichtig, dass wir wenigstens die letzten beiden Drittel ordentlich zu Ende gespielt haben, um noch ein gutes Gefühl für das Spiel gegen Miesbach zu bekommen.“

Durch die Niederlage fiel der EV Füssen wieder auf den fünften Platz zurück. Der Rückstand auf einen Aufstiegsplatz beträgt drei Zähler, der Vorsprung auf einen Nicht-Play-off-Rang zwei Punkte. Am Freitag kommt der momentane Zweite TEV Miesbach an den Kobelhang.

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