EV Füssen hat zwei Matchbälle für die Meisterschaft4:1-Erfolg gegen den TEV Miesbach

(Foto: EV Füssen)(Foto: EV Füssen)
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Die erste Chance ist das Auswärtsspiel am Freitag um 20 Uhr in Miesbach. Sollten hier die Gastgeber gewinnen, gäbe es am Sonntag um 18 Uhr die entscheidende Partie in Füssen.

Es war schon ein denkwürdiges Kräftemessen, welches beide Teams den fast 1000 Zuschauern boten. Füssen konnte erstmals in der Serie auf seine DNL-Spieler zurück greifen und dementsprechend mit vier Sturmreihen agieren. Der erste Abschnitt gehörte aber Miesbach, das bei einem halben Dutzend Torchancen am erneut sehr starken Benedikt Hötzinger im Füssener Tor scheiterte. Der EVF nutzte dagegen bei einer Strafzeit gegen die Gäste seinen ersten richtigen Torschuss zur Führung durch Marius Klein. Bei einem Konter traf Vincent Wiedemann zudem den Außenpfosten, das war es mit nennenswerten Offensiv-Aktionen der Gastgeber.

Dieses Szenario sollte sich im zweiten Abschnitt dann grundlegend ändern. Den Oberbayern gelang plötzlich nicht mehr viel, Füssen war klar spielbestimmend. Julian Straub und Samuel Payeur scheiterten vor dem Tor ebenso wie Markus Vaitl, der allerdings auch per Stockcheck von hinten niedergestreckt wurde. Kurios wurde es dann ab der 30. Spielminute. Innerhalb von knapp drei Zeigerumdrehungen testeten die Schwarz-Gelben gleich dreimal das gegnerische Torgestänge. Zunächst setzte der an diesem Abend überragende Stefan Rott die Scheibe ans Lattenkreuz, bei der zweiten und bereits letzten Strafe gegen Miesbach traf Marius Klein den Pfosten, ehe bei einem Konter Tobias Meier auch noch die Latte anvisierte. Der TEV hatte erst in der 35. Minute wieder eine Möglichkeit, Czaika blieb gegen Hötzinger aber zweiter Sieger. Brenzlig wurde es dann, als Maximilian Dropmann auf die Strafbank musste, und ihm kurz darauf auch noch Thomas Böck folgte. Mit großem Kampf überstand der EVF diese gefährliche Situation, hatte durch Marius Keller sogar einen Unterzahlkonter. Gerade wieder eine halbe Minute komplett bekam man die Scheibe aber nicht aus dem Gefahrenbereich und 28 Sekunden vor Drittelende fand das Hartgummi von Florian Feuerreiters Schlittschuh den Weg ins Füssener Tor. Dieser Ausgleich widersprach dem Verlauf des Mitteldrittels ebenso wie die Füssener Führung nach 20 Minuten.

Wie schon in Miesbach musste also auch diesmal der letzte Abschnitt die Entscheidung bringen. Und hier hatte Füssen sichtbar noch mehr Luft als die Gäste. Nach deutlichem Chancenplus war es schließlich Tyler Wood, der den guten alten „Bauerntrick“ auspackte und den diesmal eingesetzten Anian Geratsdorfer zum 2:1 überwand. Kurios auch die Vorentscheidung gut drei Minuten später, als Eric Nadeau penaltyreif zu Fall gebracht wurde und mit der Scheibe ins Tor rutschte – 3:1. Markus Vaitl scheiterte danach noch mit einem Alleingang, ehe Samuel Payeur nach Herausnahme von Geratsdorfer den vierten Treffer zum Endstand erzielte.

Trainer Peter Kathan (Miesbach): „Ich bin mit dem Spiel und unserer Leistung heute eigentlich sehr zufrieden. Die Partie hatte Oberliganiveau, Füssen war bei den Special Teams besser, während unser Überzahlspiel nicht geklappt hat. Die Jungs haben bis zum Ende gekämpft, die Serie ist noch nicht vorbei.“

Trainer Andreas Becherer (Füssen): „Nach drei Spielen innerhalb kurzer Zeit konnten wir heute unsere Kräfte auf vier Reihen verteilen. Dadurch sind wir in den ersten 30 Minuten schwer ins Spiel gekommen, weil das immer schwierig ist mit dem Wechseln, durch Über- und Unterzahlspiele kommen manche Spieler dann nicht so zum Zug. Heute hat sich das aber gelohnt, weil wir dadurch am Ende mehr Power hatten. Jetzt wollen wir am Freitag in Miesbach alles klar machen.“

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