EV Füssen besiegt den TabellenführerSiegeszug von Höchstadt endet am Kobelhang

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Die Alligators traten am Kobelhang mit nur 13 Feldspielern an, hatten aber den Großteil ihrer Stars dabei. Bei Füssen fehlten ebenfalls sechs Stammkräfte, die Bank wurde mit Spielern aus dem DNL-Team aufgefüllt.

Beide Mannschaften begannen sehr konzentriert und eher verhalten, nennenswerte Torchancen gab es bis zur zehnten Spielminute keine. Dann kam Füssen in eine doppelte Überzahl, in welcher Oppenberger mit einem Alleingang scheiterte, Kapitän Eric Nadeau aber den Abpraller zur Führung verwertete. Der starke Tobias Meier scheiterte kurz darauf nur knapp, ehe sein ebenfalls 18-jähriger Bruder Maximilian im EVF-Kasten mehrmals richtig gefordert wurde. In der 14. Minute war er aber machtlos, als zwei Klärungsversuche der EVF-Abwehr fehlschlugen und Gästestürmer Lenk nur noch einzuschießen brauchte. Drei Zeigerumdrehungen später hätte er beinahe seinen zweiten Treffer nachgelegt, zielte aber knapp über das Tor.

Nach der leichten Überlegenheit der Gäste im ersten Abschnitt erhöhte Füssen im zweiten den Druck. Zunächst scheiterte zwar erneut Lenk frei vor dem Tor, ehe nach einem Unterzahlbreak von Max Schorer der einschussbereite Tobi Meier von hinten gefoult wurde, den fälligen Penalty aber vergab. Die Gastgeber wurden nun immer dominanter, vor allem der erste Sturm wirbelte gehörig. In der 35. Minute vergab Nadeau zwei Riesenchancen, einmal ging die Scheibe haarscharf vorbei, danach hielt Schnierstein. Völlig überraschend fiel in diese Druckphase die erstmalige Gästeführung nach einem tollen Spielzug, allerdings ging dem Treffer eine abseitsverdächtige Situation voraus. Füssen antwortete mit weiteren Angriffen und großen Chancen für Oppenberger und Schorer. In Überzahl gelang durch einen abgefälschten Schuss von Andre Bühler schließlich der verdiente Ausgleich.

Beim Stand von 2:2 ging es ins letzte Drittel, und hier hatte der EVF den längeren Atem. Hätte Schnierstein mit einem verunglückten Torabschlag beinahe den dritten Gegentreffer selbst eingeleitet, so war es eine Minute später Tobi Meier, der nach dem vergebenen Strafschuss doch noch „seinen“ Treffer zum 3:2 machte. In Überzahl baute Höchstadt nochmals Druck auf, und Maximilian Meier musste sein ganzes Können aufbieten. Insgesamt war dem HEC der Kräfteverschleiß nun aber doch deutlich anzumerken. Maxi Schorer hatte bei einem Gegenstoß gleich zweimal das vierte Tor auf dem Schläger, dieses machte schließlich Nikolas Oppenberger, der einen Konter souverän abschloss. Bei diesem Treffer war viel Platz auf dem Eis, da jeweils ein Spieler jeder Mannschaft auf der Strafbank saß. Das war auch 46 Sekunden später noch der Fall, als Tobias Meier den nächsten schnellen Angriff mit seinem zweiten Tor zum 5:2 abschloss, nachdem zuvor zwei Gästespieler zusammengeprallt und somit den Weg frei gemacht hatten. In der 58. Minute vergaben Holzmann und Schmid noch zwei Riesenchancen, auch Oppenberger verpasste den sechsten Treffer nur knapp, als sein Schuss am Außenpfosten kratzte. Höchstadt hatte zu diesem Zeitpunkt den Torhüter gegen einen sechsten Feldspieler gewechselt. Am Ende blieb es beim verdienten Heimsieg des EV Füssen, der mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, viel Einsatz und Tempo punkten konnte.

Trainer Daniel Jun (Höchstadt): „Ich habe gewusst was auf uns zu kommt, schon in Höchstadt hat sich Füssen meiner Meinung nach als bisher stärkster Gegner präsentiert. Die Jungs laufen, und Füssen hat ein System im Spiel. Wir hatten heute einen kleinen Kader und Füssen hat das ausgenutzt, das soll aber keine Entschuldigung sein. Am Ende hat auch die Effektivität entschieden, und ich muss ein Lob an die jungen Füssener Spieler machen, die ihre Chancen eiskalt genutzt und das Spiel gekippt haben. Der Füssener DNL-Torhüter hatte einen sehr guten Tag und war über das ganze Spiel vielleicht der entscheidende Mann auf dem Eis.“

Trainer Thomas Zellhuber (Füssen): „Wir können das nach den zwei letzten Jahren sehr gut nachvollziehen wie es ist, wenn man so eine lange Serie hat. Irgendwann reißt die, und ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass wir es drauf haben, diese zu beenden. Läuferisch waren wir überlegen, und das hat sich am Ende ausgezahlt. Höchstadt war unser Tempo nicht gewohnt, damit wollten wir sie konfrontieren. Mit Maximilian Meier haben wir bereits vor drei Wochen gesprochen und gesagt, das wird dein Comeback, das wird dein Spiel.“

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