EV Dingolfing trifft erste PersonalentscheidungenSpielertrainer Philip Weinzierl und Jaroslav Koma im Team

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Verteidiger Koma wird sich darüber hinaus auch als Nachwuchstrainer beim EV Dingolfing engagieren. Beide Entscheidungen sind allerdings daran gekoppelt, dass die EVD-Vorsitzende Christine Hähnel auch in der Zukunft die Geschicke bei den „Isar Rats“ leitet.

 „Ich freue mich darauf, in Dingolfing etwas aufzubauen. Sollte aber eine neue Vorstandschaft ans Ruder kommen, stehe ich nicht zur Verfügung. Ich habe es in 30 Jahren noch nie erlebt, dass so hinterhältig gegen einen Verein gearbeitet, wie es in Dingolfing in den letzten Wochen passiert. Was Christine Hähnel in den vergangenen Jahren für den Verein geleistet hat, hat kein anderer Vorsitzender in der jüngeren Vergangenheit geschafft. Natürlich wissen wir, dass wir zum Beispiel noch viel mehr für unseren Nachwuchs tun müssen. Bisher fehlten uns aber die finanziellen Möglichkeiten dazu. Jetzt wurde gut gewirtschaftet und somit steht der Verein wesentlich besser da. Dadurch haben wir viel mehr Spielraum.“, berichtet Spielertrainer Weinzierl, der zusammen mit zahlreichen anderen Spielern auch in der kommenden Saison mit gutem Beispiel vorangehen möchte. „Zusammen mit mir steht die halbe Mannschaft hinter Christine Hähnel und würde den Verein verlassen, wenn ein neuer Vorstand gewählt werden sollte“, ergänzt Weinzierl.

Neben dem Spielertrainer soll auch der 33-jährige Jaroslav Koma in der kommenden Saison wieder ein Gesicht des EV Dingolfing werden. Der ehemalige tschechische Eishockeyprofi will sich aber nicht nur als Spieler bei den Isar Rats einbringen, sondern übernimmt auch das Training bei den U 9- und U 11-Junioren des Vereins. „Wenn ich etwas mache, dann mache ich das mit ganzem Herzen und vollem Einsatz“, berichtet Koma, der den Nachwuchsspielern viele wichtige Impulse mit auf den Weg geben möchte. „Ich möchte das gesamte Training professioneller aufziehen und eine Vertrauensperson für die Kinder sein. Dazu brauche ich noch weitere Unterstützung, aber wir sind auf einem guten Weg. Ich weiß aus eigener Erfahrung, was die Kinder brauchen und weiß auch, was die Eltern zuletzt vermisst haben. Ein wichtiger Punkt ist, die Kommunikation zwischen Eltern, Trainern und dem Vorstand zu verbessern, damit Vertrauen aufgebaut werden kann“, gibt Koma einen Einblick in sein Konzept und stellt auch klar, dass er nur unter Christine Hähnel für ein weiteres Engagement in Dingolfing zur Verfügung steht. „Ich bin immer dafür, dass man mit offenen Karten spielt. Aber hier wird momentan ein falsches Spiel gespielt. Alles geschieht hinter dem Rücken der Verantwortlichen und der Spieler. Mit solchen Leuten möchte ich nichts zu tun haben“, findet „Jaro“ Koma klare Worte.