ESV Buchloe verliert trotz Drei-Tore-FührungPiraten lassen große Chance liegen

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Gegen den direkten Mitkonkurrenten Amberg kassierten die Piraten trotz Drei-Tore-Führung vor dem Schlussdrittel am Ende noch eine 5:6 (2:0, 3:2, 0:4)-Niederlage.

Denn der finale Durchgang entwickelte sich für den ESV am Ende zu einem wahren Alptraum, in dem die Gäste mit vier Toren das Spiel tatsächlich zum Leidwesen der Hausherren noch drehen konnten. Somit holten sich die weiter auf Rang vier stehenden Wildlions drei ganz wichtige Punkte und vergrößerten den Abstand auf die Piraten nun auf fünf Zähler.

Beide Teams waren sich der Bedeutung der Partie von vorne herein bewusst und so startete das Spiel zunächst doch eher nervös und zerfahren. Dementsprechend gab es anfangs kaum nennenswerte Torraumaktionen zu verbuchen. Doch nach einer gewissen Anlaufphase saß dann der erste echte gefährliche Torschuss der Hausherren. David Strodel hatte nach gut sieben Minuten von der Blauen Linie Maß genommen und zur 1:0 Führung für seine Farben getroffen. Aber auch nach diesem Treffer ließen sich beide nicht wirklich von ihrem Plan abbringen und spielten erst einmal diszipliniert und kompakt weiter. Auch wenn Amberg immer wieder mal vor dem Tor von Johannes Wiedemann auftauchte, waren es die Piraten, die noch vor dem Pausentee mit dem ersten Powerplay des Spiels auf 2:0 erhöhten. Michal Petrak war gewohnt pucksicher vors Tor gezogen und zum zweiten Mal erfolgreich gewesen (13.).

Das Mitteldrittel war dann etwas offener geführt, womit sich nun auch mehr vor den jeweiligen Toren tat und die beiden Keeper immer wieder in den Mittelpunkt rückten. Amberg hatte bei einem Pfostenschuss von Markus Vaitl 26 Sekunden nach Wiederbeginn Glück, dass die Freibeuter nicht sofort auf 3:0 erhöhten. Doch danach kamen die Gäste immer besser ins Spiel und drückten vehement auf den Anschluss. Mit vereinten Kräften und dank eines souveränen Johannes Wiedemann hielt aber die Null. Und mitten in die Amberger Drangphase schlugen dann die Piraten wieder eiskalt zu: Robert Wittmann hatte von hinter dem Tor Peter Brückner im Slot bedient, der zum 3:0 traf (28.). Die Wildlions antworteten aber umgehend – und das mit einem Doppelschlag. In Überzahl überwand zunächst Felix Köbele mit einem satten Schuss Wiedemann über der Stockhand zum 3:1 (31.), ehe der Buchloer Schlussmann unter Bedrängnis wenige Momente später auch das 3:2 von Marco Pronath hinnehmen musste (32.). Somit waren die Gäste verdientermaßen wieder voll im Spiel zurück und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Piraten den nächsten Treffer landen konnten. Bei angezeigter Strafe fälschte ein Amberger vor dem Tor einen Schuss von Lucas Ruf unhaltbar zum 4:2 ab (35.). Und unmittelbar vor der zweiten Pause gelang dem ESV sogar noch der fünfte Treffer: Einen scharfen Pass von Markus Vaitl zur Mitte lenkte Alexander Krafczyk zum 5:2 über die Linie (40.).

Es sah also richtig gut aus für die Piraten, die zu Beginn des letzten Drittels dann auch eine fast zweiminütige doppelte Unterzahl schadlos überstanden. Doch kaum war man wieder komplett, verkürzte der ERSC durch Marco Pronath schließlich doch (43.). Und nun nahm der Alptraum aus ESV-Sicht seinen Lauf. Denn nur rund zweieinhalb Minuten später brachte der dritte Treffer von Pronath – bei dem die Buchloer Abwehr viel zu nachlässig agierte – die Oberpfälzer auf ein Tor heran (45.). Während man in der Offensive nun die Effizienz der vorangegangenen beiden Drittel vermissen ließ, machte man es den Gästen Hinten in der Folge stellenweise viel zu einfach. Und so fiel nach 50 Minuten tatsächlich der 5:5 Ausgleich durch Leon Hartl. Aber damit nicht genug: Wie schon in den letzten beiden Heimspielen gegen Klostersee und Miesbach sollte es am Ende noch bitterer kommen. Zwar hatten Markus Vaitl, Michal Petrak und Alexander Krafczyk noch hervorragende Gelegenheiten zur neuerlichen Führung, doch Löwen-Schlussmann Timon Bätge wuchs in der Schlussphase schier über sich hinaus. Und so kam es wie es kommen musste, dass bei eigener Überzahl Amberg eineinhalb Minuten vor Schluss durch Shawn Campbell der entscheidende Treffer zum 5:6 gelang.

Für die Buchloer stand somit zum dritten Mal in Folge auf extrem ernüchternde Art und Weise eine bittere Heimniederlage zu Buche, die gegen einen direkten Konkurrenten um Platz vier doppelt schmerzt. Lange ärgern dürfen sich die Piraten aber nicht, denn noch haben die Freibeuter weiter alle Chancen und am Sonntag in Peißenberg die nächste Möglichkeit, um den Abstand auf die Playoff-Ränge wieder zu verkürzen.

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