ESV Buchloe verliert letztes Saisonspiel3:6-Niederlage in Waldkraiburg

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Nach der Freitagsniederlage gegen den EHC Waldkraiburg stand schon vor dem abschließenden Zwischenrundenspiel fest, dass das Rückspiel bei den Löwen das letzte Saisonspiel für die Buchloer Piraten in dieser Spielzeit sein würde. Dennoch wollte man sich im ESV-Lager mit einer versöhnlichen Leistung in die Sommerpause verabschieden. Und dies gelang den Gennachstädtern trotz einer 3:6 (0:3, 1:2, 2:1)-Auswärtsniederlage am Sonntagabend in Waldkraiburg auch. „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen“, meinte der sportliche Leiter Florian Warkus nach der Partie, der den verhinderten ESV-Coach Norbert Zabel an der Bande vertrat. „Da es für uns um nichts mehr ging, war es natürlich schwer noch einmal die richtige Motivation zu finden, aber die Mannschaft hat vor allem in der zweiten Spielhälfte alles gegeben und mit ein bisschen mehr Glück wäre vielleicht sogar noch mehr drin gewesen.“

Dabei begannen die Buchloer mit einem absoluten Fehlstart gegen anfangs stark aufspielende Löwen. Keine fünf Minuten waren absolviert, als die Pirates gegen den Vorrundendritten bereits mit 0:3 zurücklagen. Max Kaltenhauser (3.), Jakub Marek und Martin Führmann (5.) sorgten für den Blitzstart der Hausherren. Die Buchloer fanden zunächst überhaupt keinen Zugriff auf die kombinationsstarken Gastgeber, sodass der bestens aufgelegte ESV-Keeper Daniel Blankenburg immer wieder alle Hände voll zu tun hatte. Erst gegen Ende des recht einseitigen Drittels ließ der Druck des EHC etwas nach.

Im Mitteldrittel hatte dann Mark Waldhausen die erste echte Gelegenheit für die Freibeuter, doch er verzog knapp aus zentraler Position (21.). Auf der Gegenseite musste aber auch Blankenburg immer wieder sein Können zeigen. Doch vorerst konnte der 20-jährige Goalie weitere Gegentreffer verhindern, zumal die Waldkraiburger nun oftmals zu umständlich und verspielt agierten. Dennoch erhöhten die Löwen nach 32 Minuten den Spielstand mit einem Doppelschlag durch Lukas Wagner (31.) und Jakub Marek (32.) auf 0:5. Danach ließen es die Waldkraiburger allerdings etwas ruhiger angehen und dies sollte sich umgehend rächen. Die Buchloer gaben sich nämlich trotz des deutlichen Rückstands noch nicht geschlagen und verkürzten durch Markus Rohde auf 1:5. Gerade als die Buchloer eine Strafzeit schadlos überstanden hatten, verwandelte der Routiner eiskalt einen Alleingang gegen Schlussmann Thomas Hingel (36.).

Und im letzten Durchgang legten die Buchloer gleich das nächste Tor nach. 15 Sekunden waren gespielt, als Daniel Huhn im Powerplay einen Abpraller zum 2:5 in die Maschen setzte. Die nun etwas pomadig wirkenden Waldkraiburger scheiterten mit ihren Möglichkeiten dagegen beispielsweise durch Nico Vogl am stark parierenden Blankenburg, der mit einem Reflex das 2:6 verhinderte (45.). Und die Buchloer Aufholjagd schien weiter zu gehen, als in Unterzahl die Scheibe zum vermeintlichen 3:5 im EHC Tor lag. Doch nachdem die Unparteiischen den Treffer zunächst gaben, revidierten sie ihre Entscheidung nach kurzer Beratung unverständlicherweise wieder, sodass es zum Pech des ESV beim 2:5 blieb. Nach 51 Minuten gelang dann aber doch das 3:5 – erneut mit einem Mann weniger auf dem Feld. Einen blitzsauberen Konter über Markus Rohde und Mark Waldhausen schloss wiederum Daniel Huhn ab. Der zwölfte Zwischenrundentreffer für Huhn, womit der unermüdliche Angreifer ligaweit zum besten Tor- und Punktejäger der Meisterschaftsrunde avancierte. Und wer weiß was passiert wäre, wenn der ESV-Kapitän zwei Minuten später seinen Alleingang ebenfalls verwandelt hätte. Doch Thomas Hingel blieb Sieger, genauso wie sein Gegenüber Blankenburg, der sensationell mit dem Schoner gegen den einsam durchgebrochenen Marek rettete (54.). Am Ende riskierten die wackeren Buchloer alles und brachten zu Gunsten des Torhüters sogar noch einen sechsten Feldspieler aufs Eis. Dies nutzte jedoch Lukas Wagner 55 Sekunden vor dem Abpfiff mit dem 3:6 Endstand ins leere Buchloer Gehäuse.

Schlussendlich konnten sich die Piraten im letzten Auftritt einer durchaus erfolgreichen Saison also nicht mehr mit einem Sieg belohnen. Als Fünfter der stark besetzten Gruppe ist die Spielzeit für die Piraten somit vorbei, während Waldkraiburg, Höchstadt Miesbach und Dorfen ins Viertelfinale einziehen. Die Waldkraiburger treffen dabei auf den ECDC Memmingen und Höchstadt auf den HC Landsberg. Da in der Gruppe A noch nicht ganz feststeht, wer sich den Gruppensieg holt, stehen die anderen beiden Playoff-Paarungen noch nicht fest. Dies entscheidet sich erst kommenden Freitag im Nachholspiel des TSV Peißenberg gegen Lindau. Das Spiel war am letzten Freitag abgesagt worden, da es einen Tag zuvor einen Großbrand im danebenliegenden Bad beziehungsweise in der Gaststätte gegeben hatte. Auch in der Abstiegsrunde ist noch fast alles offen. Gute Chancen auf den Ligaverbleib haben vor den beiden abschließenden Spieltagen jedoch die Teams aus Geretsried (18 Punkte) und Pfaffenhofen (17 Punkte), die momentan über dem Strich stehen und somit gerettet wären. Doch auch die auf Relegationsplatz drei liegenden Wanderers Germering (14 Punkte) und die derzeit auf dem Direktabstiegsplatz stehenden Pegnitzer Icedogs (11 Punkte) sind noch nicht gänzlich aus dem Rennen.

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