ESV Buchloe unterliegt nach schwacher Leistung mit 1:7 in PfaffenhofenHerber Rückschlag im Abstiegskampf

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Denn während beim überzeugenden 9:4-Erfolg zwei Tage zuvor noch vieles fast wie von alleine lief, ging das Match gegen die Icehogs vollkommen daneben. „Alles was wir uns vor dem Spiel vorgenommen und besprochen hatten, haben wir falsch gemacht“, so das kurze aber treffende Fazit des 2. Vorstands Florian Warkus, der an diesem Abend gemeinsam mit Pavel Vit den verhinderten Trainer Norbert Zabel an der Bande vertrat. „Angefangen vom Zweikampfverhalten, über die Abwehrarbeit, bis hin zur fehlenden Entschlossenheit vor dem Tor.“ Die Hausherren aus Pfaffenhofen zeigten den Piraten im Gegensatz dazu einfaches, zielstrebiges und am Ende auch effektives und somit erfolgreiches Eishockey, weshalb der ECP die jetzt auf Rang fünf liegenden Buchloer absolut verdient nun auch in der Tabelle wieder überholt hat.

Der Auftakt verlief dabei auf beiden Seiten noch recht verhalten, wobei die ersten Annäherungsversuche zum Tor die Buchloer machten. Wirklich zwingend war das aber nicht, was die Pfaffenhofener gegen Mitte des Drittels dann besser machten. Denn nachdem Ladislav Marek mit 2+2 Strafminuten in die Kühlbox wanderte, staubte der auffälligste Spieler des Abends, Stefan Huber, zur 0:1 Führung für die Icehogs ab (11.). Und für die nun konfus wirkenden Buchloer kam es noch schlimmer. Gerade als Marek wieder zurück war, klingelte es erneut hinter Keeper Daniel Blankenburg. Die Piraten hatten die Scheibe – auch bedingt durch die lange Unterzahl im Voraus – einfach nicht aus der Gefahrenzone gebracht und so abermals dem Pfaffenhofener Kapitän Huber das 0:2 ermöglicht (13.). Dass nur eine knappe Minute später sogar noch das 0:3 durch den völlig alleingelassenen Robert Neubauer fiel, machte es in der Folge nach der Auszeit nicht einfacher für die Rot-Weißen. Und mehr als ein gefährlicher Konter über Ladislav Marek und Martin Zahora, der den Puck aber neben das Tor setzte, sollte bis zur ersten Pause auch nicht mehr passieren.

Ins Bild passte an diesem verkorksten Abend dann auch, dass Ladislav Marek zum Mitteldrittel auf Grund einer gebrochenen Kufe am Schlittschuh nicht mehr mitwirken konnte. Aber auch auf dem Eis lief es für die Freibeuter einfach nicht besser – ganz im Gegenteil. Schließlich wurde man kurz nach Wiederbeginn klassisch ausgekontert und kassierte durch den dritten Treffer von Huber das 0:4 (24.). Die frühe Vorentscheidung fiel dann nach 27 Minuten, als Michael Chemello relativ unbedrängt in Überzahl die Hartgummischeibe zum 0:5 unter die Latte setzte. Die Piraten wirkten viel zu verkrampft und zeigten in der Defensive um den machtlosen Daniel Blankenburg im Tor immer wieder Lücken, die die Hausherren mit ihrem geradlinigen Eishockey ein ums andere Mal aufdeckten. Auch die am Freitag noch so schwungvolle Offensive blieb blass, sodass ECP-Tormann Philipp Hähl bis auf einen abgewehrten Schuss des vor dem Tor freistehenden Alexander Krafczyk kaum etwas zu tun hatte (34.). Dennoch fiel direkt vor der zweiten Pause noch ein weiterer Treffer, den aber abermals die Oberbayern erzielten. Christian Semmler drückte einen Abpraller im Powerplay zum ernüchternden 0:6 Zwischenstand nach 40 Minuten über die Linie.

Im Schlussabschnitt passierte auf beiden Seiten dann nicht mehr wirklich viel. Kein Wunder, die Partie war schließlich längst entschieden. Immerhin glückte Tobias Kastenmeier mit einem Alleingang noch der Ehrentreffer (57.), dem die Ilmstädter abschließend den 1:7 Endstand folgen ließen, als der Kanadier Chemello nach einem schönen Konter den Puck genau in den Winkel setzte (58.).

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