ESV Buchloe unterliegt dem Nachbarn mit 0:11HC Landsberg lässt Piraten keine Chance

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Schon vom Start weg ließen die Riverkings nicht den leisesten Zweifel zu, wer in diesem Nachbarschaftsduell als Sieger vom Eis gehen sollte. So führten die Gäste bereits nach 20 Minuten mit 0:6, woran auch eine frühe Buchloer Auszeit und ein Torwartwechsel nichts ändern konnte. Dem 0:1 durch Michael Fischer in Überzahl nach gut drei Minuten folgte zwei Minuten später das 0:2 durch Dejan Vogl. Als Markus Kerber nach erst elf gespielten Minuten erneut im Powerplay zum 0:3 traf, nahm ESV-Trainer Alexander Wedl seine Auszeit. Doch auch diese Maßnahme zeigte keine große Wirkung auf Buchloer Seite. Die Piraten hatten weiterhin fast überhaupt keinen Zugriff aufs Spiel und den Gegner, der dies vor allem im Buchloer Verteidigungsdrittel ein ums andere Mal gnadenlos ausnutzte. Mit einem Doppelschlag binnen 16 Sekunden stand es durch weitere Treffer von Dennis Sturm und Florian Reichenende nach 15 Minuten folgerichtig 0:5. Und auch nach dem anschließenden Torwartwechsel, bei dem der arme Michael Bernthaler für seinen Kollegen Arion Martinaj Platz machte, hatten die Landsberger noch nicht genug. Sie trafen abermals mit einem Mann mehr auf dem Feld durch den zweiten Treffer von Dejan Vogel sogar noch zum 0:6 Pausenstand nach 20 Minuten.

Das Mitteldrittel begannen die Buchloer dann zumindest optisch etwas verbessert, auch wenn es nach genau zwei Minuten erneut im Buchloer Kasten klingelte. Mika Reuter hatte gegen seinen letztjährigen Teamkameraden Martinaj zum 0:7 getroffen. Im Anschluss hatte Marc Weigant die erste wirklich gefährliche Offensivaktion der Buchloer auf dem Schläger, doch er zog am Tor von HCL-Keeper Christoph Schedlbauer vorbei (24.). Besser machten es wie so oft an diesem Abend die Lechstädter, die in eigener Unterzahl einen perfekten Zwei-auf-Eins-Konter in Person von Dennis Sturm zum 0:8 abschlossen (25.). Ein erneuter Doppelschlag binnen Sekunden ließ die Überlegenheit des HCL auf der Anzeigentafel dann noch deutlicher werden. Die Tore von Fischer und Vogl machten das Resultat nämlich zweistellig (29.). Zwar hatte der ehemalige Landsberger Timo Hauck noch vor der zweiten Pause die Gelegenheit zur Ergebniskosmetik, doch seinen Penalty entschärften Torwart Schedlbauer und der Pfosten (35.).

Im Schlussabschnitt passierte schließlich nicht mehr wirklich viel. Die Landsberger schalteten einen Gang runter und die Buchloer versuchten den über 300 Zuschauern zumindest noch den Ehrentreffer zu präsentieren. Es sollte aber beim Versuch bleiben, denn außer dem dritten Tor von Michael Fischer zum 0:11 Endstand (52.) gab es nichts Zählbares mehr in diesem fair geführten Derby zu verzeichnen.

Am Ende hatten die Piraten gegen das Bayernligaspitzenteam, für das am nächsten Wochenende bereits die Punkterunde beginnt, nicht wirklich viel entgegen zu setzten. Dennoch wissen die Verantwortlichen diese deutliche Niederlage, die gegen den Nachbarn zwar doppelt schmerzt, richtig einzuschätzen: „Landsberg ist nicht der Maßstab, mit dem wir uns messen müssen und nach zwei Wochen hartem Training war es klar, dass wir irgendwann einmal federn lassen werden, was heute eben der Fall war“, sagte ESV-Coach Alexander Wedl, der seinem Team trotz des deutlichen Endresultats keinen großen Vorwurf machen wollte.

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