ESV Buchloe trotz Niederlage in der AufstiegsrundePiraten verlieren Gipfeltreffen in der Overtime

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Dennoch hatten die Freibeuter dem Spitzenreiter über gut 60 Minuten einen offenen Schlagabtausch geliefert und die Gäste somit bis in die Overtime gezwungen, wo die Devils dann das glücklichere Ende hatten. Wirklich ärgern mussten sich die Buchloer – die mehrfach Moral bewiesen – aber trotz der Niederlage nicht, denn nach der gleichzeitigen Niederlage des SC Reichersbeuern ist den Piraten ein Platz unter den ersten Vier nicht mehr zu nehmen. Somit hat sich das Team von Piraten-Trainer Christopher Lerchner bereits vier Spiele vor dem Hauptrundenende vorzeitig für die Aufstiegsrunde qualifiziert.

Doch nicht nur deswegen gingen die fast 500 Zuschauer nach dem Spitzenspiel sicherlich nicht wirklich enttäuscht nach Hause. Immerhin hatten sie ein packendes Duell zweier starker Teams gesehen, das fast alles dabei hatte was den Eishockey-Sport so reizvoll macht. Darin waren sich auch die beiden Trainer einig, die nach dem durchaus schwungvollen Auftakt der Hausherren nach acht Minuten die kalte Dusche für die Piraten erlebten. Ein folgenschwerer Fehler brachte den Ulmern so die Führung, als Florian Döring das vorweihnachtliche Geschenk dankend annahm und zum 0:1 traf. Dies nahm den Piraten dann erst einmal etwas den Wind aus den Segeln. Zwar hatte der ESV so manche Einschussgelegenheit, doch ein Treffer sollte im Auftaktdrittel nicht gelingen. Auf der anderen Seite verhinderte Torhüter Johannes Wiedemann, dass der Rückstand nicht noch größer wurde.

Im Mittelabschnitt bissen sich die Pirates dann aber zurück. Sinnbildlich dafür war der Ausgleich durch David Strodel, der die Scheibe zum 1:1 förmlich über die Linie arbeitet (24.). Anschließend boten sich beide Teams einen offenen Fight, in dem auch das ein oder andere Mal die Emotionen etwas hochkochten. Kurz vor Drittelende waren es dann allerdings erneut die clever agierenden Gäste, die abermals in Front gingen. In Überzahl setzte Dominik Synek einen Schuss genau über die Fanghand von Wiedemann zur neuerlichen Ulmer Führung in die Maschen, die auch nach 40 Minuten Bestand hatte.

Aber auch im letzten Durchgang kamen die Buchloer umgehend zurück. Keine Minute war absolviert, als Christian Wittmann aus sehr spitzem Winkel den Puck irgendwie am Ulms Keeper Maximilian Güßbacher zum 2:2 vorbeibrachte. Doch zum dritten Mal an diesem Abend legten anschließend die Donau-Devils wieder vor: Der sträflich alleingelassene Florian Döring netzte am kurzen Eck zum 2:3 ein und ließ die Gastgeber somit zum dritten Mal einem Rückstand hinterherlaufen (45.). Die Piraten versuchten auch nach dem abermaligen Dämpfer wieder zu antworten, doch zunächst vergebens. Kurz vor Schluss wurde die Moral der nie aufsteckenden Freibeuter aber dann doch noch verdientermaßen belohnt. Marc Barchmann markierte nach gutem Zuspiel von Christian Wittmann per Direktabnahme das 3:3, was auch das leistungsgerechte Ergebnis nach 60 Minuten war.  

Somit musste also die Verlängerung über den Sieger entscheiden und hier hatte der Tabellenführer das bessere Ende für sich. Zwar hatte Robert Wittmann den Siegtreffer schon auf dem Schläger, doch im Gegenzug traf dann Peter Brückner zum entscheidenden 3:4 (61.).

„Es hätten heute beide Mannschaften verdient gehabt zu gewinnen“, fasste Ulms Trainer Robert Linke das Spiel passend zusammen. Doch trotz der ersten Heimniederlage konnten sich die Buchloer ja immerhin mit dem vorzeitigen Erreichen der Aufstiegsrunde hinwegtrösten und können am Sonntag somit ohne jeden Druck zum Auswärtsspiel nach Bad Aibling reisen.

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