ESV Buchloe trifft auf Falken und EispiratenSpiele gegen Haßfurt und Dorfen

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Das vergangene Wochenende lief sicherlich nicht ganz nach dem Geschmack der Buchloer. Denn nach dem perfekten Auftaktwochenende mit zwei Siegen konnte man in den letzten beiden Partien nur einen Zähler einfahren. Zu Hause gegen die bislang ligahöheren Schongauer gab es eine 2:3-Niederlage und zwei Tage später konnten die Freibeuter beim 5:6 nach Penaltyschießen in Kempten auch nur einen Punkt erbeuten. Will man im Aufstiegsrennen um die Top-Drei-Ränge weiter dabeibleiben, müssen die Rot-Weißen an diesem Wochenende wieder öfter punkten. Doch die Aufgaben werden auch in den anstehenden beiden Duellen in dieser ausgeglichen stark besetzten Gruppe ganz bestimmt nicht einfacher.

Mit dem ESC Haßfurt kommt dabei am Freitag wohl eine der derzeit meist diskutierten Mannschaften nach Buchloe. Denn die Hawks sind unter anderem eines der wenigen Teams gewesen, die sich schon in der Hauptrunde nicht an die freiwillige Selbstbeschränkung von zwei Kontingentspielern gehalten haben. Mit den Tschechen Daniel Hora, Jan Trübenekr, Jakub Sramek und dem Slowaken Michal Babkovic haben die Oberfranken schließlich gleich vier gebürtige Osteuropäer in ihren Reihen. Während der Einsatz von mehr als zwei ausländischen Akteuren in der Landesligavorrunde noch erlaubt war, ist dies nach den Durchführungsbestimmungen des Bayerischen Eissportverbands in der Verzahnungsrunde zur BEL nicht mehr zulässig. Dort dürfen laut BEV nämlich nur noch maximal zwei transferkartenpflichtige Spieler pro Spiel eingesetzt werden. Doch daran wollen sich die Haßfurter nicht halten, weil man den Passus offenbar für rechtswidrig hält. Dementsprechend spielte man in den bisherigen vier Duellen der Aufstiegsrunde weiterhin mit allen vier Kontingentspielern, weshalb im Nachhinein alle Partien – wie im Voraus vom BEV angekündigt – mit drei Punkten und 5:0 Toren für den jeweiligen Gegner der Falken gewertet wurden. Scheinbar wollen es die Verantwortlichen hier tatsächlich auf einen Rechtsstreit ankommen lassen, wie schon zu vernehmen war. Denn obwohl man zu Hause gegen Schongau (5:3) und Dorfen (10:3) sogar schon zwei Bayernligisten schlagen konnte, steht man nach vier Spieltagen mit null Punkten auf dem letzten Tabellenplatz, da beide Partien im Anschluss am grünen Tisch durch den Verband gewertet wurden. Ob die Haßfurter auch in Buchloe wieder mit allen vier Kontingentspielern auflaufen bleibt abzuwarten.

Während der Freitagsgegner Haßfurt also schon im Vorfeld in ganz Eishockey-Bayern für Gesprächsstoff sorgt, ist es um den Sonntagsgegner Dorfen zuletzt eher ruhig geblieben. Das mag vielleicht daran liegen, dass der ESC in dieser Saison sicherlich zu den negativen Überraschungen der Bayernligarunde gehörte. Die letzten Jahre waren die Eispiraten nämlich eigentlich immer regelmäßig unter den Top-Teams der Liga zu finden gewesen. Im vergangenen Jahr schloss man die Hauptrunde, wie auch 2016, als Vizemeister ab, weshalb der enttäuschende vorletzte Tabellenrang in diesem Jahr sicherlich nicht so zu erwarten war. Dennoch haben die Isenstädter enorme Qualität im Kader und haben dies mit Siegen gegen Amberg (5:3) und Kempten (6:1) schon eindrucksvoll belegt. Nachdem das Spiel in Schongau verlegt wurde und die eigentliche 3:10 Niederlage in Haßfurt wie oben geschildert doch noch für die Dorfener gewertet wurde, steht man mit derzeit neun Punkten aus drei Spielen mit der maximalen Ausbeute gemeinsam mit Schongau an der Tabellenspitze. Der ESC geht daher als klarer Favorit in dieses Piraten-Duell, wenngleich die viertplatzierten Buchloer eigentlich jeden Punkt gebrauchen können.

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