ESV Buchloe trifft auf den SC Forst und reist zum Derby nach Bad WörishofenFreibeuter zweimal auswärts gefordert

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Rein vom Papier her scheinen die beiden Auswärtsaufgaben für die Rot-Weißen, nach zuletzt zwei Heimsiegen in Serie, zumindest nicht unlösbar zu sein. Denn beide Gegner haben nach vier Spielen gerade einmal einen (Bad Wörishofen) beziehungsweise zwei Zähler (Forst) auf dem Punktekonto und sind somit bislang eher auf den hinteren Tabellenrängen zu finden. Auf die leichte Schulter dürfen die Buchloer die beiden Begegnungen aber keinesfalls nehmen, zumindest wenn man keine böse Überraschung erleben will. Und die letzten Jahre haben zudem gezeigt, dass sich die Gennachstädter gegen vermeintlich leichtere Gegner oftmals sehr schwer getan haben. Dennoch blickt ESV-Trainer Alexander Wedl durchaus zuversichtlich auf das anstehende Wochenende: „Nach dem letzten Heimspiel gegen Fürstenfeldbruck wissen wir, dass wir nichts geschenkt bekommen, weil jeder in dieser Liga hart arbeitet und kämpft. Das müssen die Jungs immer im Hinterkopf haben. Aber wir wollen aus beiden Spielen am besten sechs Punkte holen.“ Dies würde bedeuten, dass die Pirates nach der Auftaktniederlage in Burgau auch auswärts die ersten Zähler einfahren, um so einen Platz unter den ersten fünf Mannschaften weiter zu festigen. „Am Anfang zählen nur die Punkte. Das muss nicht immer schön sein, aber solange wir gewinnen bin ich zufrieden“, so die Vorgabe von Wedl an seine Schützlinge. Diese Aussage traf auch schon auf das letzte Heimspiel gegen Fürstenfeldbruck zu, in dem sich die Freibeuter lange Zeit gegen unbequeme Gäste mühten, aber am Ende das Spiel doch noch zu ihren Gunsten drehen konnten.

Dennoch sind die Buchloer natürlich in beiden Partien der klare Favorit. Denn der Freitagsgegner Forst gehörte in den letzten Jahren bereits immer zu den Kellerkindern der Liga, der immer um den Klassenerhalt zittern musste. So schloss man auch in der vergangenen Saison die Vorrunde als Letzter ab und sicherte sich im Anschluss in der Abstiegsrunde aber dennoch den Ligaverbleib.

Ein wenig anders sieht es beim Derbygegner Wörishofen am Sonntag aus. Die Wölfe waren in den zurückliegenden Spielzeiten eigentlich immer im vorderen Tabellendrittel zu finden, wobei es anschließend nie für den ganz großen Coup zum Aufstieg in die Bayernliga gereicht hat. Doch heuer scheint man nach einigen schmerzhaften Abgängen eine schwere Saison vor der Brust zu haben, was auch die ersten Duelle bereits unterstrichen haben. Dennoch stecken im Wörishofer Team ein paar gut ausgebildete und aus Buchloer Sicht alt bekannte Gesichter. So schnürten beispielsweise Christoph Seitz, Andreas Walther oder auch Florian Kaiser schon die Schlittschuhe für den ESV, ebenso wie auch die beiden Brüder Erik und Alexander Schönberger, die im Sommer in die Kurstadt wechselten und zuvor jahrelang für die Pirates aktiv waren. Und ein Brüderduell gibt es in diesem Derby auch: So trifft David Vycichlo – der nach verbüßter Sperre wieder ins Team zurückkehrt – auf seinen kleinen Bruder Dustin, der im letzten Jahr ebenfalls noch das Piraten-Trikot getragen hatte. Umgekehrt haben aber auch einige Buchloer Akteure eine Wörishofer-Vergangenheit. Verteidiger Max Hofer spielte schon für die Wölfe, genauso wie auch Thomas Spegele. Und Michal Telesz wechselte erst im Sommer von den Wölfen zum ESV.

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