ESV Buchloe schlägt Germering mit 4:1Glanzloser, aber wichtiger Erfolg

ESV Buchloe schlägt Germering mit 4:1ESV Buchloe schlägt Germering mit 4:1
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Schon vor dem Spiel war klar, dass Eishockey-Feinschmecker an diesem Abend vermutlich nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen würden. Und tatsächlich sollte die Partie der Pirates gegen den bislang noch glücklosen Tabellenletzten aus der Münchner Vorstadt am 2. Weihnachtstag kein Festtagsschmaus werden. „Wir sind im ersten Drittel noch einigermaßen gut zurechtgekommen, doch danach war das kein wirklicher Leckerbissen“, meinte auch ESV-Trainer Topias Dollhofer nach einem Duell auf eher mäßigem Niveau. Dabei begannen die Piraten durchaus verheißungsvoll. So hatten Pavel Vit und Alexander Krafczyk schon nach wenigen Sekunden die ersten beiden guten Gelegenheiten, doch beide scheiterten an Wanderers-Tormann Severin Dürr. Danach verloren die Buchloer jedoch etwas den Faden. Zu viele Ungenauigkeiten und Einzelaktionen bestimmten fortan auf beiden Seiten das Bild, sodass der nächste gefährliche Torabschluss auf sich warten ließ. Dieser war dann aber umso erfolgreicher, denn Markus Vaitl setzte sich nach zehn Minuten in unnachahmlicher Manier durch und netzte zum 1:0 ein. Das sollte aber das einzige Highlight des Auftaktdrittels bleiben, da die Piraten es in der Folge – unter anderem auch in Überzahl - verpassten, ihren Vorsprung weiter auszubauen. Mit dem knappen 1:0 ging es somit erstmals in die Kabinen.

Auch im Mittelabschnitt änderte sich zunächst relativ wenig. Das Tempo blieb überschaubar und dementsprechend taten sich die Freibeuter weiter schwer, die Germeringer Defensive zu knacken. Dabei spielte den Buchloern eigentlich die ein oder andere Undiszipliniertheit der ohnehin schon dezimierten Gäste in die Karten. Die mit nur 13 Feldspielern angereisten Wanderers saßen nämlich in den ersten 40 Minuten insgesamt ganze acht Mal auf der Strafbank (darunter auch zwei Zehn-Minuten-Strafen), während die Hausherren deutlich disziplinierter agierten und nur einmal in die Kühlbox mussten. Doch Kapital schlugen die Rot-Weißen erst unmittelbar vor der zweiten Pause daraus, wobei das Tor zum 2:0 schon ein wenig kurios zu Stande kam. Einen Schuss von Lukas Hruzik wehrte Tormann Dürr nämlich so unglücklich ab, dass der Puck in Form einer Bogenlampe hinter ihm über die Linie trudelte (40.).

Dem zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt erzielten Treffer zum 2:0 ließen die Gennachstädter dann im letzten Durchgang schnell ein weiters Tor folgen, das für noch etwas mehr Beruhigung sorgen sollte. Alexander Krafczyk erhöhte 43 Sekunden nach Wiederbeginn mit einem satten Distanzschuss im Powerplay auf 3:0. Ohne zu glänzen blieb der ESV auch danach die bessere Mannschaft. Zu harmlos präsentierten sich die Gäste über die kompletten 60 Minuten in der Offensive. Und wenn doch einmal Not am Mann war, war ESV-Schlussmann Alexander Reichelmeir stets zur Stelle. Während Lukas Hruzik dann nach 44 Minuten noch mit zwei Versuchen scheiterte, war es wenig später erneut ESV-Topscorer Alexander Krafczyk vorbehalten, für die endgültige Entscheidung zu sorgen. Einen platzierten Schlenzer setzte er zum 4:0 in die Maschen (48.). Den Wanderers gelang anschließend nur noch der Ehrentreffer zum 4:1 Endstand durch Matthias Dosch, der knapp zwei Minuten vor Spielende somit allerdings Alexander Reichelmeir den Shutout zunichtemachte.

Unter dem Strich stehen trotz des mühsamen Arbeitssieges drei wichtige Punkte für den ESV zu Buche, wohingegen die Germeringer ihre schwarze Serie weiter ausbauten und auch im 22. Saisonspiel ohne Punktgewinn blieben.

Für die Buchloer geht es nun am kommenden Freitag zum Jahresabschluss nach Pfaffenhofen (20 Uhr), wo vier Spieltage vor dem Ende der Bayernliga-Hauptrunde der nächste große Schritt in Richtung Verzahnungsrunde gemacht werden soll.

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