ESV Buchloe reist zum Derby nach FüssenFreibeuter treffen auf Altmeister und Vizemeister

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Nachdem man durch den 11:4-Erfolg über Pegnitz auch zu Hause die ersten drei Punkte eingefahren hat, rangieren die Buchloer derzeit mit sechs Zählern auf Platz sieben der Tabelle und somit zwei Punkte hinter dem Freitagsgegner Füssen, der momentan Rang fünf belegt. „Es war bisher sicherlich kein schlechter Start, aber wir haben schon auch noch Luft nach oben“, meint ESV-Trainer Topias Dollhofer nach den nun absolvierten ersten vier Spieltagen. Aber auch an diesem Wochenende wird es in beiden Spielen ganz bestimmt nicht einfacher werden. „Beide Gegner sind läuferisch sehr stark, aber wir wollen trotzdem etwas holen“, gibt Dollhofer als Marschroute vor.

Mit Spannung erwartet wird in beiden Lagern sicherlich das Ostallgäu-Derby am Freitag in Füssen. Als 16-facher Deutscher Meister ist der Standort Füssen wohl einer der namhaftesten in ganz Eishockey Deutschland. Gerade in den 60er und 70er Jahren war der EVF mit solch klanghaften Namen wie Xaver Unsinn schier unbezwingbar. Doch mittlerweile handelt es sich beim EV Füssen um einen komplett anderen Verein. Denn 2015 musste man als damaliger Oberligist auf Grund finanzieller Probleme den Neustart in der Bezirksliga antreten. Von dort gelang in den letzten beiden Jahren aber umgehend der eindrucksvolle Durchmarsch in die Bayernliga. Grund dafür ist unter anderem die immer noch hervorragende Nachwuchsarbeit der Ostallgäuer, die schon so manches Talent groß rausgebracht hat. Und so befinden sich auch im aktuellen Team von Trainer Thomas Zellhuber zahlreiche talentierte Nachwuchsspieler, wie zum Beispiel der derzeitige Topscorer Marvin Schmid (vier Tore und vier Assists) oder auch Marc Besl. Unterstützt werden die Jungspieler durch einige routinierte Akteure mit durchaus langjähriger höherklassiger Erfahrung, wie Ron Newhook, Lubos Velebny, Neuzugang Veit Holzmann oder auch EVF-Urgestein Eric Nadeau. Mit ihnen ist den Füssenern ein durchaus gelungener Start in die noch junge Bayernliga Saison geglückt. Zwar hatte man beim 4:3 Auftaktsieg nach Verlängerung über Schongau noch etwas Mühe, doch am letzten Wochenende siegte man beim 8:2 gegen Pegnitz und dem 5:3 Erfolg in Erding gleich doppelt. Lediglich beim Topteam in Höchstadt musste man bisher Federn lassen (2:7).

Nicht weniger leicht dürfte es für die Buchloer dann am Sonntag gegen den Vizemeister der vergangenen Bayernliga-Saison, den TSV Erding, werden. Die Gladiators haben zwar bisher erst zwei Zähler auf ihrem Punktekonto, doch der Schein trügt etwas. Denn bislang hat man eine Partie weniger absolviert und mit Höchstadt, Dorfen und Füssen auch ein schweres Auftaktprogramm erwischt. Zum Start verlor man dabei zu Hause knapp mit 1:3 gegen die Höchstädter, während man beim Derby in Dorfen dann erstmals punkten konnte (4:3 n.P.). Und so ist mit den offensivstarken Weißbierstädtern auch heuer sicherlich zu rechnen. Schließlich war man mit 160 Toren in 26 Spielen das mit Abstand torhungrigste Team der abgelaufenen Bayernliga Hauptrunde. Der Lohn dafür war Platz zwei, wobei man anschießend in der Zwischenrunde ausschied. Trotzdem konnte der ehemalige Oberligist fast alle Leistungsträger halten. So stürmen mit Daniel Krzizok (37 Tore, 34 Assists), Florian Zimmermann (16 Tore, 36 Assists) und Christian Poetzel (14 Tore, 35 Assists) gleich drei Angreifer weiter für den TSV, die gemeinsam über 170 Scorerpunkte gesammelt haben. Die Buchloer Defensive sollte also gewarnt sein.

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