ESV Buchloe muss weiter zitternPiraten vergeben ersten Matchball

ESV Buchloe muss weiter zitternESV Buchloe muss weiter zittern
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Die Buchloer Piraten haben am Dreikönigstag die erste Möglichkeit verpasst, vorzeitig den Zwischenrundeneinzug perfekt zu machen. Denn durch die klare 1:7 (0:1, 0:4, 1:2)-Niederlage im Nachbarschaftsduell gegen den ECDC Memmingen ist die Entscheidung im Rennen um Platz 10 vorerst vertagt worden. Aus dem Dreikampf ist inzwischen allerdings ein Zweikampf geworden. Die Wanderers Germering sind nämlich nach einer 2:8-Pleite in Waldkraiburg raus. Der EV Pegnitz dagegen bleibt den Gennachstädtern nach einem 4:2-Heimsieg über Geretsried weiter auf den Fersen. Gewinnen die Oberfranken auch das Nachholspiel am Freitag gegen Memmingen, käme es am Sonntag in der Buchloer Sparkassenarena gegen die Icedogs zu einem echten Endspiel um den letzten Platz über dem Strich.

Dabei hatten die Buchloer – bei denen Verteidiger David Strodel nach seinem Auslandssemester erstmals in dieser Saison wieder mitwirkte – bereits beim Derby am Memminger Hühnerberg die Gelegenheit alles klar zu machen. Und in den ersten 20 Minuten stand dieses Unterfangen für die Pirates auch noch unter einem guten Stern. Denn es entwickelte sich vor über 2000 Zuschauern vom Start weg ein temporeiches und offenes Auftaktdrittel, in dem die Freibeuter es aber trotz mehrerer gut Einschussmöglichkeiten verpassten in Front zu gehen. Daniel Huhn scheiterte nach gerade einmal 53 Sekunden alleine am bärenstarken ECDC-Goalie Martin Niemz und nur rund fünf Minuten später rettet der Pfosten für die Hausherren, da Marc Weigant zu genau zielte. Auf der Gegenseite trugen aber auch die Indians, die am Montag ihren Trainer Alexander Wedl entlassen hatten, zu einem unterhaltsamen Drittel bei. Mike Dolezal brachte frei vor ESV-Schlussmann Michael Bernthaler den Puck jedoch ebenfalls nicht im Tor unter. Mehr Glück hatten die Maustädter dann, als Ville Eskelinen die Scheibe sprichwörtlich vor die Füße fiel und der Finne somit keine Probleme mehr hatte zur 0:1 Führung für die Indianer einzuschieben (13.).

Der zweite Durchgang startete dann etwas verhaltener. Beide Mannschaften versuchten anfangs körperlich Akzente zu setzten. Und so waren fast 26 Minuten gespielt, als Markus Rohde die erste echte Chance hatte, aber erneut am starken Niemz scheiterte. Danach sollte die Stunde der heimstarken Gastgeber schlagen, die zuletzt neunmal in Folge vor eigener Kulisse ungeschlagen geblieben waren. Zwar rette Michael Bernthaler noch bei einem Alleingang von Eskelinen (29.), doch nur eine Zeigerumdrehung später markierte ausgerechnet Ex-Pirat Patrick Weigant das 0:2 für seine Farben. Und es sollte noch schlimmer kommen. Die nun verunsichert wirkenden Buchloer kassierten in den nächsten fünfseinhalb Minuten noch drei weitere Gegentreffer. Zunächst hatte Tim Tenschert zum 0:3 abgestaubt, ehe Alexander Krafczyk mit einem satten Schuss den Buchloer Keeper überraschte und zum vierten Mal überwand. Und als Antti-Jussi Miettinen das 0:5 nachlegte, war dies bereits fast schon eine Vorentscheidung (36.).

Denn im Schlussabschnitt verflachte die Partie weiter zusehends, zumal erneut Patrick Weigant mit dem 0:6 in Überzahl endgültig den Deckel drauf machte (45.). Zumindest gelang Nachwuchsstürmer Christopher Götz mit seinem ersten Bayernliga-Tor noch der Ehrentreffer (49.). Für den Schlusspunkt war dann abermals Patrick Weigant verantwortlich, der gegen seine ehemaligen Kollegen einen echten Sahnetag erwischt hatte. Er traf sieben Minuten vor dem Abpfiff zum letztlich verdienten 1:7-Endstand.

Memmingen baut somit also seine imposante Heimbilanz weiter aus, während die Freibeutern nach zuletzt vier Siegen in Folge erstmals wieder als Verlierer vom Eis gehen mussten.
Trotz der Derbyniederlage drücken die Buchloer dann am Freitag dem Nachbarn und Rivalen die Daumen. Denn die Memminger gastieren vor dem finalen Spieltag zum Nachholspiel beim EV Pegnitz. Holen die Indians dabei drei Punkte, wäre den Piraten der zehnte Tabellenrang nicht mehr zu nehmen. Holen die Pegnitzer aber mindestens einen Punkt, wäre die Entscheidung um Rang 10 auf den Sonntag vertagt. Dann käme es zum großen Showdown in der Gennachstadt, wenn die Icedogs ab 18 Uhr in der Buchloer Sparkassenarena zu Gast sind.  

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