ESV Buchloe muss sich Schweinfurt mit 0:2 geschlagen gebenPiraten kassieren erste Heimniederlage

BuchloeBuchloe
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Nach zuvor drei Siegen vor eigener Kulisse war dies zugleich die erste Heimniederlage der Saison für den ESV, bei der die Piraten vor allem in der Offensive zu ungenau und fehlerhaft agierten und selbst im Powerplay nichts Zählbares verbuchen konnten.

Von Beginn an entwickelte sich eine recht umkämpfte aber vor allem auch zerfahrene Partie. Beide wollten zunächst hinten gut stehen, was vor allem den Buchloern gelang. Wirklich gefährlich wurde es vor ESV-Schlussmann Johannes Wiedemann nämlich selten. Offensiv taten sich die Hausherren aber auch eher schwer, hätten aber durchaus in Führung gehen können. Aber Schweinfurts Torwart Kevin Kessler sollte sich an diesem Abend in Bestform präsentieren. So vereitelte der Keeper sowohl gegen Alexander Krafczyk (4.) als auch gegen Marc Barchmann (10.), dessen Versuch praktisch schon auf der Linie tanzte, aber nicht drüber wollte. Die letzte Konsequenz vor dem Tor ließen aber auch die Piraten vermissen, weshalb es nach 20 Minuten beim torlosen Remis blieb.

Im Mitteldrittel hatten die Gennachstädter dann die große Möglichkeit in Front zu gehen, als man gleich mehrfach in Überzahl agieren durfte – darunter auch zweitweise mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Doch das Powerplay der Rot-Weißen war einfach nicht zwingend genug und so überstanden die Schweinfurter diese Phase ohne Gegentreffer. „Und dann passiert eben das, was meistens passiert, nämlich dass der Gegner immer mehr Selbstvertrauen bekommt und wir selbst aus dem Tritt geraten“, beschrieb ESV-Trainer Christopher Lerchner die folgenden Minuten. Zwar hatten John Boger (27.) und Marc Barchmann (30.) nochmals wirklich gute Gelegenheiten, doch Kessler war auch hier zweimal ganz stark mit der Fanghand zur Stelle. Offensiv trauten sich die Mighty Dogs dann auch etwas mehr zu. Zunächst konnte Johannes Wiedemann noch einen Alleingang von Jonas Manger entschärfen (36.), doch noch in der selben Minute schlug die Scheibe doch hinter ihm ein. Per Rückhand hatte Pascal Schäfer zum 0:1 getroffen und die Schweinfurter so für ihre einfache aber effektive Spielweise belohnt.

Mit dem Rückstand ging es für die Pirates folglich ins Schlussdrittel, in dem es gleich nach Wiederbeginn die nächste kalte Dusche gab. Gerade einmal 39 Sekunden waren gespielt, als Nickolas Govig eine scharfe Hereingabe von Mark Heatley zum 0:2 ins Tor bugsierte und somit die Aufgabe für die Hausherren nicht einfacher machte. Denn diese fanden weiter einfach nicht zu gewohnter Geschlossenheit im Offensivspiel, das zu ungenau und insgesamt auch zu harmlos blieb. „Von der Einstellung hat es schon gepasst, aber das war eines dieser Spiele, in dem wir noch drei Stunden hätten spielen können und nichts getroffen hätten“, so die treffende Analyse von Lerchner, dessen Team demnach erstmalig in dieser Spielzeit ohne eigenen Treffer blieb und das Spiel schlussendlich auch mit 0:2 verlor.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!