ESV Buchloe muss gegen Haßfurt und Amberg zwingend punktenPirates brauchen eine Siegesserie

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Im Auswärtsspiel am Freitag in Haßfurt (19.30 Uhr) und in der Heimpartie am Sonntag ab 17 Uhr gegen den ERSC Amberg benötigen die Gennachstädter also zwei Siege, wenn man im umkämpften Rennen um Platz drei noch einmal eingreifen will.

Dass dies trotz des durchwachsenen letzten Wochenendes mit einer Niederlage gegen Pfaffenhofen und dem Sieg in Moosburg machbar ist, haben die Hinspiele gegen beide Gegner gezeigt. Schließlich gewannen die Buchloer das Heimspiel gegen den ESC Haßfurt mit 6:5, auch wenn man gegen die damals dezimiert angereisten Hawks eine klare Führung fast noch einmal aus der Hand gegeben hätte. Extrem eng verlief auch das Spiel gegen die Wildlions aus Amberg, bei denen die Piraten erst nach Verlängerung siegten. Dennoch zählen für die Buchloer jetzt nur noch Punkte.

Den Anfang zur Aufholjagd auf Rang drei haben die Rot-Weißen nach zuletzt drei Niederlagen in Folge mit dem hart erkämpften 3:2-Auswärtssieg in Moosburg am vergangenen Sonntag schon einmal gemacht. Da die Konkurrenz aus Schweinfurt, Pfaffenhofen und Königsbrunn aber zeitgleich ebenfalls erfolgreich war, beträgt der Abstand auf das rettende Ufer, das der EC Pfaffenhofen mit derzeit 17 Punkten belegt, immer noch ganze fünf Punkte. Die inzwischen erstplatzierten Königsbrunner haben das Polster auf den ESV mit 20 Punkten sogar mittlerweile auf satte acht Zähler ausgebaut und auch der Zweite Bad Kissingen (18 Punkte) scheint fast schon außer Reichweite, da die Wölfe noch ein Spiel weniger absolviert haben. „Aufgeben werden wir dennoch sicher nicht“, sagt ESV-Trainer Norbert Zabel, der betont, dass man bis zum Schluss alles geben werde.

Ein leichtes Unterfangen wird das Duell beim derzeitigen Tabellenschlusslicht Haßfurt aber ganz bestimmt nicht werden. Denn vor allem die Offensive der Unterfranken zählt zu den stärksten in der Gruppe. Kein Wunder daher, dass der slowakische Angreifer Michal Babkovic (14 Tore, 11 Assists) und sein tschechischer Sturmpartner Jakub Sramek (11 Tore, 11 Assists), der im Hinspiel in Buchloe noch erkrankt fehlte, die Scorerwertung der Verzahnungsrunde anführen. Alleine 17 Treffer – darunter zehn Tore dieser beiden Topstürmer - erzielten die Haßfurter in den beiden Spielen am letzten Wochenende. Nur leider reichte es in den Partien gegen Bad Kissingen (9:10) und Königsbrunn (7:10) dennoch nicht zu Punkten, da man sich auch ganze 20 Gegentore fing und somit mittlerweile die schwächste Defensive stellt. Ein Grund dafür ist sicherlich das Fehlen von Stammtorhüter Martin Hildenbrand, für den die Saison nach dem Auftaktwochenende verletzungsbedingt bereits vorbei ist.

Während die Haßfurter also trotz beeindruckender Offensivpower am vergangenen Wochenende leer ausgingen, konnte der Sonntaggegner Amberg gleich vier von sechs möglichen Punkten auf seinem Konto verbuchen und sich somit vom achten und letzten auf den sechsten Rang vorarbeiten. Zunächst gelang dem Team von Trainer Dirk Salinger ein 4:1 Erfolg gegen Schweinfurt, ehe man zwei Tage später in Pfaffenhofen zumindest einen Punkt bei der 4:5 Niederlage nach Verlängerung einfahren konnte. Aufgegeben haben sich die Oberpfälzer, die die Vorrunde noch auf Platz eins beendet haben, also noch nicht. Die Mannschaft der Schwarz-Gelben, die aus zahlreichen ehemaligen Oberligaspielern besteht, baut dabei vor allem auf den teamintern besten Punktesammler Felix Köbele. Der 26-Jährige, der vor der Saison aus Neuwied kam und schon in der Vorrunde in 22 Partien ganze 28 Tore und 29 Vorbereitungen erziele, ist auch jetzt in der Verzahnungsrunde mit sieben Treffern und acht Assists wieder der mit Abstand gefährlichste Amberger. Aber auch auf den ehemaligen DEL-Stürmer Bernhard Keil, sowie der mittlerweile 42 Jahre alten oberligaerfahrenen Dan Heilman muss die ESV-Defensive besonders aufpassen, wenn am Sonntag im vorletzten Heimspiel der Saison drei so dringend benötigte Punkte in Buchloe bleiben sollen.

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