ESV Buchloe kassiert erneut sieben GegentoreZu viele Fehler führen zur nächsten Niederlage

ESV Buchloe kassiert erneut sieben GegentoreESV Buchloe kassiert erneut sieben Gegentore
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„In der Form werden wir uns schwer tun, wieder zu gewinnen“, fand Topias Dollhofer nach der Partie deutliche Worte. Den Buchloer Coach ärgerte dabei aber vor allem auch, dass die Reaktion nach der Niederlage in Miesbach ausblieb und man stattdessen nun in zwei Spielen ganze 14 Gegentore hat hinnehmen müssen.

Und in der Tat begann das Unheil bereits, da hatte die Partie noch gar nicht richtig begonnen. Handgestoppte 13 Sekunden standen auf der Passauer Stadionuhr, als Dominik Persch ziemlich unbedrängt zum 0:1 einnetzte. Die Frage, ob die lange Busfahrt den Freibeutern noch zu schaffen machte, wollte Dollhofer dabei nicht gelten lassen. Nach dieser kalten Dusche hatten die Buchloer zunächst überhaupt keinen Zugriff auf den Gegner und die Begegnung. Die Gastgeber wirkten nicht nur gedanklich frischer, sondern waren auch auf dem Eis deutlich präsenter. Stellenweise machten es die Pirates dem ambitionierten Aufsteiger aber auch viel zu einfach. Wie nach elf Minuten, als Oliver Wawrotzki nach einem Scheibenverlust alleine auf den ESV-Schlussmann Alexader Reichelmeir zufahren durfte und auf 0:2 erhöhte. Dreieinhalb Minuten später schöpften die Rot-Weißen dann aber wieder Hoffnung. Markus Vaitl hatte im zweiten Versuch die Scheibe ins Tor befördert, nachdem EHF-Keeper Patrick Vetter zuvor noch bravourös mit dem Schoner pariert hatte. Doch noch vor der Pause stellten die Hausherren erneut durch Wawrotzki den alten Abstand im Powerplay wieder her (20.).

Auch der Mittelabschnitt startete nach wenigen Sekunden mit einer Großchance der Black Hawks, bei der Jürgen Lederer aber am stark reagierenden Reichelmeir scheiterte. Und statt 1:4 stand es kurz darauf nur noch 2:3. Marc Weigant hatte sich die Scheibe geschnappt und nach einem Bilderbuch-Solo über die halbe Eisfläche wiederum auf ein Tor verkürzt. Wer aber nun mit einem Aufbäumen der Piraten rechnete, sah sich getäuscht. Zwei Überzahlmöglichkeiten wurden leichtfertig vergeben und in der Defensive, in der die Piraten unter anderem auf die beiden Routiniers Christopher Lerchner und Pavel Vit verzichten mussten, erlaubte man sich weiterhin viel zu viele Nachlässigkeiten. Eines dieser Geschenke schloss Daniel Huber nach der Hälfte der Spielzeit in Überzahl relativ freistehend zum 2:4 in den Winkel ab, ehe Dominik Persch den Vorsprung der Niederbayern genau 90 Sekunden danach sogar auf 2:5 ausbaute.

Das Schlussdrittel begannen die Piraten dann wenigstens etwas engagierter. Alexander Krafczyk verzog aber direkt nach Wiederbeginn ebenso hauchdünn wie Markus Vaitl. Auch aus mehreren Überzahlsituationen konnten die Buchloer in der Folge einfach kein Kapital schlagen. Daher markierte Oliver Wawrotzki mit seinem dritten Treffer nach 51 Minuten bereits die Entscheidung, nachdem die Passauer zuvor den Fokus eher auf die sicher stehende Defensive gelegt hatten. Und auch den Schlusspunkt besorgte Wawrotzki, der kurz vor Ende mit seinem vierten Tor sogar noch das 2:7 erzielte und somit die zweite bittere Niederlage mit sieben Gegentreffern in Folge für den ESVB besiegelte.

„Wir müssen das aufarbeiten und schauen, dass wir wieder zu unserem Spiel finden“, gab Topias Dollhofer abschließend den Ausblick auf die Sonntagspartie zu Hause gegen Geretsried (Spielbeginn: 17 Uhr). Eine Leistungssteigerung wird dafür nach diesem enttäuschenden Auftritt allemal von Nöten sein, um in eigener Halle weiterhin die weiße Weste wahren zu können, zumal die Geretsrieder am Freitag mit einem 5:3 Erfolg über die stark eingeschätzten Peißenberger für Aufsehen sorgten.

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