ESV Buchloe gibt Sieg gegen Königsbrunn kurz vor Schluss aus der HandEine Niederlage, die richtig weh tut

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Doch dann gelang den Gästen tatsächlich noch der Ausgleich und in der anschließenden Overtime sogar das entscheidende Tor, weshalb die enttäuschten Buchloer nach der 3:4 (0:1, 0:1, 3:1, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung nur mit einem Punkt dastanden. Die zweitplatzierten Gäste durften sich dagegen über zwei Zähler freuen und bauten den Vorsprung auf die Pirates auch in der Tabelle auf fünf Punkte aus.

Das Derby vor etwa 420 Zuschauern begann auf beiden Seiten durchaus munter. Ex-DEL-Spieler Fabio Carciola hatte bereits nach gut einer Minute die erste Riesenchance, vergab diese aber vor ESV-Tormann Daniel Blankenburg. Auf der Gegenseite setzten Ladislav Marek, Martin Zahora und Simon Beslic die ersten Akzente, wobei der Lattenschuss von Beslic die bis dato größte Möglichkeit zur Führung war (4.). Je länger das Spiel dann dauerte, desto besser kamen aber die Gäste ins Spiel. Und so gingen die Königsbrunner nach achteinhalb Minuten durch einen Abstauber von Jeffrey Szwez nicht unverdient mit 0:1 in Front, was auch gleichzeitig der Zwischenstand nach 20 Minuten war.

Umkämpft ging es dann in den Mittelabschnitt, in dem die Buchloer zur Hälfte des Spiels sich ein leichtes Übergewicht an Torabschlüssen erarbeitete. Problem war nur, dass das was auf den Kasten des starken Königsbrunner Schlussmanns Markus Kring kam, oftmals viel zu durchschaubar und harmlos blieb. Der wachsame Keeper behielt somit vorerst den Überblick und konnte auch immer wieder gefährliche Aktionen seiner Vorderleute mit ansehen. Die mit einigen erfahrenen und ehemaligen DEL-Spielern hochkarätig besetzte Gäste-Offensive sorgte bei ihren Angriffen nämlich stets für Torgefahr. Und in Sachen Kaltschnäuzigkeit wurde den Buchloern dann nach 36 Minuten die nächste Kostprobe gezeigt. Erneut war der ehemalige Kaufbeurer Profi Jeffrey Szwez zur Stelle und setzte den Puck auf Zuspiel von Fabio Carciola zum 0:2 in die Maschen. Da anschließend Alexander Krafczyk nach feinem Solo erneut an Kring scheiterte (38.), mussten die Hausherren mit dem Zwei-Tore-Rückstand in den letzten Durchgang gehen.

Dort biss sich der mit dem Rücken zu Wand stehende ESV aber wieder zurück, auch weil die Gäste nun ein ums andere Mal auf die Strafbank wanderten. Ein satter Blueliner von Max Dropmann sorgte so in Überzahl zunächst für den 1:2 Anschlusstreffer (48.). Und als vier Minuten später der Ausgleich fiel, waren die Freibeuter endgültig zurück im Spiel. Die erstmalige Führung rund fünf Minuten vor dem Ende durch eine schöne Kombination über Alexander Krafczyk schloss Markus Vaitl wiederum mit einem Mann mehr auf dem Eis zum 3:2 ab. Am Ende fehlten den Piraten in einer hitzigen Schlussphase – in der beide Trainer mit dem Schiedsrichtergespann haderten –  ganze zehn Sekunden zum Sieg. Bei 59:50 glichen die Königsbrunner in Überzahl und ohne Torhüter nämlich tatsächlich durch Patrick Zimmermann noch zum 3:3 aus.

Dass die Gäste in der folgenden fünfminütigen Verlängerung sich schließlich auch noch den Zusatzpunkt durch den Siegtreffer von Matthias Forster holten (65.), machte das Ende dieser Partie auf Augenhöhe noch bitterer für den ESV. Denn die verlorenen zwei Punkte könnten den Piraten, die weiter auf Rang fünf bleiben, in der Endabrechnung noch richtig wehtun.

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