ESV Buchloe gewinnt torreiches Spiel gegen Pfronten mit 9:5Piraten fahren zu Hause die ersten Punkte ein

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Nach den ersten 20 Minuten hatte es danach allerdings noch nicht unbedingt ausgesehen. Denn nach der Freitagsniederlage kamen die Buchloer durchaus eher nervös aus den Startlöchern, wie auch Trainer Alexander Wedl eingestand. Dennoch überstanden die Freibeuter in den ersten Minuten gleich drei Unterzahlspiele unbeschadet und konnten bei einem sogar selbst in Führung gehen. Alexander Krafczyk blieb per Shorthander alleine vor EVP-Torfrau Franziska Albl nervenstark und traf zum 1:0 (3.). Als Oliver Braun nach gut zwölf Minuten dann nach feiner Vorarbeit von Marc Weigant zum 2:0 traf, schien die Partie endlich nach dem Geschmack der über 200 Zuschauer zu laufen. Doch die Gäste verkürzten wenig später durch einen verdeckten Blueliner von Ladislav Hruska auf 2:1 (15.).

Während es also mit einem engen Spielstand in die erste Pause ging, legten die Buchloer anschließend im Mittelabschnitt einen richtigen Sturmlauf hin. In den ersten neun Minuten schnürten die Piraten die nun überfordert wirkenden Pfrontner förmlich in deren Drittel fest und schraubten das Ergebnis mit vier Treffern auf 6:1 in die Höhe. Zunächst hatte David Strodel mit einem platzierten Schuss 24 Sekunden nach Wiederbeginn zum 3:1 getroffen, ehe Tobias Kastenmeier 27 Sekunden später die Scheibe mit der Rückhand zum 4:1 in den Winkel setzte. Ein verwandelter Alleingang von Marc Weigant (24.) und ein Abstauber von David Vycichlo (27.) brachten den Hausherren schließlich einen scheinbar komfortablen 6:1 Vorsprung ein, der die wirklich bärenstarke Phase des ESV auch mit Zählbarem belohnte. Doch in diese Drangphase mischten sich anschließend – zum Unmut von Trainer Wedl – in der Defensive wieder einige Unachtsamkeiten ein, die die Gäste sofort bestraften. „Da müssen wir cleverer agieren und wollten offensiv zu viel“, meinte Wedl, der insgesamt mit der Angriffsleistung seiner Mannen zufrieden war, aber im Abwehrverhalten noch reichlich Arbeit sieht. „Wir machen hinten zu viele Fehler, was dem Gegner viel zu viele Chancen ermöglicht.“ Eine dieser Nachlässigkeiten führte schließlich auch zum 6:2 Anschlusstreffer durch Joel Titsch (29.), der den Buchloern dadurch auch in der Offensive wieder etwas den Wind aus den Segeln nahm. Zwar stellte Oliver Braun gleich darauf mit dem 7:2 den alten Abstand wieder her (33.), aber auch die Pfrontner waren bis zur zweiten Pause noch zweimal erfolgreich. Erst netzte erneut Titsch ein, ehe Dennis Gröger in Überzahl ESV-Schlussmann Michael Bernthaler zum 7:4 überwand.

Und so mussten sich die Piraten vor dem Schlussdrittel den Vorwurf gefallen lassen, dass das bis dahin unterhaltsame Spiel trotz der zum Teil drückenden Überlegenheit in der Anfangsphase des zweiten Abschnitts nicht schon vorzeitig entschieden war. Dennoch keimte auch in den letzten 20 Minuten zu keinem Zeitpunkt mehr wirkliche Gefahr auf, dass die Hausherren das Ergebnis doch noch einmal aus der Hand geben könnten. Denn nach 42 Minuten vollendete Verteidiger John Boger im Powerplay zum 8:4. Anschließend prägten in einer bis dato fairen Partie auf beiden Seiten vor allem Strafzeiten das Geschehen auf dem Eis, wobei David Vycichlo nach einer harten Entscheidung sogar mit einer 5+Spieldauerstrafe wegen eines Checks von Hinten vorab zum Duschen musste. Er wird somit im nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Fürstenfeldbruck gesperrt fehlen. Tore gab es aber auf beiden Seiten auch noch zu vermelden: Robin Wiedmann betrieb mit dem 8:5 noch Ergebniskosmetik für die Gäste (52.), ehe Maximilian Schorer nach einem beherzten Antritt der 9:5-Schlusspunkt gelang (54.).

Jetzt die Hockeyweb-App laden!