ESV Buchloe fährt den nächsten glanzlosen Arbeitssieg einPiraten schlagen Forst mit 9:5

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Letztlich zählen für die Rot-Weißen aber die drei Punkte, wie Trainer Christopher Lerchner schon letztes Wochenende nach der ebenfalls umkämpften Heimpartie gegen Fürstenfeldbruck angemerkt hatte.

Dass man aber trotz des zweiten Sieges im zweiten Spiel noch Luft nach oben hat, zeigte schon der Auftakt, der für die Freibeuter eher suboptimal verlief. Denn schnell mussten man einem Rückstand hinterherlaufen. Nach einem leichtfertigen Scheibenverlust im eigenen Drittel setzte Anton Rauh die Scheibe vorbei am machtlosen ESV-Tormann Johannes Wiedemann genau zum 0:1 in den Winkel (4.). Anschließend nahmen die Piraten zwar das Heft in die Hand, doch die Chancenverwertung blieb wie schon am vergangenen Wochenende das Sorgenkind der Gennachstädter. Christian Wittmann, Timo Hauck, und Alexander Krafczyk scheiterten allesamt aus aussichtsreicher Position und zwischendurch hatte der ESV auch noch Pech mit der Querlatte. Umso kurioser fiel dann nach achteinhalb Minuten doch der Ausgleich durch Timo Rauskolb. Dieser stocherte den Puck zum 1:1 über die Linie. Und nur gut zwei Minuten später hatten die Buchloer das Spiel gedreht. In Überzahl setzte Michal Telesz im Slot die Scheibe zur 2:1 Führung unter die Latte, nachdem er einen Schuss von Christian Wittmann gestoppt hatte. Weil Johannes Wiedemann anschließend noch stark bei einem Unterzahl-Break parierte, ging es mit diesem Zwischenstand auch erstmalig in die Kabinen.

Während die Buchloer im ersten Drittel überlegen waren und nur zu wenig aus ihren vorhandenen Möglichkeiten machten, verflachte das Spiel nach Wiederbeginn erst einmal ein wenig. Forst blieb mit seinen Vorstößen immer wieder gefährlich und so tat das 3:1 den Buchloer sicherlich gut. Die Piraten konnten sich dabei auf ihr Powerplay verlassen, als erneut Michal Telesz nach ganz feinem Zuspiel von Max Hofer in Überzahl nur noch den Schläger hinhalten musste (34.). Zwei Minuten später war Telesz dann den Vorbereiter für das 4:1, das Maximilian Schorer erneut mit einem Mann mehr auf dem Eis für die Freibeuter erzielte. Aber Forst verkürzte nur eine Zeigerumdrehung später auf 4:2, als Michael Krönauer einen unglücklichen Abpraller von der Bande nur noch einschieben musste. Ein neuerlicher Doppelschlag des ESV sorgte aber dennoch für eine beruhigende 6:2 Führung zur zweiten Pause, da Maximilian Schorer und Alexander Krafczyk den Forster Schlussmann Michele Fuhrmann binnen 15 Sekunden überwinden konnten.

Und nachdem Maximilian Schorers drittes Tor (42.) und ein weiterer Treffer von Alexander Krafczyk (44.), der einen Schuss von Robert Wittmann wohl noch abfälschte, den ESV Anfang des Schlussdurchgangs sogar mit 8:2 in Front brachten, schien das Match endgültig gelaufen. Das dachte wohl auch so mancher Pirat, denn fortan machte man es den Hausherren, die sich noch nicht aufgegeben hatten, stellenweise schlicht zu leicht. Folglich kamen die Gastgeber durch Manuel Weninger (46.), Daniel Schmidt (50.) – jeweils in Buchloer Unterzahl – und durch Klaus Müller (52.) wieder auf 8:5 heran. Somit machten die Buchloer sich das Leben für die Schlussphase doch nochmals unnötig selber schwer. Ernsthaft in Gefahr geriet der zweite Pflichtsieg aber trotzdem nicht mehr. Denn die Buchloer überstanden noch zwei weitere Unterzahlspiele unbeschadet und konnten durch Timo Rauskolbs Treffer ins mittlerweile verwaiste Forster Tor sogar noch den 9:5 Endstand herstellen (60.).

Als Fazit lässt sich festhalten, dass stellenweise immer noch etwas Sand im ESV-Getriebe ist, wenngleich die Buchloer auch diese Pflichtaufgabe ohne Punktverlust gemeistert haben und mit der bisher maximalen Ausbeute von sechs Zählern aus zwei Partien am Sonntag ab 17 Uhr zu Hause nun mit dem SC Reichersbeuern den nächsten unbequemen Gegner erwarten.

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