ESV Buchloe empfängt Kempten zum Derby – dann geht es nach HaßfurtPirates wollen am Hammer-Wochenende wieder punkten

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Nach dem zurückliegenden ersten komplett punktlosen Wochenende sollten die Freibeuter in beiden Partien aber möglichst wieder den ein oder anderen Zähler einfahren, um die bislang so gute Ausgangslage im Schlussspurt nicht noch zu verspielen.

„Uns war klar, dass wir nicht mit 14 Siegen durchmarschieren, aber das zurückliegende Null-Punkte-Wochenende hat uns natürlich schon weh getan“, sagt Piraten-Coach Christopher Lerchner, der diese Enttäuschung aber schnell abhaken will. Nach zuvor sieben Siegen am Stück mussten die Buchloer schließlich mit zwei Niederlagen gegen Moosburg (5:6) und Ulm (1:7) am vergangenen Wochenende erstmalig ohne einen einzigen erbeuteten Punkt die Segel streichen. Zwar stehen die Piraten immer noch an der Tabellenspitze der Aufstiegsrundengruppe, doch der komfortable Vorsprung ist fünf Spiele vor dem Ende dadurch ziemlich eingeschmolzen. Die Ulmer sind als Zweiter mit 19 Zählern bis auf zwei Punkte an den ESV herangerückt. Dahinter lauern Amberg (18 Punkte) und der Freitagsgegner Kempten (17 Punkte). Der Abstand zur ersten Mannschaft unter dem Strich, dem EV Moosburg, beträgt aber immer noch neun Punkte. Heißt im Umkehrschluss: Mit zwei Siegen aus den nun noch verbleibenden fünf Partien sind die Piraten so gut wie sicher für die Aufstiegs-Playoffs qualifiziert.

Doch wie schon geschildert warten an diesem Wochenende zwei ganz harte Nüsse auf die Rot-Weißen. Der ESC Kempten ist rein von der Papierform und den Namen im Kader schließlich die wohl am stärksten besetze Mannschaft in dieser Runde. Dennoch konnten die Buchloer bisher alle drei Saisonvergleiche für sich entscheiden – wenn auch mit 6:4, 5:4 n.V. und 4:3 allesamt knapp. Die Sharks dürften somit also auf den ersten Sieg über die Pirates brennen und haben dafür kürzlich auch nochmals prominente Verstärkung bekommen. So wurde vor zwei Wochen mit dem Deutsch-Kanadier Ahren Spylo ein ehemaliger Profi verpflichtet, der in der DEL und in der ersten Schweizer Liga sogar auch schon am Spengler-Cup teilgenommen hat. Der Abgang von Topscorer Adrian Kastel-Dahl wurde somit wohl mehr als adäquat ersetzt und die bislang torhungrigste Offensive um Nikolas Oppenberger, Ron Newhook und die Ex-Piraten Markus Vaitl und Patrick Weigant hat somit einen weiteren starken Zuwachs bekommen.

Ein ebenso schwerer Gang steht dann auch am Sonntag bevor, wenn die weiteste Auswärtsfahrt nach Haßfurt auf dem Programm steht. Der Hauptrundenerste der Nord-Gruppe ist zwar mit drei Niederlagen denkbar schlecht in die Aufstiegsrunde gestartet – drunter war auch der begeisternde 10:3-Hinspielsieg der Piraten über den ESC – doch zuletzt kam man immer besser in Fahrt. Die letzten drei Partien gewannen die Hawks allesamt, worunter mit Siegen über Ulm (3:2 n.V.) und in Amberg (4:2) auch zwei aktuelle Teams über dem Strich waren. Den Kampf um Platz vier haben die Unterfranken also trotz acht Punkten Rückstand noch nicht ganz aufgegeben. Und auch am Sonntag dürften die heimstarken Falken alles daran setzen, weiter im Rennen zu bleiben. Das Prunkstück ist dabei – wie auch beim Freitagsgegner Kempten – die Offensive um die brandgefährlichen Slowaken Michal Babkovic, David Hornak und den Tschechen Jan Trübeneckr. Aber auch in der Defensive bekam man zuletzt mit den Schweinfurtern Kevin Faust und Maurice Köder und dem Litauer Domantas Cypas – neben Tscheche Daniel Hora der fünfte Kontingentspieler im Team – nochmals Zuwachs.

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