ESV Buchloe empfängt Dauerrivalen MemmingenDas nächste Derby vor der Brust

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Nach dem Aufeinandertreffen mit dem HC Landsberg letzten Sonntag ist es für die Gennachstädter schon das zweite stimmungsvolle Derby der noch jungen Bayernligasaison. Dieses Mal dürfen die Freibeuter allerdings vor eigenem Anhang ran, wobei die Aufgabe deswegen sicher nicht einfacher wird. So zählen die Memminger - wie auch die Landsberger - zu den Topfavoriten in der diesjährigen Bayernliga-Spielzeit. Schließlich hat man sich im Sommer durchaus namhaft verstärkt. Mit Torwart Jochen Vollmer kam ein zweitligaerfahrener Schlussmann zum ECDC, der in München, Bietigheim und zuletzt in Riessersee aktiv war. Ebenso holte man mit dem Tschechen Lukas Varecha einen der gefährlichsten Torjäger (31 Tore, 30 Assists) der abgelaufenen Bayernligasaison vom EV Moosburg. Und nicht zuletzt verstärkten sich die Indians auch mit Daniel Huhn, der davor jahrelang das Buchloer Trikot getragen hatte. Ohnehin wird das Duell am Freitag ein Wiedersehen für zahlreiche Akteure auf dem Eis. Nicht nur, dass sich beide Teams in der Vorbereitung bereits zweimal begegneten, sondern auch, weil bei den Piraten mit Alexander Reichelmeir, Pavel Vit und Alexander Krafczyk gleich drei ehemalige Indianer anheuerten.

Der Saisonstart verlief für die Truppe von Neu-Trainer Waldemar Dietrich eher durchwachsen. Dem souveränen 6:2-Auftakterfolg in Pfaffenhofen folgte am letzten Sonntag eine nicht unbedingt einkalkulierte 2:3-Heimniederlage nach Verlängerung gegen den Aufsteiger Schongau. Die Maustädter dürften daher doppelt motiviert sein, um diese schnell vergessen zu machen. Auf die Buchloer wartet also ein heißer Tanz, zumal sich die personelle Lage nicht wirklich entspannt. Neben den Langzeitverletzten Mathias Strodel und Michael Bernthaler sind zahlreiche Spieler angeschlagen. Leichte Entwarnung gibt es zumindest bei Markus Vaitl, der im letzten Spiel in Landsberg einen Stockschlag abbekam. Bei ihm ist nach jetzigem Stand offenbar zum Glück nichts gebrochen, wobei man das durch die Schwellung noch nicht ganz sicher sagen kann. Ein Einsatz - genauso wie bei Christoph Heckelsmüller – ist dennoch sehr fraglich. Definitiv nicht mehr mit an Bord ist Martin Oertel. Der Angreifer, der erst zu Saisonbeginn kam, wird nicht mehr für den ESV auflaufen. „Ihm ist der Aufwand durch seinen neuen Beruf zu groß“, sagt der 2. Vorstand Florian Warkus.

Einfach wird es auch am Sonntag nicht, wenn die Buchloer zum heimstarken TEV Miesbach reisen. Nur ganze zwei Niederlagen erlaubte man sich in 17 Heimspielen in der vergangenen Runde. Kein Überraschung, dass die Oberbayern daher auch die erste Heimpartie gegen Pfaffenhofen erneut klar mit 6:1 gewannen. Grund dafür ist mit Sicherheit, dass die Verantwortlichen seit Jahren immer wieder einen sehr ausgeglichenen Kader zusammenstellen. Erfahrene Spieler werden mit zahlreichen Eigengewächsen des starken Nachwuchs kombiniert, was den TEV in der Vergangenheit zu einem Daueranwärter auf die Playoff-Plätze gemacht hat. Diese Mischung hat man auch heuer wieder betrieben. Zwar musste man mit Torwart Anian Geratsdorfer und Stürmer Athanassios Fissekis gleich zwei hoffnungsvolle Talente Richtung Tölz in die Oberliga ziehen lassen, doch die Neuzugänge könne sich dennoch sehen lassen. Der Abgang des 21-jährgen Fissekis schmerzt aber dann doch, denn mit 26 Toren und 24 Vorbereitungen war er der Topscorer der letzten Saison. Ihn soll Stürmer Tom-Patrick Kimmel ersetzten, der aus Bad Tölz kam und schon in der DEL und 2. Bundesliga gespielt hat. Auch vom neuen tschechischen Angreifer Jan Trojan verspricht man sich einiges und sein Können hat er mit drei Toren und zwei Assists in den ersten beiden Spielen auch bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

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