ESV Buchloe empfängt am Sonntag zu Hause den TEV MiesbachSpitzenreiter kommt in die Gennachstadt

ESV Buchloe empfängt am Sonntag zu Hause den TEV MiesbachESV Buchloe empfängt am Sonntag zu Hause den TEV Miesbach
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Ganz rund läuft es derzeit bei den Buchloern nicht. Zwar holte man am vergangenen Freitag beim 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen den ESC Dorfen zumindest zwei Punkte. Doch zwei Tage später setzte es beim Derby in Memmingen eine klare 2:7-Niederlage und das obwohl man die ersten 30 Minuten noch ganz aussichtsreich mitgehalten hatte. Dem „goldenen November“ folgt somit bislang im Lager der Rot-Weißen ein eher „mauer und trister Dezember“. Denn während man im vergangenen Monat mit sechs Siegen aus sieben Spielen fast das Optimum erzielen konnte, stehen im Dezember in vier Partien erst die vorhin genannten zwei Punkte aus dem Piraten-Duell gegen Dorfen zu Buche. Ausgerechnet gegen den Tabellenführer sollen nun die nächsten Zähler im Kampf um die heißbegehrten ersten acht Plätze her. Dass dies aber alles andere als einfach wird, versteht sich dabei fast schon von selbst, auch wenn die Buchloer bis auf zwei Ausnahmen zu Hause relativ konstant und gut gespielt haben.

Die Miesbacher sind jedoch eine echte Hausnummer. Schon in den letzten Jahren standen die Oberbayern regelmäßig in den Play-offs, wohingegen heuer bisher der ganz große Coup zu gelingen scheint. Schließlich grüßt man nunmehr seit zehn Spieltagen ununterbrochen von der Tabellenspitze und kann somit bereits sicher für die Verzahnungsrunde planen. Ein wenig überraschend sind die bärenstarken Leistungen des TEV allerdings schon, da es vor der Saison im Sommer doch einige Wechsel im Team gab. Die Abgänge wurden aber offenbar mehr als adäquat ersetzt. So kann der aus Südtirol stammende Trainer Simon Steiner, der in der vorigen Spielzeit sein Heimdebüt ausgerechnet gegen Buchloe gab, auf zahlreiche Neuzugänge bauen, die teilweise schon lange Zeit höherklassig unterwegs waren. Bestes Beispiel dafür ist der momentan erfolgreichste Punktesammler Tom-Patrick Kimmel (15 Tore und 13 Assists), der vom Oberligisten Bad Tölz kam und auch schon eine Spielzeit beim DEL-Club in Schwenningen verbracht hat. Oder auch die Angreifer Christan Heller (ebenfalls Bad Tölz), Florian Gaschke (Rosenheim, DEL2) sowie Verteidiger Benjamin Frank (Deggendorf), die ebenso ganz oben in der teaminternen Scorerliste zu finden sind. Auf der Kontingentposition vertraut man in diesem Jahr auf die Dienste des Tschechen Jan Trojan. Er ist mit 17 Assists derzeit der beste Miesbacher Vorlagengeber, wird dem TEV allerdings am Freitag auf Grund einer Spieldauerstrafe gesperrt fehlen. Mit dabei ist mit Athanasios Fissekis jedoch ein anderer brandgefährlicher Spieler. Der gerade einmal 21-Jährige spielte in der letzten Saison eine überragende Runde und empfahl sich als Topscorer mit 47 Punkten für höhere Aufgaben. Der Wechsel zum Nachbarn Bad Tölz im Sommer kam daher nicht überraschend. Doch weil Fissekis dort offenbar kaum zum Zuge kam, kehrte er vergangenes Wochenende nach Miesbach zurück und traf in den ersten beiden Partien auch schon wieder ganze drei Mal. Auch den Piraten ist der Angreifer sicherlich noch in unliebsamer Erinnerung, denn beim letztjährigen Auswärtsspiel der Buchloer in der Zwischenrunde zerlegte Fissekis den ESV mit vier Toren und einer Vorlage bei der 5:6 Niederlage nach Penaltyschießen fast im Alleingang. Das Hinspiel in dieser Spielzeit verlief dabei nicht so knapp. Dies verloren die Freibeuter nämlich klar und deutlich mit 0:7, was sich am Sonntag – wenn es nach dem Willen der Buchloer geht – natürlich gewaltig ändern soll.

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