ESV Buchloe braucht zwei Siege und einen Ausrutscher der KonkurrenzPiraten hoffen auf ein kleines Wunder

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Denn vor dem abschließenden Wochenende in der Aufstiegsrunde kann den Piraten eigentlich nur noch ein eben solches Wunder helfen, um noch auf Rang drei zu springen und so den Traum vom direkten Wiederaufstieg in die Bayernliga möglich zu machen. Nach der Niederlage vergangenen Sonntag gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn Dorfen hat man es nämlich nicht mehr in eigener Hand und muss auf einen Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Grundvoraussetzung ist zudem auch, dass man die beiden letzten Heimspiele am Freitag ab 20 Uhr im Nachholspiel gegen Amberg und am Sonntag ab 18 Uhr gegen den Bayernligisten Geretsried zwingend gewinnen muss.

Auf die Frage, wie hoch ESV-Trainer Alexander Wedl noch die Chancen auf Platz drei sieht antwortete der Buchloer Coach direkt nach der bitteren Heimniederlage gegen Dorfen mit „Null Prozent“. Ganz so aussichtslos und unmöglich ist die Lage für die Gennachstädter zwar noch nicht, doch muss für das viel zitierte Wunder einiges zusammenkommen. Denn die Buchloer stehen vor dem Showdown in der Aufstiegsgruppe mit derzeit vier Punkten Rückstand auf den Dritten Dorfen und den Zweiten Schongau im Rennen um die Top Drei nicht wirklich gut da. Zudem weisen beide bisherigen Bayernligisten auch das deutlich bessere Torverhältnis auf, das bei Punktgleichheit entscheiden wird. Hierbei ist auch schon das gewertete Spiel gegen Haßfurt berücksichtigt, dass der ESV eigentlich letzten Freitag mit 2:8 verloren hatte. Da Haßfurt aber wie in der gesamten Runde zuvor auch hier wieder mit vier statt der erlaubten zwei Kontingentspieler angetreten war, bekommen die Piraten im Nachhinein die Punkte zugesprochen, was zwar vom BEV noch nicht offiziell bestätigt wurde, zuletzt aber immer erst Freitagvormittag bekanntgegeben wurde und somit wohl noch folgen wird.

Die Ausgangslage ist dann eigentlich schnell erklärt: Die Gennachstädter brauchen in ihren beiden Heimspielen unbedingt mit sechs Zählern die volle Punkteausbeute. Zudem darf Dorfen, die nur noch ein Spiel zu Hause gegen Vilshofen absolvieren müssen, nicht gewinnen. Auch den Tabellenzweiten Schongau könnten die Buchloer rein rechnerisch noch überholen, da auch die Mammuts genau wie Dorfen derzeit mit 27 Zählern genau vier Punkte vor dem ESV liegen. Doch dann dürften die Schongauer, die genau wie die Pirates noch zwei Partien auf dem Programm haben, ebenfalls nur lediglich einen einzigen Punkt beim Gastspiel in Kempten und im Nachholspiel gegen Amberg holen. Unter der Woche war zudem auch noch nicht klar, ob für das von Amberg wegen Krankheit abgesagte Spiel überhaupt ein Nahholtermin gefunden werden kann, oder ob es vielleicht sogar eine Wertung durch den Verband pro Schongau gibt. Geschieht letzteres wären die Mammuts definitiv nicht mehr einholbar für die Buchloer.

„Nachholspiel“ ist auch das passende Stichwort für das erste Alles-oder-Nichts-Duell der Freibeuter am Freitag gegen Amberg. Schließlich hätte die Partie gegen den ERSC bereits vor knapp drei Wochen stattfinden sollen. Doch damals mussten die Buchloer kurzfristig absagen, da man auf Grund eines Magen-Darm-Virus keine spielfähige Mannschaft zusammenbekam. Der Hauptrundenerste der Nordstaffel kann als derzeit Tabellenfünfter mit 17 Punkten im Aufstiegsrennen nicht mehr mitreden. Zehn Punkte sind in den drei Partien nicht mehr aufzuholen, sodass den Buchloern ein Sieg deutlich mehr bringen würde wie den Wildlions. Wenn es also wie im Hinspiel laufen würde, als die Buchloer 5:2 im Amberg siegten, hätte man im ESV-Lager also sicher nichts dagegen.

Vorausgesetzt man holt am Freitag tatsächlich den Dreier, würde es im Sonntagsmatch gegen den bereits vorzeitig geretteten Bayernligisten ESC Geretsried zu einem weiteren echten Finale kommen. Wenn zeitgleich Dorfen dann zu Hause auf den Tabellenletzten Vilshofen trifft, brauchen die Buchloer auch gegen den letztjährigen BEL-Viertelfinalisten Geretsried einen weiteren Dreipunkterfolg. Dass die Riverrats, die eine ziemlich souveräne Verzahnungsrunde gespielt haben, bereits den Klassenerhalt in der Tasche haben, muss dabei aber nicht unbedingt ein Vorteil sein. Denn der Gruppenerste kann somit befreit aufspielen und auch im Hinspiel zeigten die Oberbayern ihre Klasse, als die Piraten mit 2:10 die höchste Niederlage der Saison kassierten.

Dennoch stirbt die Hoffnung bekanntlich ja zuletzt, was nicht nur in diesem Match sondern auch am gesamten Wochenende das Motto der Buchloer sein dürfte, die somit aus dem Daumendrücken demnach gar nicht mehr herauskommen sollten, wenn das Wunder tatsächlich noch Realität werden soll.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!