ESC Geretsried verliert knapp in GrafingKnappe Niederlage gegen Klostersee

GeretsriedGeretsried
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Sein Debüt gab U20-Spieler Paul Gania, der in der vierten Reihe der River Rats aufgeboten wurde. An die Gastgeber haben die Rats keine guten Erinnerungen, im Vorjahr verlor man beide Punktspiele gegen den EHC sang- und klanglos mit 0:6 und 0:3. Da half dann auch der Sieg in der Vorbereitung wenig. Zudem steckte den Spielern noch die Nachricht über den Tod von Edi Hien in den Köpfen. Der langjährige Stadionsprecher und Mitarbeiter des Geretsrieder Merkurs hatte einen sehr guten Draht zur Mannschaft und hinterlässt eine große Lücke in der Rats-Familie. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an die Verantwortlichen des EHC Klostersee, welche uns eine Schweigeminute ermöglichten.

Die erste ganz dicke Gelegenheit gehörte der Mannschaft von Trainer Sebastian Wanner, doch Martin Köhler scheiterte mit einem frühen Penalty am ehemaligen Geretsrieder Dominik Gräubig. Es sah gut aus was die Rats in den ersten Minuten aufs Eis brachten. Mit hoher Laufbereitschaft und viel Druck brachten sie Klostersee unter Bedrängnis. Einzig im Abschluss klemmte es noch etwas, Gräubig war auf dem Posten. Die Gastgeber hingegen zeigten sich effektiver und versenkten ihren ersten richtig gefährlichen Angriff per Nachschuss zum 1:0 (8.). Der ESC zeigte sich unbeeindruckt und belohnte seinen couragierten Auftritt mit dem Ausgleich. Michi Hölzl setzte sich stark im gegnerischen Drittel durch und am Ende war Josef Reiter per Abstauber zur Stelle (13.). Kurz vor der Drittelpause gelang in doppelter Überzahl sogar der Führungstreffer, Stephan Englbrecht verwertete ein Zuspiel von Ondrej Horvath perfekt zum 2:1 (19.).

Direkt nach Wiederbeginn hätte der dritte Treffer für den ESC fallen müssen, aber erst verfehlte Horvath nach Traumpass von Strobl das Tor und nur wenige Momente später scheiterten Köhler und May bei einem Unterzahlbreak. Die Gastgeber wurden wieder aktiver, doch David Albanese hielt seine Mannschaft mit einem entschärften Alleingang vorerst in Führung. Pech hatte dann Maxi Rieger, nur der Pfosten verhinderte bei seinem Direktschlagschuss von der blauen Linie den Einschlag. Klostersee nutzte im Anschluss eine  Überzahl und stellte die Anzeigetafel durch Kritzenberger auf 2:2 (31.). Der ESC war im zweiten Durchgang einfach zu oft auf der Strafbank. Den technisch starken Hausherren spielte das natürlich in die Karten, die Defensive stand ordentlich unter Druck. Ein kapitaler Fehler in der Hintermannschaft führte zum 3:2, Wieczorek hatte völlig verlassen vor Albanese keine Mühe mehr (32.). Nachdem Röder wegen eines Bandenchecks gegen Luis Rizzo vorzeitig zum Duschen musste, nutzten auch die Rats ihr Powerplay. Fuchs bediente May am langen Pfosten mustergültig, der aus spitzem Winkel vollendete (37.). Auf einmal ging es Schlag auf Schlag. Der EHC bekam, immer noch in Unterzahl, einen Penalty zugesprochen. Gaschke trat an und verwandelte durch die Beine zum 4:3 (38.).

Im letzten Drittel hütete Martin Morczinietz dem ESC-Kasten und auch er sollte seine Sache gut machen. Wieder brachten sich die Rats durch einige Strafzeiten in Bedrängnis, aber Morczinietz war sofort auf Betriebstemperatur. Englbrecht verpasste dann um Haaresbreite den Ausgleich, der abgefälschte Schuss segelte knapp über den Kasten. Das Spiel wurde gegen Ende nochmal hitzig, was dem ESC eine doppelte Überzahl einbrachte. Ein Tor sollte allerdings nicht mehr rausspringen und so blieb es beim 4:3 für Klostersee.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!