ESC Geretsried trennt sich von Trainer Ludwig AndräSebastian Wanner und Peter Holdschik übernehmen

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In der aktuellen Spielzeit lief es allerdings nicht so rund, mit zehn Punkten Abstand verpasste man den angestrebten Platz acht in der Bayernliga deutlich und auch der Auftakt in die Verzahnungsrunde lief mit der Heimpleite gegen Kempten alles andere als geplant. Die Vereinsführung reagiert nun, Peter Holdschik (2. Vorstand) äußert sich wie folgt dazu: „Wir haben in der Vorstandschaft schon in den letzten Wochen eine Abwärtstendenz wahrgenommen aber gehofft, dass die Mannschaft noch die Kurve bekommt. Bei nur 14 Spielen in der Verzahnungsrunde können wir uns es einfach nicht erlauben in ein Loch zu fallen. Die Leistung gestern war absolut erschreckend, da hat gar nichts gestimmt. Körpersprache, Einstellung und Wille war quasi nicht vorhanden. Es geht um den Abstieg und man hat nicht das Gefühl, dass es alle verstanden haben. Deshalb mussten wir leider diese Entscheidung treffen, die uns allen nicht leicht gefallen ist“. In der Vereinsmitteilung heißt es: „Wir möchten uns bei Ludwig für die vergangenen eineinhalb Jahre bedanken und wünschen ihm für seine Zukunft alles erdenklich Gute. Mit ihm gelang der größte Erfolg der Vereinsgeschichte, das werden wir sicher nicht vergessen. Leider erwischt es den Trainer in einer schlechten Phase oft als erstes, doch die Mannschaft muss nun eine Reaktion zeigen.“

Auf der Suche nach einem Nachfolger ist man schnell in den eigenen Reihen fündig geworden. Ab sofort wird Sebastian Wanner (bisheriger U20-Trainer) an der Bande der Rats stehen. Wanner ist alles andere als unbekannt, war bereits drei Jahre in der Landesliga für den ESC als Trainer tätig und hat auch als Spieler hier eine große Vergangenheit. Seine letzte Trainerstation im Senioreneishockey waren die Germering Wanderers, welche er zwei Jahre in der Bayernliga betreute. Holdschik freut sich über die interne Lösung: „Wir haben natürlich überlegt, wer uns jetzt kurzfristig weiterhelfen kann. Die externe Variante ist in diesen Überlegungen schnell rausgefallen, da die Suche wahrscheinlich zu lange gedauert hätte und auch zu unsicher gewesen wäre. Deshalb ist die Lösung mit Sebastian Wanner für uns der Idealfall. Er kennt die Mannschaft und den Verein bestens, ist als Trainer hervorragend ausgebildet und hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er solche Situationen bewältigen kann. Nach sehr kurzer Bedenkzeit hat er uns die Zusage gegeben und wir sind froh, dass er uns in dieser schwierigen Situation unterstützt“. Zudem wird Holdschik selbst als Co-Trainer zum Team dazustoßen. Er verfügt wie auch Wanner über reichlich Trainererfahrung bei den Rats (früher Junioren und 1. Mannschaft), außerdem hat er als Spieler viele Jahre höherklassig gespielt (Kassel, Bad Tölz, Miesbach, Heilbronn, Kaufbeuren, TuS Geretsried). Sein Plan für die verbleibenden 13 Spiele ist klar: „Wir müssen morgen in Vilshofen gewinnen, völlig egal ob hoch, knapp, verdient oder unverdient. Jeder muss verstehen, dass wir mitten im Abstiegskampf stecken. Nächste Woche werden wir uns neu sortieren und auch versuchen im Training ein paar Sachen anzupacken. Der Verbleib in der Bayernliga ist natürlich unser Ziel und dafür müssen alle am gleichen Strang ziehen.“

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