Erstes Heimderby für die Black HawksBlack Hawks Passau

Erstes Heimderby für die Black HawksErstes Heimderby für die Black Hawks
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Extra für das erste Derby der Saison haben die Verantwortlichen der EHF zum Einlauf eine Pyrotechnik-Show organisiert. Die Landesliga Bayern-Nordost ist gespickt mit Teams aus Ostbayern. Allen voran die Traditionsvereine aus Dingolfing und Vilshofen, aber eben auch der ERC Regen. Mittendrin auch die EHF Passau Black Hawks, die trotz ihres jungen Alters schon auf ordentliche Erfolge im Eishockey zurückblicken können. Alle vier niederbayerischen Teams haben in dieser Saison das Potenzial, um um die vorderen Plätze in der Liga mitspielen zu können. Nach dem ersten Viertel der Spiele sieht es aber im Moment so aus, als könnten nur die Black Hawks und die Vilshofener Wölfe diese Erwartungen auch erfüllen.

Trotzdem sollte man die Red Dragons, die bislang ihre sechs Spiele allesamt verloren, als Gegner für das erste Derby in der Passauer Eisarena nicht unterschätzen. Als Absteiger aus der Bayernliga, und zuletzt mit ansteigender Formkurve, verfügt Regen immer noch über erfahrene Spieler, die gerade in so einem Spiel über die extra Portion Motivation verfügen. Denn man kennt sich in Ostbayern. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass mit Helmut Kössl ein Niederbayerisches Urgestein im Kader der Red Dragons steht. Die Passauer Fans der ersten Stunde können sich noch gut an die Zeit erinnern, als der ehemaligen Tigers-Profis im Trikot der Black Hawks spielte. In den ersten Spielen in der Eisarena gehörte Kössl zu den Erfolgsgaranten und Publikumslieblingen der noch jungen Habichte. Doch gerade in der Verteidigung sind die Red Dragons im bisherigen Saisonverlauf nicht sattelfest. 45 Gegentreffer stellen den negativen Spitzenwert in der Liga dar. Dabei bekam Trainer Sascha Werner, neben Verteidigergröße Kössl, mit Markus Feiner auf der Torhüterposition eine bayernligaerfahrene Verstärkung. Ein Grund für den Regener Fehlstart ist aber sicherlich in der fehlenden Vorbereitung zu suchen. Ein Leck in der Kühltechnik der Regener Eishalle verhinderte nicht nur Vorbereitungsspiele, sondern auch wichtige Trainingseinheiten.

Bei den Black Hawks hingegen läuft alles nach Wunsch. Mit nur einer Niederlage aus den bisherigen sieben Spielen rangieren die Passauer aktuell auf Rang zwei hinter Schweinfurt. An diesem Wochenende kehren auch die Stürmer Tim Hirtreiter und Oliver Ferstl in den Kader zurück. Beide hatten sich in der Vorbereitung Handverletzungen zugezogen, die sie die ersten Spiele verpassen ließen. Seit einer guten Woche sind sie nun zurück im Mannschaftstraining. „Ein Einsatz am letzten Wochenende wäre möglich gewesen, aber aufgrund des harten Wochenendes, das uns jetzt bevorsteht, war es besser noch diese Woche zu warten“, so Coach LoCastro. Der weiß darum, dass es zwei schwere Aufgaben werden. Denn dem Derby am Freitag folgt am Sonntag eine schwere Auswärtspartie bei den Kissinger Wölfen. Die haben bislang ebenfalls nur ein Saisonspiel verloren, nämlich das in Passau. Der Mitfavorit auf einen der vorderen Plätze sinnt im Rückspiel entsprechend auf Revanche. Dann steht dem neuen Passauer Trainer aber auch eine seiner Universalwaffen wieder zur Verfügung. Adrian Geiss musste am letzten Wochenende wegen einer Spieldauerstrafe aus dem Selb-Spiel noch aussetzen und verpasst das Derby am Freitag aus beruflichen Gründen. Zum Topspiel am Sonntag könnten die Habichte aber erstmals in der Saison auf den vollen Kader zurückgreifen und damit hoffentlich drei Punkte aus dem Wolfsbau entführen.

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