Erster Schritt ist gemachtERC Sonthofen

Erster Schritt ist gemachtErster Schritt ist gemacht
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Direkt nach Spieleröffnung sah man, was für beide Mannschaften auf dem Spiel stand. Es wurde um jeden Puck gekämpft und der Gegner bearbeitet. Dabei hatte der ERC Sonthofen bei dem dritten Wechsel der Angriffsformationen einen großen Vorteil. Michael Waginger legte Pavel Vit den Puck auf und dieser sah Michael Grimm, der direkt freistehend vor den Tor der Indians das 1:0 für die Bulls erzielte. Nach zwei Spielminuten mit 1:0 zu führen, das war natürlich ein Traumstart für Schwarz-Gelb. Im weiteren Spielgeschehen war der ERC zweimal hintereinander in Unterzahl. Das beste Unterzahlspiel der Liga ließ die Gäste im Powerplay nicht zur Entfaltung kommen und so wurde diese Situation souverän überstanden.

In der 13. Spielminute war dann Memmingen auf der Strafbank. Sonthofen hatte Überzahl. Das Powerplay funktionierte gut. Ein weiterer Gästespieler konnte nur durch ein Foul einen Treffer verhindern. Damit hatten die Bulls ein 5:3-Überzahlspiel und dieses wurde gnadenlos ausgenutzt. Eine Passkombination über Waginger und Kujala verwandelte Mannschaftskapitän Florian Bindl zum 2:0. Damit hatten die Bulls weiterhin noch einen Spieler mehr auf dem Eis. Nach 49 Sekunden weiterer Überzahl schlug es wieder im Tor der Memminger ein. Torschütze war Verteidiger Nicholas Wong auf Vorarbeit von Christian Krötz und Ron Newhook. Mit diesen beiden Strafen hatten sich die Gäste einen Bärendienst erwiesen, der von Sonthofen eiskalt genutzt wurde. In der 20. Spielminute musste dann der Memminger Martin Schweiger vorzeitig zum Duschen. Gegen ihn wurde eine Strafe wegen Verletzung mit 5+ Spieldauer ausgesprochen.

Das Mitteldrittel begann mit fünf Minuten in Überzahl für den ERC. Diese konnte aber nicht in Treffer verwandelt werden, da die Gäste in dieser Phase gut defensiv arbeiteten. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, wobei der ERC des öfteren abgeklärter wirkte. Nachdem die Strafe für Memmingen überstanden war, kamen sie zum Erfolg. Einen Abwehrfehler der Bulls nutzte Andreas Schmelcher zum Anschlusstreffer. Damit stand es 3:1 und im Lager der Anhänger der Indians keimte Hoffnung auf. Diese dauerte aber nur 20 Sekunden. Dann schlug Schwarz-Gelb wieder zu. Auf Vorarbeit seiner Sturmpartner stellte Ron Newhook den alten Abstand wieder her. Dieser Treffer zeigte bei den Gästen Wirkung. Ihre Aktionen wurden unkonzentrierter und das Spielsystem funktionierte nun nicht mehr so gut wie vorher. Sonthofen war in dieser Phase eindeutig besser und setzte die Gäste unter Druck. Ein Scheibenverlust im Angriff der Memminger wurde durch Michael Waginger in der 28. Minute mit dem 5:1 bestraft. Daraufhin wechselten die Indians ihren Goalie. Alexander Reichelmeier stand nun im Tor und wurde auch gleich unter Beschuss genommen. Vier Minuten später war auch er machtlos. Glücklich landete der Puck zwischen den Beinen von Janne Kujala der reaktionsschnell die Chance erkannte und den sechsten Treffer für die Bulls schoss. Kurz vor Drittelende waren dann die Indians mit ihrem zweiten Treffer an der Reihe. Torschütze war Patrick Zimmermann zum Pausenstand von 6:2 für die Gastgeber.

Das letzte Drittel konnte an das Niveau der beiden vorhergehende nicht anknüpfen. Der ERC verwaltete das Ergebnis und versuchte das Spiel zu kontrollieren. Die Memminger kamen mit Härte und den Willen zur Resultatsverbesserung aus der Kabine. Das Spiel wurde auf beide Seiten intensiver, nur die Klasse ging etwas verloren. In der 55. Spielminute war dann Alain Joanette mit dem dritten Treffer für seine Mannschaft erfolgreich. Damit stand es 6:3 und die Gäste versuchten alles, um dem Spiel eine Wendung zu geben. Dies gelang jedoch nicht. Allerdings wurde in dieser Phase der Sonthofer Kapitän Florian Bindl verletzt. Ob er am Sonntag eingesetzt werden kann, ist momentan noch nicht bekannt.

Bei der anschließenden Pressekonferenz sprach Memmingens Trainer Jogi Koch von einem verdienten Sieg des ERC Sonthofen. Dabei bemängelte er die Umsetzung der ausgegebenen Marschroute bei seiner Mannschaft.

Sonthofens Trainer Dave Rich war mit dem Ergebnis zufrieden. Er sprach davon, dass dies der erste Schritt sei, aber noch weitere folgen müssten. Weiterhin bedauerte sehr die Verletzung von Florian Bindl, konnte aber noch keine Aussage zur Schwere der Verletzung treffen.

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