ERSC-Löwen knacken den nächsten FavoritenAmberger Last-Minute-Sieg gegen Miesbach

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Danach hatte es allerdings über weite Strecken nicht ausgesehen, denn noch acht Minuten vor dem Ende lagen die Gastgeber zurück. Miesbach war teilweise hochüberlegen, scheiterte aber zumeist am herausragenden Amberger Torhüter Timon Bätge. Ebenfalls als Matchwinner kann sich Ryan Murphy fühlen, denn der US-Stürmer war an allen ERSC-Treffern direkt beteiligt.

Murphy hatte schon nach 50 Sekunden die erste gute Chance für Amberg, aber nur Augenblicke später lag Miesbach in Führung. Alexander Kirsch traf für die Gäste und nur kurz darauf erhöhte Michael Grabmeier auf 0:2 für die spielbestimmenden Oberbayern. Der ERSC machte es in dieser Phase dem Favoriten zu einfach, war nicht konsequent genug. Miesbach blieb überlegen und Bätge unter Dauerbeschuss. Erst langsam fingen sich die Gastgeber. Youngster Leon Hartl verwertete dann aber einen gelungenen Spielzug zum 1:2. Amberg konnte sich nun mehr und mehr aus der Umklammerung befreien, hatte dann auch Überzahlmöglichkeiten. Die erste noch ohne Wirkung, aber die nächste führte zum 2:2-Ausgleich durch Murphy.

Der Mittelabschnitt war ereignisreich, vor allem in der Amberger Verteidigungszone, aber torarm. Das lag in erster Linie an Bätge, der sein Team vor Schlimmerem bewahrte. Das 2:3 nach einem unnötigen Scheibenverlust seiner Vorderleute konnte aber auch er nicht verhindern. Amberger Chancen blieben in der Anzahl überschaubar, durch Felix Köbele, Shawn Campbell und Mennear aber durchaus erfolgversprechend.

Regelrechte Dramaturgie bot das Schlussdrittel, in dem Murphy nach nur 90 Sekunden ausgleichen konnte. Der ERSC wirkte nun konsequenter und konzentrierter, dennoch legte Miesbach erneut vor. Beim Schuss des Kanadiers Patrick Asselin war Bätge im Amberger Tor die Sicht versperrt. Aber „Aufgeben“ war an diesem Abend aus dem Amberger Vokabular gestrichen. Die Löwen mobilisierten die letzten Kräfte und schafften das Unmögliche. Zunächst sorgte erneut Hartl für den 4:4-Ausgleich und in der Schlussminute staubte Mennear zum 5:4 ab. Da half es auch nicht mehr, dass Miesbach die restliche Zeit den Torhüter zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahm. Nach dem Spielverlauf war das Resultat sicherlich etwas glücklich, aber aufgrund des nimmermüden Einsatzes der Löwen nicht unverdient. ERSC-Coach Dan Heilman lobte hinterher besonders seinen Torhüter: „Timo war ganz stark, hat uns im Spiel gehalten – aber die Mannschaft hat insgesamt einen tollen Charakter gezeigt“. Gästetrainer Michael Baindl war verständlicherweise enttäuscht: „Wir waren super ins Spiel gekommen, aber wir geben zurzeit Gegentore zu einfach her. Wir müssen kapieren, dass jeder Gegner gegen uns alles raushaut“.


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