ERSC Amberg verpasst Überraschung gegen KemptenDrei Gegentore in Unterzahl

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Am Ende und insgesamt nicht ganz unverdient, weil die Chancenverwertung konsequenter war, vor allem bei den vorhandenen Überzahlsituationen, wo sie dreifach trafen.

Bei den Amberger Wild Lions gab es vor der Begegnung bereits schlechte Nachrichten, denn die Hoffnung auf eine Rückkehr des einen oder anderen verletzten Spielers hatten sich zerschlagen. So fehlten neben dem gesperrten Lukas Salinger weiter noch Andy Pielmeier, Benjamin Frank und Daniel Krieger – allesamt wichtig für die Defensive. Trotzdem überraschten die Gastgeber den Favoriten im Anfangsdrittel, gingen bereits nach 90 Sekunden durch Michael Kirchberger in Führung. Auch im weiteren Verlauf hatte der ERSC ein deutliches Chancenplus zu verzeichnen und es brannte mehrfach vor dem Gehäuse von Nationaltorhüterin Jennifer Harß, aber das Tor schien wie vernagelt. Mitte des Drittels sandten die Gäste durch einen Pfostentreffer des Finnen Joonas Huovinen ihren ersten Warnschuss. Die Amberger Versuche blieben weiter nicht vom Glück verfolgt und 13 Sekunden vor der Drittelsirene gelang Kempten in Überzahl der Ausgleich durch Verteidiger Mauro Seider.

Dies zeigte offenbar Wirkung, denn zum Mittelabschnitt hatten die Sharks nun wesentlich mehr Spiel- und Chancenanteile. Den ERSC sah man nur noch sporadisch im Angriff, aber dann hatten die Löwen die bis dahin beste Gelegenheit durch Brett Mennear auf Vorlage von Ryan Murphy, doch der Kanadier scheiterte an Harß und im direkten Gegenzug fiel das 1:2, erneut durch Seider. Exakt 20 Sekunden später erhielten die Gäste auch noch einen Penalty zugesprochen, aber den parierte Ambergs Timon Bätge gegen Huovinen. Kempten blieb überlegen und nutzte zum Drittelende hin noch eine weitere Powerplaymöglichkeit zum 1:3 durch den kanadischen Neuzugang Robert Lepine.

Die gut 600 Zuschauer bekamen dann ein äußerst abwechslungsreiches Schlussdrittel geboten. Gleich zu Beginn wurde einem vermeintlichen Treffer von Felix Köbele die Anerkennung verweigert (hoher Stock), danach folgte durch Huovinen das 1:4 – wieder in Überzahl. Nur 27 Sekunden später verkürzte wiederum Kirchberger auf 2:4 und Amberg hatte die Partie längst noch nicht verlorengegeben. Und selbst nach dem 2:5 durch Huovinen setzte der ERSC weiter nach, kam durch Youngster Leon Hartl zum dritten Treffer. Danach stand das Tor von Jennifer Harß wieder vermehrt unter Beschuss. Den Löwen fehlte insgesamt aber das Glück und auch die Durchschlagskraft, um dem Spiel noch eine Wende geben zu können. 120 Sekunden vor dem Ende beseitigte Lars Grözinger mit dem 3:6 alle Spekulationen.

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