ERSC Amberg besiegt Peißenberg nach AchterbahnfahrtOffener Schlagabtausch

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Die Schlussphase der regulären Spielzeit geriet mit fünf Treffern in knapp fünf Minuten dabei zur Achterbahnfahrt der Gefühle für die Amberger Anhängerschaft. Nach 38 Sekunden der Verlängerung erlöste Torjäger Ryan Murphy mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend die Fans.

Vom Eröffnungsbully weg entwickelte sich ein Spiel mit hohem Unterhaltungswert auf beiden Seiten und einem Auftakt nach Maß für Amberg: Marco Pronath nutzte einen Scheibenverlust der Gäste eiskalt zur 1:0-Führung. Auf der Gegenseite verhinderte im Gegenzug Timon Bätge eine Großchance von Athanasios Fissekis. Der ERSC-Goalie konnte wenig später noch zweimal glänzend parieren, ehe Gäste-Kapitän Martin Andrä doch der Ausgleich gelang. Es blieb ein rasanter Schlagabtausch, der sogar noch an Tempo zunahm. Eine zweifache Unterzahl überstanden die Gastgeber unbeschadet, ehe sie dann selbst im doppelten Powerplay zuschlugen: Verteidiger Lukas Salinger traf ideal von der blauen Linie aus. Amberg hatte nun deutlich mehr vom Spiel, was sich durch das 3:1 von Ryan Murphy auszahlte. Peißenberg hatte durchaus seine Möglichkeiten, aber Bätge im Amberger Tor wirkte sicherer als sein Gegenüber Korbinian Sertl bei den Miners.

Im Mittelabschnitt ging es rasant weiter, chancentechnisch mit einem Plus für die Löwen, bei denen besonders das Forechecking sehr gut funktionierte. Große Möglichkeiten für die Gäste blieben deshalb im Wesentlichen aus. Dafür traf der ERSC sehr bald zum 4:1 durch Michael Kirchberger im Powerplay. Zu diesem Zeitpunkt ein Resultat, das den Spielanteilen entsprach. Danach häuften sich Amberger Möglichkeiten und Peißenberg hatte sichtlich Schwierigkeiten. Die Miners fingen sich aber wieder, kamen ihrerseits zu Chancen – allerdings stets mit der Endstation Bätge. In der Schlussphase geriet Amberg in Unterzahl, hatte aber 17 Sekunden vor dem Ende bei einem Konter von Murphy die große Gelegenheit zur Vorentscheidung, aber der ERSC-Stürmer scheiterte an Sertl.

Dieses Powerplay hatte auch zu Beginn des Schlussabschnitts noch Gültigkeit und kurz vor Ablauf kamen die Miners doch noch zum 4:2 durch Sinan Ondörtoglu. Das sorgte auf Amberger Seite kaum für Sorge, zumal die Löwen sich ihrerseits sofort wieder Chancen erspielten und den Gast in dessen Verteidigungszone einschnürten. Peißenberg hatte dabei vor allem mit dem Tempo des Angriffsduos Murphy-Mennear seine Probleme. Alleine: Die Chancenverwertung klappte nicht mehr so. Die Miners kamen durch Tomas Rousek zum 4:3 – und das zeigte nun Wirkung. Verunsicherung bei den Löwen und Aufbruchstimmung bei den Gästen, was in einem offenen Schlagabtausch mündete. Es wurde regelrecht dramatisch in der Schlussphase, wo es minütlich und abwechselnd auf beiden Seiten einschlug. Nach dem 6:4 für Amberg glaubte man den „Dreier“ in der Tasche, doch die Miners kamen in den letzten Sekunden durch einen Doppelschlag von Andrä und Krabbat noch zum Ausgleich. Dank Murphy blieb in der Verlängerung der Zusatzpunkt schließlich bei den Löwen.

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