ERSC Amberg agiert mit Glück und viel KampfgeistWild Lions drehen im Schlussdrittel einen 1:3-Rückstand

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„Wir hatten einen guten Beginn mit vielen Torchancen, aber unser Problem ist: Wir schießen fast nie das erste Tor“, erinnerte Heilman an die Anfangsphase. Da hatte seine Truppe ein Chancenübergewicht, aber zwingend waren die meisten Gelegenheiten nicht. Beide Teams zeigten sich etwas zerfahren. Die Gäste hatten sich längst auf Konterspiel eingestellt und kamen tatsächlich mit ihrer ersten Gelegenheit zur Führung durch den Slowenen Urban Sodja. Die Löwen beschäftigten im Anschluss Gästetorhüter Luca Endres vermehrt, aber vor richtige Probleme wurde der Ex-Weidener (noch) nicht gestellt.

Spielerisch wurde es auch im Mittelabschnitt noch nicht besser. Nach nur 81 Sekunden nutzten die Gäste ein Powerplay zum 0:2 durch Bastian Rosenkranz, der Löwen-Goalie Carsten Metz die Scheibe durch die Schoner schob. Die Eispiraten bekamen dadurch Oberwasser, wirkten passsicherer und steigerten die Probleme für den ERSC. Praktisch aus dem Nichts kam Amberg aber zum Anschlusstreffer. Das 1:2 durch den Kanadier Brett Mennear war im Prinzip eine Einzelaktion, wirkte noch nicht wie ein Weckruf. So war es wenig überraschend, dass Dorfen eine weitere Überzahlgelegenheit zum 1:3 verwertete, erneut durch Sodja. In der Schlussphase meldete sich Amberg zurück, auch wenn Ryan Murphy in aussichtsreicher Position an Endres scheiterte.

Vielleicht hat Dan Heilman in der Kabine die richtigen Worte gefunden, vielleicht haben seine Spieler endlich auch richtig zugehört, aber zum Schlussdrittel kam der ERSC mit seinen besten Tugenden wieder aufs Eis: Mit dem nötigen Kampfgeist – und dann halfen auch noch ein paar „Torpremieren“. Zunächst glückte Felix Köbele sein erster Saisontreffer, als er in Überzahl exakt in den Torwinkel zum 2:3 traf. Knappe fünf Minuten später suchte sich Shawn Campbell die gleiche Stelle im Tordreieck aus für seinen Premierentreffer zum 3:3 nach überlegenem Zuspiel von Murphy. Wenig später hatte Dorfen wieder die Führung auf dem Schläger, aber Sodja scheiterte frei vor dem Amberger Tor an Metz. Nahezu im Gegenzug fingen sich die Gäste eine Strafzeit ein und die nutzte Mario Strobel mit einem Handgelenkschuss zur erstmaligen Führung für den ERSC – und ja, es war auch Strobels erster Saisontreffer. Amberg hatte nun die Partie im Griff und Köbele machte drei Minuten vor dem Ende mit dem 5:3 den dritten Heimspielerfolg der Löwen perfekt. Dan Heilman war letztendlich „froh über die drei Punkte“ und würde sich das dann auch mal in Auswärtsspielen wünschen. Gästetrainer Franz Steer wollte seiner jungen Mannschaft keine Vorwürfe machen: „Wir mussten einen kompletten Block ersetzen – das geht einfach nicht. Vielleicht können wir irgendwann einmal komplett antreten“. Er vertraue weiter auf seine Mannschaft, „die weiter lernen wird“, zumal seine Abwehr an diesem Abend ein Durchschnittsalter von 21 Jahren hatte.


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