Erfolgsritt der Löwen geht weiterWaldkraiburg schlägt Memmingen

Erfolgsritt der Löwen geht weiterErfolgsritt der Löwen geht weiter
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Beste Unterhaltung und Eishockey der Spitzenklasse gab es am Sonntagabend beim EHC Waldkraiburg zu sehen, als die Löwen gegen Bayernliga-Meisterschaftsfavorit ECDC Memmingen mit 5:4 (2:1, 0:1, 3:2) gewannen. Ehe das Team von Rainer Zerwesz den neunten Sieg in Folge feiern durfte, war jedoch richtig harte Arbeit gefragt, denn die Indians verlangten dem EHC alles ab.

Es war ein schweres Stückchen Arbeit, bis der EHC Waldkraiburg am Sonntag gegen die Indians vom ECDC Memmingen den neunten Sieg in Folge unter Dach und Fach bringen konnte. Denn die Gäste zeigten nicht nur 59 Minuten lang, warum sie zu Recht als Aspirant auf den Titel gehandelt werden, sondern auch in der letzten Minute, dass man nie vor dem Ende mit dem Eishockeyspielen aufhören sollte.

EHC-Coach Rainer Zerwesz durfte sich bereits vor der Partie freuen, denn die Passangelegenheiten von Daniel Hilpert konnten rechtzeitig geregelt werden und so kam der Neuzugang zu seinem Debüt im Löwen-Dress. Von der ersten Minute an entwickelte sich zwischen den beiden Teams ein hochklassiges Eishockeyspiel, mit hohem Tempo, technisch anspruchsvoll und sehenswert- auf eine sonst gerne übliche Anfangsphase, mit zaghaftem Abtasten, verzichteten die beiden Mannschaften. Nach knapp zehn Minuten ließ Max Kaltenhauser die Gastgeber erstmals jubeln: Der Kapitän der Löwen verwertete einen Kracher von Andreas Paderhuber im Nachschuss (9:55). Kaltenhauser sollte abermals eine starke Partie zeigen und seine Mannschaft wie aus der Vorsaison gewohnt, mitreißen. Nach leichten Startschwierigkeiten scheint der Löwen-Leader rechtezeitig in Fahrt zu kommen. Die Freude währte jedoch nur kurz, denn keine zwei Minuten später glich der Ex-Nationalspieler im Dress der Gäste, Jan Benda, zum 1:1 aus (11:38). Der Hausherr schaffte es aber noch vor der ersten Pause, abermals in Führung zu gehen: Mit zwei Mann mehr auf dem Eis nahmsich Martin Führmann von der blauen Linie ein Herz und überwand Alex Reichlmeir zum 2:1 für den EHC (16:47).

Die Memminger Top-Truppe kam behrzt aus der Pause und wurde nach gut sieben MInuten schließlich auch belohnt. Routinier Petr Sikora,imSommer aus Sonthofen nach Memmingen gewechselt, traf zum 2:2 (27:34) und Patrick Vetter im Tor der Industriestädter musste hinter sich greifen. Jakub Marek (30.) und Nico Vogl (36.) hatten in der Folge zwar die Chance zum 3:2, doch Memmingen hielt gut dagegen und erarbeitete sich zunehmend mehr Spielanteile. Allen voran Jan Benda, der viel Eiszeit hatte und mit zu den Besten im Team der Indians zählte.

In der zweiten Pause wurde es jedoch anscheinend etwas lauter in der Löwen-Kabine und die Gastgeber zeigten eine Steigerung. Kurz nach Wiederbeginn traf zunächst Lukas Wagner im Powerplay zum 3:2 (42:14), per Direktabnahme legte Daniel Hämmerle knapp zwölf Minuten später nach und stellte auf 4:2 (54:02). Die Gäste kämpfte zwar weiter, doch hielt Vetter seinen Kasten weiter sauber. Memmingens Trainer Alex Wedl setzt dann alles auf eine Karte und nahm Keeper Reichlmeir vom Eis. Statt des Anschlusstreffers fiel jedoch nur das 5:2 durch Jakub Marek ins verwaiste Tor (58:15). Allein gelassen wurde dann jedoch auch Keeper Vetter – und zwar von seinen Vorderleuten, die mit dem Kopf wie es schien schon oder noch beim Jubeln waren. Denn sowohl Michael Folk (59:06), als auch Patrick Weigant (59:28) konnten in der Schlussminute nochmals zum 5:4-Endstand verkürzen. „Uns war klar, dass es ein harter Kampf werden würde“, erklärte EHC-Coach Zerwesz nach dem Spiel. Doch gerade im letzten Drittel haben sein Team eine starke Leistung gezeigt und den Sieg erzwungen. „Ich sehe diesen unbedingten Siegeswillen und das macht mich stolz“, so der 46-Jährige weiter.

Gut gerüstet scheinen die Löwen also für die da kommenden Aufgaben im Dezember. Hoffentlich, wünschen sich die Fans, auch für das Derby am 27. Dezember gegen Tabellenführer Dorfen. Hier ist eine große Charity-Aktion geplant, mit einem „Teddy Bear Toss“. Die Fans sollen hier zum Spiel neue oder gut erhaltene Teddybären oder Stofftiere mitbringen und diese beim ersten Tor ihrer Mannschaft aufs Eis werfen. Im Anschluss werden die Plüschtiere aufgesammelt und an Krankenhäuser, Hilfsorganisationen und andere gemeinnützige Institutionen.

Tore: 1:0 (9:55) Kaltenhauser M. (Paderhuber A.,Marek J.), 1:1 (11:38) Benda J. (Weigant P., Kouba J.), 2:1 (16:47) Führmann M. (Paderhuber A.PP2), 2:2 (27:34) Sikora P. (Miettinen A., Benda J.), 3:2 (42:14) Wagner L. (Kaltenhauser M.PP1), 4:2 (54:02) Hämmerle D. (Marek J., Kaltenhauser M.), 5:2 (58:15) Marek J. (Wagner L. ENG), 5:3 (59:06) Folk M. (Kouba J., Pfalzer M.), 5:4 (59:28) Weigant P. (Zimmermann P., Eskelinen V.). Strafen: Waldkraiburg 6, Memmingen 8. Zuschauer: 524.

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