Erding Gladiators qualifizieren sich für die Play-offsEin Punkt reichte

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„Hoffentlich wird es nicht Miesbach“, war bei den Fans zu hören, denn das Team aus dem Oberland liegt den Gladiators überhaupt nicht. Wie schon in der Hauptrunde setzte es eine 0:4-Heimniederlage. Um vier Tore schlechter waren die Erdinger allerdings nicht. „Unser Torwart Timon Ewert war eine Bank“, analysierte Miesbachs Trainer Peter Kathan, und sein Gegenüber Thomas Vogl pflichtete ihm kopfnickend bei: „Im ersten Drittel hätten wir ein oder zwei Tore machen müssen.“ Er sei nicht unzufrieden gewesen, erklärte der Erdinger Coach. „Miesbach hat schon die volle Kapelle auffahren müssen, um hier zu gewinnen“, meinte er in Anspielung darauf, dass der TEV erstmals seit Wochen wieder komplett war.

In seinem Kader habe es zuletzt wieder eine Umstellung gegeben, erzählte Vogl. Basti Cramer habe sich beim U 20-Spiel eine Sehne in der Schulter angerissen. So habe er kurzerhand Konstantin Mühlbauer wieder ins kalte Wasser geworfen, der nach seiner Verletzungspause erst zweimal trainiert hatte.

Bei seinem Ausblick auf das Waldkraiburg-Spiel meinte Vogl schmunzelnd: „Wir werden definitiv ein Tor schießen, die liegen uns besser.“ Lange sah es nach einer weiteren Niederlage aus, denn Erding lag 0:2 und 1:3 zurück. Am Ende setzten sich die Löwen 5:4 im Penaltyschießen durch, wobei der Shoot-out ein „Privatduell“ von Florian Zimmermann und Tomas Rousek war. Beide traten insgesamt dreimal an, der Gladiator verwandelte zweimal, der Löwe dreimal und sicherte so seinem Team den Zusatzpunkt.

Erdings Coach sprach anschließend von einem „katastrophalen ersten Drittel, in dem beide gewusst haben, dass es um viel geht“. Für seine Truppe sei es eine schwere Partie gewesen, „denn meine ,zwei Ausländer’ haben gefehlt – Michl und Babic sind meine besten Spieler, das ist, wie wenn bei Waldkraiburg Rousek und Straka gefehlt hätten“. Vogl gestand: „Zum Schluss hätte ich natürlich gerne die drei Punkte mitgenommen, dann hätten wir noch ums Play-off-Heimrecht spielen können.“ So sah er den Punktgewinn zwar „mit einem weinenden Auge, aber ich bin trotzdem glücklich“.

Weniger glücklich war Waldkraiburgs Trainer Alex Piskunov. Er bescheinigte seiner Mannschaft nach einem „zurückhaltenden ersten Drittel“ zwar ein „sehr gutes Spiel“, aber seine Mannschaft muss nun – ebenso wie der EHC Klostersee – in die Pre-Play-offs. Die Gladiators haben dagegen ihr großes Ziel Play-offs schon erreicht.


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