ERC Lechbruck siegt in Bad Aibling und springt wieder auf Platz vierErfolg im Sechs-Punkte-spiel

Frederic Abraham erzielte die 1:0-Führung für den ERC Lechbruck in Bad Aibling und brachte die Flößer auf die Siegerstraße. (Foto: Michael Straub/ERC Lechbruck)Frederic Abraham erzielte die 1:0-Führung für den ERC Lechbruck in Bad Aibling und brachte die Flößer auf die Siegerstraße. (Foto: Michael Straub/ERC Lechbruck)
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Beide Teams mussten auf zahlreiche Stammspieler verzichten. Der ERC konnte immerhin mit 16+2 auflaufen, wobei erneut U17-Torhüter Jonas Kothmayr als zweiter Goalie mit dabei war. Die Aibdogs waren noch stärker dezimiert und liefen mit 12 + 2 auf. ERC-Trainer Jörg Peters gab seiner Mannschaft vor, die Hausherren nicht zu unterschätzen, viel Druck aufzubauen und den Gegner durch eine hohe Laufintensität müde zu spielen. Die Flößer kamen anfangs dennoch schwer ins Spiel, denn ein viel zu offensiv umgesetzter Vorwärtsdrang eröffnete den Aibdogs unnötige Kontermöglichkeiten. Hier fehlte die abgesprochene Aufteilung in der Verteidigung, womit man sich selbst das Leben schwer machte. Hinzu kamen noch zahlreiche Strafzeiten, die den Aiblingern noch zusätzlich in die Karten spielten. Dennoch konnte Frederic Abraham in der 16. Minute zur verdienten 1:0-Pausenführung für den ERC Lechbruck einnetzen.

Peters fand dann in der Kabine offensichtlich die richtigen Worte, denn es musste mehr von den Flößern kommen und gleichzeitig Strafzeiten vermieden werden. Gesagt, getan: Die Lecher schalteten nun einen Gang höher und drängten den EHC in die Defensive. In der 28. Minute erhöhte Matthias Köpf zum 2:0 und eine gute Minute später verwandelte Patrick Völk ein schönes Zuspiel von Loic Jarry über Marcus Köpf zum 3:0 für den ERC Lechbruck. Die Führung, auch in dieser Höhe, war mehr als verdient. Denn die Flößer erspielten sich erneut reihenweise vielversprechender Torchancen und hätten noch das ein oder andere Tor mehr erzielen können.

Im letzten Drittel spielte der ERC seine konditionelle und spielerische Überlegenheit aus. Die Aibdogs konnten nicht viel mehr entgegensetzen, tauchten aber durch Konteraktionen das ein oder andere Mal gefährlich vor dem Tor von Lukas Bauer auf. Dieser war aber der gewohnt sichere Rückhalt und ließ bis zur 56. Minute nichts zu. Dann erhielten die Aibdogs einen berechtigten Penalty zugesprochen, den Thomas Neumaier sicher zum 1:3-Anschlusstreffer verwandelte. Der EHC versuchte nun noch einmal alle Reserven zu mobilisieren und eine Schlussoffensive zu starten. In der letzten Spielminute nahm EHC-Trainer Merke, zu Gunsten eines sechsten Feldspielers, Torhüter Schmidt vom Eis und legte damit seine letzte Option in die Waagschale. Doch auch diese Maßnahme sollte den Aiblingern nichts mehr helfen, denn Lukas Zugmaier schnappte sich die Scheibe und schoss zum 4:1-Sieg des ERC ins verwaiste Aibdogs-Tor.

Der ERC Lechbruck holt sich damit einen verdienten Auswärtssieg in Bad Aibling und steht nach der Hälfte der Vorrunde auf einem Aufstiegsrundenplatz. Vorstand Manfred Sitter: „Nachdem unsere Mannschaft am Freitag in Miesbach schier verzweifelt ist, war es heute umso wichtiger, dass sie sich selbst für den Aufwand belohnt hat. Wir haben dadurch weitere Punkte für den Klassenerhalt gesammelt und liegen auf Kurs. Jetzt müssen wir abwarten, was sich abseits der Eisfläche tut und was die neuesten Coronaverordnungen ergeben werden. Ich hoffe dabei sehr, dass die Entscheidungsträger diesmal differenzierter mit dem gesamten Sport umgehen und nicht erneut wir die Leidtragenden sein werden. Eisstadien konnten bislang nicht als Spreader-Hotspots ausgemacht werden und es gibt flächendeckend funktionierende Hygienemaßnahmen. Letztendlich können wir aber nur abwarten und dann wieder auf die neuesten Entwicklungen reagieren.“

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