ERC Lechbruck feiert Sieg gegen MaustadtNun wartet Oberstdorf

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Beide Mannschaften zeigten von Beginn an, warum sie zusammen mit der SG Lindenberg/Lindau zum Toptrio der bayrischen Bezirksliga-Gruppe 4 gehören. Die rund 190 Zuschauer im Lechparkstadion sahen ein schnelles und zielgerichtetes Eishockeyspiel mit zwei Mannschaften, die sich auch in der Weihnachtszeit nichts zu Schenken hatten.

Maustadt ging in der siebten Spielminute mit 1:0 in Führung, doch bereits eine Zeigerumdrehung später sorgte Matthias Köpf für den Ausgleich. In der zehnten Minute sorgte Patrick Völk für die erstmalige Führung der Lecher, die Christoph Pfeiffer in der 14. Minute zum 3:1 ausbaute. Die Flößer nutzten dabei ihre Chancen eiskalt und hatten in dieser Phase leichte spielerische Vorteile. Im zweiten Durchgang knüpften die Blau-Weißen nahtlos an ihre solide Leistung des ersten Drittels an  und schraubten in der 28. Minute das Zwischenresultat durch Magnus Lang auf 4:1. Zu diesem Zeitpunkt eine auch in der Höhe absolut verdiente Führung für den ERC. In der 29. Minute konnte Maustadt den 2:4-Anschlusstreffer erzielen und verkürzte in der 35. Minute gar auf 3:4. Zwei sehr unglückliche Gegentreffer für Lechbruck, bei der die Hintermannschaft nicht gut aussah. Maustadt war wieder im Spiel.

Im letzten Spielabschnitt sorgte Magnus Lang in der 44. Minute für das 5:3 für den ERC Lechbruck und eigentlich hatten die Flößer Spiel und Gegner im Griff. Doch es stellte sich der Schlendrian ein: Maustadt machte noch einmal mächtig Druck und die Lecher waren merklich passiv. Völlig unnötig kassierte der ERC zwischen der 51. und 56. Minute drei Gegentreffer und sah sich plötzlich mit 5:6 im Rückstand. Es folgte auch noch eine Strafzeit für Christoph Pfeiffer und so war die Gefahr groß, dass Maustadt diese Chance nutzt und den Sack zumacht. Doch das Powerplay der Gäste wurde schadlos überstanden und als Pfeiffer von der Strafbank kam, schnappte er sich direkt den Puck, spielte mit einem Kraftakt seine Gegenspieler schwindelig und ließ dem Gästekeeper keine Chance – 6:6 in der 58. Spielminute.

Dabei sollte es bis zum Ablauf der regulären Spielzeit bleiben. Das Match mußte im Penaltyschießen entschieden werden. Und hier zeigte sich ERC-Torwart Markus Echtler als unüberwindbar und trieb die Maustädter durch seine Paraden zur Verzweiflung. Im Gegenzug zeigte Matthias Köpf einmal mehr, dass auf ihn im Shootout Verlass ist und so konnte der ERC doch noch das Spiel gegen einen direkten Play-off-Konkurrenten für sich entscheiden.

Nun geht es am 2. Weihnachtsfeiertag nach Oberstdorf. Dort werden die Flößer um 20:00 Uhr einem hochmotivierten Gegner gegenüberstehen, der seine letzte Chance auf einen der beiden Play-off-Plätze nutzen muss. Dem Vorbericht der SG Oberstdorf/Sonthofen ist zu entnehmen, dass die Eisbären heiss auf das Match gegen den ERC sind und Revanche für den Lechbrucker 6:0-Sieg im Hinspiel nehmen wollen. Dass Spiele in Oberstdorf traditionell eigene Gesetze haben, das wissen die Flößer. Das Trainerduo Michael Köpf/Sebastian Ego wird die Lecher entsprechend auf einen heißen Tanz im Oberallgäu einstellen.

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